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Ein Gespräch mit Christoph Földing

Liebe Freunde,

wir können von der Causa Jonathan nicht ganz ablassen – Chris hat noch als Abschluss unserer Beschäftigung mit dem Thema ein Interview mit dem Macher, Christoph C. Földing, geführt.

Das dreht sich natürlich auch um Jonathan, ist aber auch für Leute, die bei unserer länglichen Therapie-, äh, Spiel-Session vorzeitig ausgestiegen sind, gut hörbar. Geht halt auch um das Spieleentwickeln in Deutschland an sich.

Viel Spaß beim Hören,

Gunnar

P.S. Kurze Anmerkung: Földing sagt in dem Gespräch ein paar schwer belegbare Sachen, u.a. über seinen damaligen Geschäftspartner, Software 2000. Wir haben das mit einem ehemaligen Mitarbeiter des Publishers gegengecheckt - laut dem sind Földings Aussagen alle soweit korrekt. Nur die Behauptung, Software 2000 sei ihm Geld schuldig geblieben, wurde bestritten. Das steht also quasi Aussage gegen Aussage. 

Ein Gespräch mit Christoph Földing

Comments

Ich habe als neuer Patron erst heute festgestellt, dass SF eines meiner Lieblingsspiele der 90er gespielt haben: Jonathan. Ich habe ehrlicherweise keine Idee, weshalb es mir so gut gefallen hatte. Ich war Teenager und verstand weder die Steuerung sonderlich gut, noch kam ich sehr weit. Dennoch mochte ich die Atmosphäre so sehr, dass ich meine Eltern damals bat, mit mir ins weit entfernte Memmingen zu fahren, damit ich nach den Schauplätzen Ausschau halten und sie fotografieren konnte. Mich erinnerte Jonathan damals mehr an Wolfgang Hohlbein-Romane, die ich damals verschlang. Das Interview mit Christoph Földing ließ den jugendlichen Fanboy in mir aufjubeln. So erfuhr ich heute leider auch, dass Herr Földing verstorben ist. Wie gern hätte ich Sahara mal angespielt, aber das wurde offenbar ja nie konzipiert. Übrigens finde ich die offene Frage „weshalb die ganzen nackten Frauen“ aus heutiger Sicht berechtigt. Damals war es offenbar an der Tagesordnung, Voyeurismus in der Popkultur als gegeben hinzunehmen. Und als Jugendlicher hinterfragt man das auch nicht, sondern freut sich vielleicht über den „verbotenen erwachsenen“ Content, den die Eltern nicht mitbekommen. Aber aus heutiger Sicht werden die weiblichen Charaktere hier schon objektifiziert. Das wäre ein Kritikpunkt mit „30 Jahre danach-Erfahrung“. Danke für das tolle Format und das Interview, auch wenn ich hier etwas late to the party komme.

Nico

Das Interview fand ich schon sehr interessant und es steht für mich auch als wirklich einzigartig da, ggü. den anderen Interviews, die ihr schon und nachher gemacht habt. Einzig die Frage(n) über die Nacktheit fand ich vollkommen überflüssig. Aber auch, wie sie gestellt wurde. V.a. die Frage über "nackte Frauenkörper"... Das wirkte auf mich eher so wie "ich will jetzt jemanden bloßstellen".

Ap

Hab ich auch gelesen. :( Fang gerade an, dieses SFS noch mal zu hören.

Maik Maerten

Chris Földing ist gestern verstorben :(

Gerald Widihofer

Einige kurze Worte eines neuen "zahlenden Kunden": Ein sehr spannendes Interview, vielen Dank dafür - natürlich besonderen Dank an Herrn Földing. Dass er "nicht ganz die Wahrheit" sagt was die Grafiken betrifft, ist ein wenig irritierend, aber aufgrund der Rechtslage natürlich irgendwo legitim. Herr Földing wirkt ansonsten sehr aufrichtig, beinahe melancholisch - das passt zu diesem außergewöhnlichen Erlebnis, über das ich damals im Amiga Joker zum ersten Mal gelesen hatte, aber erst - dank Stay Forever - fast 30 Jahre später wirklich mehr erfuhr.

Marco

Huch? Haben wir nicht.

Stay Forever

Warum wurde die Kommentar-Funktion bei dem Interview, das auf Youtube veröffentlicht wurde, eingestellt? Finde ich schade!

Markus Steffan

Übrigens, die Kurzfassung des ersten Reisetagebuches findet sich in der Amiga Future 139 samt Gimmicks auf CD! Markus Steffan (Neo Hippie) :)

Markus Steffan

https://neohippie2019.weebly.com/

Markus Steffan

Und dieser jemand (übrigens meine Wenigkeit) führte ein zweites Reisetagebuch darüber:

Markus Steffan

Whoa!

Stay Forever

Hier <a href="https://neohippie2018.jimdofree.com" rel="nofollow noopener" target="_blank">https://neohippie2018.jimdofree.com</a> führt übrigens jemand ein sehr ausführliches Jonathan Reisetagebuch

Sebastian Hermann

Dazu hat Chris neulich sogar in einem Podcast was gesagt. "Hart ins Gericht gehen" ist imho was anderes, was Heinrich tut, ist ein liebloses Bashing eines uralten Spiels ohne Würdigung der Umstände. Ja mei. Ist ein bisschen so wie sich über die Roland-Synthesizer-Sounds bei Songs aus den 80ern lustig zu machen.

Stay Forever

Seit dem 10.7.18 ist auf Gamestar.de ein Rückblick auf Jonathan zu bestaunen. Heinrich Lenhardt geht äußerst hart damit ins Gericht. @Gunnar und Christian: Möchtet Ihr dem etwas hinzufügen oder ist das für Euer Werk und Eure Einschätzung hier nicht von Belang.

Daniel Kurek

In der April-Ausgabe der Gamestar gab es einen Artikel über Jonathan von Heinrich Lenhardt in der Reihe "Legendär schlecht". Habt ihr den gelesen und teilt Ihr dieses doch recht harsche Urteil?

Raymond Fürst

Exakt das dachte ich mir auch, als ich das Interview verfolgte! Wäre schon schön, wenn man im Anschluss (oder auch so) Interviews mit den Leuten von damals führen würde. Ich fand die Erzählungen von Christoph Földing äußerst spannend und im Nachgang zum Spiel noch eine schöne Abrundung :-)

DM

Wenn man sich die Grafiken aus Holiday Maker ansieht (insbesondere die oft verschoben Proportionen der Gesichter) und dann von Jonathan gibt es keinen Zweifel das dies Scans sind und nicht gemalt. Der Stil wechselt, der Verpixelung von Verläufen und Perspektiven... das ist alles eindeutig. Stelle ich mir schwierig vor ein solches Interview zu führen.

Sören Stoneman

Selbstverständlich war das so nicht geplant.

Stay Forever

Zwar sehr interessant aber irgendwie konnte ich die Telefonqualität kaum ertragen. Eventuell bei solchen Interviewformaten bitte Skype oder Teamspeak nutzen. Das war schon echt anstrengend aber auch sehr gut :)

HerrForth

Vielen Dank an Herrn Földing, dass er sich die Zeit genommen hat. Er wirkt sehr authentisch. Vielleicht sogar etwas kauzig? Egal, denn trotz der offensichtlichen Gedächtnislücken kam ein sehr interessantes Gespräch zustande.

Mahoney

Ist natürlich nicht so geplant gewesen – dem Herr F. ist kurzfristig das Headset ausgefallen.

Stay Forever

Den Entwickler von Maupiti hat Chris schon mal getroffen, der spricht schlecht Englisch. Und der Macher der Kathedrale, Harald Evers, ist gestorben – seinen Kollegen haben wir gefragt, aber der wollte nicht.

Stay Forever

Die Hintergrundinfos helfen durchaus, die Eigenartigkeit/Besonderheit des Spiel besser zu verstehen. Kleine Manöverkritik: das Interview wirkte teilweise angespannt/sehr vorsichtig, als ob der Interviewte nicht verschreckt werden soll. An anderen Stellen wars mir dann wieder zu kritisch (relativ hart formuliert oder skeptische Stimmlage): etwa bei der Frage, ob die Kinder von den Spielen wissen. Dass Christian wg der nackten Haut im Spiel nachgefragt hat, fand ich gut und nachvollziehbar, weil doch auffällig (aber vielleicht häts da auch eine Frage weniger getan). Insgesamt aber ein gutes Interview mit guten Fragen und Erkenntnisgewinn. Danke für die Mühe/den Aufwand!

Dann bleibt nur noch die Frage übrig, ob tatsächlich noch Bilder ausgetauscht wurden 😏

Niklas Kühl

Ich war auch sehr dankbar, dass Herr Földing den hörbar erregten Interviewer an dieser Stelle so souverän ausgebremst hat. Ein peinlicher Moment in einem ansonsten tollen Interview.

Christian Topnik

Durchaus, auch wenn der Herr Földing den ganzen Fragen von Herrn "Ich schau den Agentinnen in Deus Ex unter den Rock" Schmidt recht 'fix' ein Ende gesetzt hat, es wurde bei dem Teil unangenehm zu hören.

Felix Stapelfeldt

Ich nehm mal mit, dass aus dem Allgäu gesehen Plön schon die dänische Grenze ist (Ich rotier hier schon auch ohne Grab ;) , und dass es gerne mehr Interviews geben darf, aber bitte nicht mehr übers Telefon. Der Inhalt ist interessant, die "Qualität" der Sprachausgabe grenzt an unhörbar. Wenn nichts anderes stört kann man den Herrn Földing verstehen (Gottlob spricht er keinen Dialekt,,,wie wär es dann nur geworden ;), sobald aber nur etwas im Raum rödelt kann man gleich pausieren. Hab drei Anläufe gebraucht um (fast) alles zu verstehen.

Felix Stapelfeldt

Sehr spannend und einer schöner Abschluß zur Serie. Ich würde mich über weitere Interviews in der Zukunft sehr freuen... =)

just another user

Interessant...aber auch ein bisschen creepy irgendwie.

Niklas Kühl

Mir hat das Interview sehr gefallen. Vor allem weil es ein persönliches und ehrliches Gespräch war und nicht in Phrasen abgedriftet ist.

Matthias M.

Ich wünsche mir auch mehr Berichte über den Entstehungsprozess der Spiele und Gespräche mit den Entwicklern. Da ihr beide an der Entwicklung von Spielen beteiligt seid/wart und zahlreiche Kontakte in der Branche habt, fände ich auch einen Vergleich damals-heute der Spieleentwicklung oder einen historischen Überblick interessant.

Lukas

Das war wirklich super! Etwas Vergleichbares hatte ich mir spätestens seit SFS „Maupiti Island“ gewünscht. Bitte macht abschließende Interviews mit den Entwicklern zum neuen Standard bei „Stay Forever spielt“. Und holt das bitte auch noch für die bereits abgeschlossenen Episoden nach! Das wäre mir deutlich lieber als Pilotfolgen für neue Formate! 😀

Christian Topnik

Okay, mehr Interviews. Verstanden.

Stay Forever

Trotz der Telefonqualität wirklich sehr interessant gewesen! ich bin auch für mehr Interviews, wie Pierre Aden oben schreibt

Alexander Glänzer

Super interessant! Danke für das Interview.

Crim Son

Wirklich interessant, eine Figur aus einer Zeit als die Branche noch so unschuldig war und dass zwei Freunde einfach so Spiele gemacht haben. Wäre schön gewesen, wenn er noch etwas konkreter geworden wäre, was sie noch inhaltlich einbauen wollten. Gutes Interview, mit einem nicht ganz leichten Gegenüber, der auf geschlossene Fragen auch einfach mal geschlossen antwortet...

Moritz

Habe mich sehr über das Interview gefreut. Interessant zu hören, dass "Jonathan" gewissermaßen als deutsche Antwort auf Stephen King / "Es" konzipiert gewesen war. Insgesamt hat die Reihe einen wirklich schönen Einblick in eine fast vergessene Zeit der deutschen Spieleentwicklung gegeben. Ich muss bei alten deutschen Adventures auch immer an die kauzigen Adventures von "Axis Komputerkunst" (bei Ariolasoft in Schallplattenhüllen erschienen) wie etwa "Cromwell House" und "Mord an Bord" denken, die allerdings zu platt für ein "Stay Forever spielt" wären. Was eine mögliche neue Reihe anginge, wäre vielleicht Infocoms "Trinity" ein guter Kandidat, das wirklich schön erzählt und im Mittelteil sehr offen ist. Allerdings leider kein Zeitablauf. Da müsste man dann zu einem anderen der Krimispiele greifen. "Suspect" ist, wenn ich mich richtig erinnere, das Beste.

Holger Becker

Absolut. Ich würde mir auch mehr Interviews von euch wünschen. Das mit Bob Bates und Julian Eggebrecht hat Spaß gemacht. Da gibt es so viele Lengenden die befragt werden sollten. Ist alles besser als irgendwelche neuen "Formate".

Thomas

Sehr schön - ein ein interessanter Blick auf die Entstehungsgeschichte und einen durchaus speziellen Typ ;). Ich finde, dass ein solcher Blick hinter die Kulissen mit Entwicklern oder auch anderen an einer Spieleproduktion Beteiligten ein Format ist, dass Ihr ggf. fest aufnehmen solltet. Es eignet sich vielleicht nicht für jedes Spiel aber wenn eines besondere Eigenschaften hat, ist es für mich ein echter Mehrwert, aus erster Hand Hintergründe und Geschichten dazu zu hören.

Pierre Aden

Vielen Dank für die Mühe! Ich muss aber zugeben zum nebenbei hören ist das aufgrund der Tonqualität nicht, ich hab es in der Arbeit leider abbrechen müssen. Ich werde es daheim noch Mal probieren, wo ich weniger abgelenkt bin.

Mehdrescher


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