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Format ohne Namen #3: Blockchain, Religion und Casual Games

Liebe Freunde,

während wir kurz überlegen, welches Spiel wir für "Stay Forever Spielt" als nächstes auswählen, überbrücken wir mit einem kleinen Gespräch über, nun, gar nichts Spezielles.

Viel Spaß beim Hören,

Gunnar

Format ohne Namen #3: Blockchain, Religion und Casual Games

Comments

und "bis das der Tod uns scheidet" kann ja auch pragmatisch gemeint sein. Also dass man sich dann auf Erden einen neuen Partner suchen kann für die Familie, ohne ein schlechtes Gewissen wegen dem alten zu haben.

Anna Glin

ich wurde nicht getauft und wurde agnostisch erzogen, aber den Religionsunterricht musste ich trotzdem durchmachen. war alternativlos. ich bin froh nicht getauft zu sein.

Anna Glin

Wow, vielen Dank für diese tolle Folge. Speziell der Part zum Thema Religion. Ich bin selbst in einer sehr gläubigen freichristlichen Gemeinde & Familie aufgewachsen - man nennt sie auch "Baptisten". Es ist auch genau wie du sagst Christian: Alles wird mit Gott und Jesus begründet, jeder kleine o. große Erfolg wird Jesus gedankt. Läuft etwas schief, muss mehr gebetet werden. Steht eine Operation an, wird sich in der Familie viel Gebet gewünscht. Dass Geschwisterteil X das Auslandsjahr gesponsert bekommen hat, beruhte auf viel Gottvertrauen! Wie auch sonst?? Mir hat das noch nie gepasst und so habe ich dem Ganzen mit 16/17 Jahren still den Rücken gekehrt. Ich glaube nicht an Gott - das war ein schwieriger Schritt in meinem Leben. Für meine Familie ist das schwer zu akzeptieren und ich denke, es wird sehr viel gebetet, dass ich doch irgendwann den Weg zu Jesus finde, auch nach 15 Jahren der Abkehr. Tatsächlich macht es das familiäre Zusammenleben manchmal unerträglich, da Gott, Jesus, Gemeinde etc. so sehr im Mittelpunkt stehen, dass ich mir oft außen vor vorkomme. Dass die Frau sich unterzuordnen hat, kann ich aus meiner Erfahrung allerdings auch überhaupt nicht unterstreichen. In meiner Wahrnehmung waren Frau und Mann sowohl in der Gemeinde als auch in der Ehe immer sehr gleichberechtigt. Ich finde es großartig, dass ihr in diesem Format auch mal über Gott (...) & die Welt redet. Gerne viel viel mehr davon :) M¨öge Gott euch noch viele Hörer bescheren.

David Skx

Hab mir diese Folge jetzt erst angehört. Ich durfte damals keinen Paten von dem Sohn meines besten Freundes machen, weil ich mit 18 Jahren schon aus der Kirche ausgetreten bin. Ich mag Religionen an sich nicht, egal welche. Ich habe trotzdem meine Tochter taufen lassen, um ihr später die Wahl zu lassen. Ich bin da voll mit Gunnars Meinung. Ich glaube an eine höhere "Macht", wie immer die aussieht. Aber ich verachte die Institution Kirche.

Thomas Schaaf

Ich weiß nicht ob sich jetzt gerade Christian oder Gunnar die Zeit nimmt auf meine Kommentare zu antworten, aber ggf. sieht dies ein Sammler etwas anders? (ich bin selbst keiner ...) Auf Basis der heute bekannten Systeme und In-Game Assets sowie den Bezug zum Spiel stimme ich Dir absolut zu. Ich bin gespannt ob es dabei bleiben wird, denn sobald die "Meta-Ebene" (Alter, Wert im Kontext der Spieler, Nostalgie, usw.) eine Rolle spielen wird, und dafür brauchen wir noch eine Transformation in Richtung des "Besitzes" der Assets in Richtung der Spieler (sonst trifft nämlich der von Dir genannte Effekt ein), wird oder bleibt ein Ding auch ohne Bezug zum "Nutzen" (hier Spielbarkeit) wertvoll. An dieser Stelle setzt nach meinem Verständnis die Idee der Blockchain-Gameing Initiative an - bleiben die Assets nur mit oder im Spiel interessant, dann ist es wirklich schwierig mit dem Wert vs. schaffen wir einen Wert über die Lebenszeit des Spiels hinweg? Ich glaube nicht, dass es einem Sammler um den Nutzen geht, sondern eher um die Rarität und die Besonderheiten (wer hat es vor mir besessen, gab es besondere Events an dem das Item eingesetzt wurde, welchen Spielgeschichtlichen Hintergrund hat das Item, usw. usw.) - die Spieleindustrie müsste das schon aktiv triggern. "Das erste eingesammelte Masterschwert weltweit bei BOTW." "Das erste freigespielte Kostüm weltweit bei Spiderman." "Der erste Waffendrop bei CS:GO." "Die Waffe, die von ABC im Spiel gegen YXZ im Wettkampf bei Fortnite genutzt wurde - Preisgeld 4. Mio. EUR." "Der Anzug welchen ryukahr in seinem legendären 3 min. Speedrun benutzt hat." "Die Lieblingswaffe von Dave Grohl in Game ABC." Evtl. reichen auch einfach Auszeichnungen? "Herzlichen Glückwunsch, Du hast als erster GAME durchgespielt - der Token wurde in unserem Blockchain-Vertrag zu dem Spiel hinterlegt." "Meine Güte bist Du schnell - Du hast als erster das Spiel in DD:MM:SS durchgespielt! Damit Du es der Welt zeigen kannst, schreiben wir dies in unseren Vertrag!" Irgendwie sowas ... wichtig ist: Es gehört im Rahmen des Vertrages MIR und niemand kann es mir weg nehmen, wenn das Spiel oder die Plattform schließt. Insb. interessant, wenn etwas schließt, weil wenn es dann ggf. der letzte "offizielle" Eintrag des Spieleherstellers in die Blockchain ist, hat dies ggf. einen Wert: "Der beste Spieler vor dem Shutdown des Games am 12.April 2018." - "Die Waffe die als letztes vor dem Shutdown abgefeuert wurde." ;-)

Kai W.

Ja, das weiß ich doch alles. Vielleicht drücke ich mich ungenau aus, aber ich verstehe schon die technischen Eigenschaften und dass das für bestimmte Formen des Handels Vorteile sein können. Aber das gibt ja keinen Wert an sich, das führt ja nur zu einem neuen Markt, wenn das irgendwem nutzt. Irgendwer muss das richtig wollen, muss technischen Aufwand, hohe Transaktionskosten und mangelnde Marktkontrolle in Kauf nehmen, um die Tokenisierung von Ingame-Items zuzulassen. Und diesen Akteur sehe ich nicht. Obwohl: Ich kann mir vorstellen, dass für ein sehr großes System, in dem Assets eh schon getradet werden, etwa CS:GO, vorteilhaft wäre, wenn die Skins an Smart Contracts gebunden wären. Solange Valve noch Schlüssel verkaufen kann, haben sie auch genug Kontrolle über den Markt. Aber... ... eine freie Übertragbarkeit der Assets in andere Spiele aber halte ich für utopisch. Und damit sind wir beim Kernproblem: was nutzen die schönen, teuer errechneten Contracts, wenn Valve die von einer Sekunde auf hübsche Bildchen reduzieren kann, weil der (theoretische) Einsatzort wegfällt? Dann kann ich auch gleich die Assets bei der zentralen Instanz handeln. Das ganze System braucht die Fantasie, dass die Spiele-Assets universell sind. Aktien behalten ja auch nicht ihren ideellen Wert, wenn die Grundeigenschaft verschwindet, dass das Firmenanteile sind. Und ohne CS:GO sind die Skins nur noch JPGS.

Stay Forever

Öh. Es geht meiner Meinung nach bei Smart-Contracts und dem Blockchain Ansatz eher um die Verbindlichkeit und Transparenz im Rahmen der geschlossenen Verträge und weniger um die tatsächlichen Assets dahinter. Ähnlich wie bei Aktien interessiert es mich ja auch nicht wirklich ob VW "gute" (was auch immer das heißt) Fahrzeuge verkauft und ob diese in jedem Land nach einer Bauart gefahren werden dürfen, sondern letztlich der Wert des Unternehmens und meinen monetären Anteil daran. Dies wird im dem genannten Modell bei Spielen und In-Game Assets über Token abgebildet - sie sind quasi das Versprechen und die Garantie, dass dieses Asset eine gewisse Funktion wie z.B. die einheitliche Berechnung des Wertes in $$$ nach den Regeln des Vertragsherausgebers, Angucken (als JPG/SVG? / Ähnlich einem physikalischen Objekt), Zählen der vorhandenen Assets, usw.), die Liste der Vorbesitzer (den Stammbaum?), den Zugang oder die Weitergabe, das Alter des Assets oder weitere Attribute, uvm. außerhalb der technischen Implementierung (da auf Blockchain-Basis) einer einzelnen, zentralen Plattform liegt. Vielleicht noch ein plastischeres Beispiel: Wenn jemand die Adresse von Christians Eltern hat, dann kann er dort klingeln und sich ggf. dessen Spielesammlung zeigen lassen - die schiere Anzahl ist bei Christian ja bereits beeindruckend, weitere Informationen zu den Inhalten seiner Sammlung bekomme ich nur über den privaten Kontakt oder diesen Podcast. ;-) Entsprechend könnte Christian jemanden seine Blockchain-Adresse geben und dort wären alle digitalen Assets aus früheren oder aktuellen Spielen und deren Historie einsehbar. Ganz abstrakt: Alleine der Stammbaum ("das gehörte mal INSERT_WICHTIGE_PERSON_HIER") könnte bereits den Wert steigern und der technische Zugriff ist in der Blockchain jederzeit dezentral und sofort möglich - sogar ohne proprietären Client, Adresse und ggf. notwendige Zugangsberechtigung genügt. Ein Spielehersteller könnte also bereits auf die reine Masse der einzelne Assets reagieren: "Hey toll! Du besitzt 10 wertvolle und 34123 unwichtige Items eines unserer Unternehmes - hier nimm zur Belohnung das!" / "Oh - Du hast wertvolle Mods für XYZ in Counterstrike. Möchtest Du diese ggf. gegen das folgende Item "ABC" in diesem Spiel tauschen?" Früher hat man "alte" Savegames in einem neuen Spiel "importiert" und sich gefreut, wenn der Fortschritt in dem alten Spiel gewürdigt oder belohnt wurde. Die konkrete Übertragung von Assets sehe ich genauso kritisch, denn dort entsteht kein Nutzen für die Hersteller oder Spieler ohne konkrete Implementierung einer In-Game Funktionalität. Das die Assets in einer öffentlich verfügbaren Blockchain-Adresse innerhalb eines Smart-Contracts registriert und dazugehörige Attribute wie z.B. das dazugehörige SVG des Modells, das Alter, den aktuellen Wert In-Game (basierend auf einer öffentlich zugänglichen Formel) zur Verfügung gestellt werden, ist jedoch ohne erheblichen Aufwand (Technologie und Schnittstellen sind vorhanden) ein großer Mehrwert (Transparenz, Sammelbarkeit, usw.) für Spieler und Hersteller (Zugang, Transparenz, neuartige In-Game Funktionalität auf Basis der privaten/öffentlichen Schnittstellen der Verträge). Ich habe immer den Eindruck, dass sich Hersteller über den Erfolg Ihrer Assets freuen und entsprechende Marktplätze bereits In-Game anlegen um den Spieler einen Anreiz für den Erwerb der In-Game-Währung zu geben - ich denke ein geschützter aber einheitlich technischer Zugang zu den erworbenen Assets ist verkaufsfördernd und bietet potentiell neue Modelle um den An- und Verkauf dieser Assets. Alter Falter ... da müssen wir wohl mal telefonieren oder ein Bier trinken gehen. ;-)

Kai W.

Äh. Wir haben das nicht so ausführlich erzählt, aber das haben wir doch gesagt? Das, was du sagst, ist ja der ganze Sinn der Sache - das haben wir schon verstanden. Ich habe die Folge nicht genau mehr im Ohr, aber die Handelbarkeit ist ja das Ziel. ich erlaube mir halt nur, zu Protokoll zu geben, dass das teurer ist als ein zentraler Akteur, was bei potenziell niedrigwertigen Gütern ein Problem sein kann. Und dass es generell fragwürdig ist, dass sich das durchsetzen kann in einer Welt, in der es so starke Plattformen gibt. Und dass es auf dem Goodwill der Game-Developer basiert, denn wir sprechen ja im Idealfall nicht von einem rein grafischen Asset, sondern von einem, das Eigenschaften mitbringt. Mal einfach gesagt: Warum soll ich in meinem Messerkampfspiel eine Maschinenpistole aus Call of Duty zulassen? Ich bin ja drauf angewiesen, dass die Leute meine Messer-Items kaufen, wenn ich Geld verdienen will... und dann ist ja da auch noch sowas wie Ästhetik, Spielbalance etc. Ich glaube dass, wann immer man was grundlegendes verändern will, es irgendwer richtig wollen muss. Und ich glaube, die Industrie kann das nicht wollen. Ergo muss es ein überwältigender Konsumentenwille sein. Und wird es das sein? Ich bin vielleicht zu fantasielos, aber ich sehe das auf absehbare Zeit nicht.

Stay Forever

Toller Cast. Beim Thema Blockchain habt Ihr einen wesentlicher Aspekt neben den crypto-currencies in eurer Betrachtung nicht einbezogen:" Smart-Contracts" (implementiert z.B. bei Ethereum). Diese und die in der Blockchain erzwungene Dezentralität, sowie Transparenz (Smart-Contracts werden meistens als Quellcode veröffentlicht) über die Transaktionen sind insb. bei ICOs ein wesentlicher Bestandteil des "Versprechens" und des "Wertes" gegenüber der reinen Währung und einer zentralen Plattform. Auf Basis eines bereits bestehenden Vertrages können Token ausgegeben werden, die den Wert eines konkreten Gegenstandes (In-Game Asset) innerhalb des jeweiligen Vertragskonstruktes darstellen. Vertragsänderungen müssen aktiv durch den Spieler bzw. Herausgeber beauftragt oder im Vertrag implementert werden - ansonsten bleibt der Vertrag für alle Zeiten bestehen. Andere Verträge oder tatsächliche Currencies können dann gegen diese Token getauscht werden und sind somit übertragbar an Dritte ohne eine Vertrauensstellung gegenüber einer zentralen Partei oder Bank aufbauen zu müssen. Bsp: Spieler kauft ein Spiel und erhält bei seiner Online-Registrierung einen Smart-Contract innerhalb der Blockchain. Abhängig von der Edition des Spiels und Anzahl der gekauften Spiele, erhält der Spieler eine initiale Anzahl von Token im Smart-Contract um innerhalb des Spiels (oder eines Schwesterspiels der gleichen Firma) Transaktionen (Items kaufen/verkaufen) ausführen zu können. Erhält der Spieler ein wertvolles Item, wird die "ID" des Items und der entsprechende Wert in Token in dem Smart-Contract des Spielers gutgeschrieben (ein Item besteht also aus "Wert" und einer eindeutigen "ID" innerhalb der Blockchain). Der Spieler ist nun in der Lage dieses Item und den aktuellen Wert jederzeit auch außerhalb des Spiels als Sammlerobjekt weiterzugeben (gegen Geld, Contract-Token oder Crypto-Currencies) - diese Funktion kann (und wird wahrscheinlich) direkt innerhalb des Smart-Contracts implementiert und ist somit ein "Recht" des Spielers, welches ihm bei der Erstellung des Smart-Contracts (also bei der Registrierung) durch den Hersteller des Spiels gewährt wird und auf alle Zeiten (da dezentral) in der Blockchain-Adresse und Vertragsversion des Spielers einsehbar bzw. ausführbar ist, unabhängig davon ob es das Spiel oder den Hersteller noch gibt. Ein virtuelles Asset wird somit "handelbarer" als es in einer zentralen Plattform der Fall ist, da der Vertrag (also der Besitz und die Rechte/Funktionen) an das Objekt geknüpft ist. Es besteht die Möglichkeit Assets in unterschiedlichen Vertragsversionen zu besitzen, die vom gleichen Hersteller mit unterschiedlichen Funktionen oder Rechten des Spielers ausgestattet sind. Innerhalb einer zentralen Plattform werden alle Assets meistens auf EINEN Vertragszustand migriert, welches bei der Beschränkung von Rechten des Spielers immer eine Herausforderung ist (Vertrauen, Transparenz, usw.). Ich bin gespannt ob die Technologie wirklich adaptiert werden kann. Die Idee und Vision ist meiner Meinung nach in jedem Fall für die Spieler und Hersteller ein Gewinn, wenn man Sammlerobjekte sucht bzw. erschaffen möchte. Interoperabilität und Vertrauen sind hierbei ein wesentlicher Aspekt.

Kai W.

War ein sehr interessantes Format. Besonders über den Iran würde ich gerne mehr hören. Wir haben hier in Österreich (wie weiter oben beschrieben) recht viele Perser. Auch an meinem Arbeitsplatz arbeiten Menschen deren Eltern aus dem Iran kommen und es ist immer eine Freude mit denen zu reden. Die Erfahrung mit Kirche usw. ist interessant und es wäre eine schöne Diskussion, aber wir wollen da die Kirche im Dorf lassen ;-). Auf jeden Fall, macht das Format weiter!

Andreas Zahrl

Hm, kann sein, dass das der Reisepass gewesen wäre ... den ich aber auch nicht in biometrischer Fassung besitze. :-|

Stay Forever

Huhuu Christian, bist du sicher, dass du in England bei der Einreise wirklich den Personalausweis gebraucht hättest? Ich bin inzwischen ein paar Mal durch automatische Kontrollen durch, auch in England, und die Dinger haben immer den biometrischen RFC-Reisepass gebraucht. Wenn ich nur den Perso dabei hatte, mußte ich immer durch die menschliche Kontrolle...

Sebastian Wasl

Super interessant und informativ gerne mehr davon.

André Raulfs

Ehm, wollte nur mal meine Begeisterung ueber diese Folge kundtun. Die Erzaehlung ueber den Kurzblick in den Iran war sehr spannend. Aber auch Christians Hochzeitserfahrung war sehr ulterhaltsam. Dass seine Frau gleich mal die Frau beiseitegenommen hat, um sie zu fragen, ob das denn jetzt so eine gute Idee ist... halleluja! Generell nach wie vor ein toller Podcast. Bitte weitermachen, danke :)

Michael Eggers

Ich möchte noch eine kleine Anmerkung zum Thema "Taufen" machen. Ein Problem an der Taufe ist, dass es aus christlicher Sicht eine unumkehrbare Prozedur ist und auch ein Unterschied zwischen "getauft und ausgetreten" und "nie getauft" gemacht wird. Das Problem hatten meine Frau und ich. Ich wurde damals getauft und bin später ausgetreten, meine Frau (damals Freundin) studierte auf Lehramt, eines der Fächer war Religion. Um Religion dann auch unterrichten zu dürfen, braucht es nicht nur den erfolgreichen Abschluss, sondern auch die Genehmigung der Kirche. Wäre ich einfach nie in der Kirche gewesen, dann wäre das "ok", da ich aber schon Mitglied war und dann ausgetreten bin, schien dann ein größeres Problem zu sein. Das Problem hat sich dann anderweitig erledigt, wollte damit nur zeigen, dass "kann ja wieder austreten" nicht unbedingt ausreichend ist.

Feroc

Ich glaube die Pastorin wollte nur keine rationalen Zwischenrufe säkular erzogener Kinder in der Bibelschule. Außerdem muss sie dem Kind ja eigentlich beibringen, dass ihre Eltern ja in die Hölle kommen und man die nicht retten kann.

Mullerkeks

Danke für das teilen deiner Ansicht Gunnar. Finde ich bereichernd. Ich gehe selber in eine Freikirche und es ist für mich spannend den Besuch und die Eindrücke von Christian so zu hören. War eine sehr gute Folge (inkl. dem Bericht vom Iran, was ich auch mal gerne machen würde).

Sören Stoneman

Naja, nun, es gab ja auch einfach keine Kirche zu Paulus' Zeiten, insofern musste das Marketing damals anders ansetzen, wenn ich das mal so salopp sagen darf. Die Kindertaufe ist ja zudem seit Tausenden von Jahren im Christentum als Konzept strittig, es ist nicht ganz sicher, ob nicht schon zu Jesus' Zeiten bei neuen Gläubigen nicht einfach die ganze Familie und Dienerschaft mitgetauft wurden, die Apostelgeschichte spricht von der Taufe des "ganzen Hauses". Aber ist ja auch egal, die evangelische Kirche jedenfalls tauft Kinder seit es den Laden gibt.

Stay Forever

Das stimmt. Wenn die Taufe so verstanden wird finde ich deine Infragestellung sehr nachvollziehbar. Wenn ich in der Bibel lese was Jesus (oder Pauls, etc) dazu sagt, stellt es sich aber ohnehin anders da. Dort geht es darum das man sich persönlich entscheidet. Für oder gegen den Glauben. Und bei einer Entscheidung dafür folgt die Taufe, die diese Entscheidung zeigt.... sie symbolisiert das Sterben und Auferstehen mit Jesus. Jesus spricht auch von Wiedergeburt. Die Kirche hat hier später interpretiert dass diese Taufe der persönlichen Entscheidung auch vorausgehen kann. Dadurch konnte man schon Kinder taufen und somit ohne Entscheidung einfach per se zu Gläubigen machen. So ist eine Volkskirche entstanden bei der plötzlich alle Christen waren. Das war bei Jesus und Paulus komplett anders. Sie haben die Leute angesprochen und versucht sie für den Glauben zu überzeugen. Da ging es nicht um Kirchenzugehörigkeit.

Sören Stoneman

"Denn während ihr eher mit Distanz annehmt, dass das alles wohl eine Hilfe im Leben und für die eigene Psyche sein könnte, ist der Inhalt für den Glaubenden eine Frage der Wahrheit (Jesus, Gott, Vergebung, Leben nach dem Tod...)." Ja, klar. Ich sinniere ja auch bloß über die rationalen Folgen, die der Glaube hat: Sicherheit, Trost etc. Ich habe natürlich nicht gemeint, dass Leute rational aus Gründen der Psychohygiene einen Glauben annehmen, das wäre ja hanebüchen. Und was den Teil mit der Taufe angeht, so ist das ganz so schlüssig nicht wie du es darstellst, finde ich - ich kann gut verstehen, dass eine Pastorin uns die Taufe verweigert, weil sie annehmen muss, dass das für uns eine leere Geste ist, weil darauf keine christliche Erziehung folgt. Aber nach dem Glaube der Kirche, ich denk mir das ja nicht aus, ist die Taufe ja 1. die Aufnahme in die Gemeinschaft und 2. ein Schutz, es gibt ja extra Nottaufen, damit ein kranker Mensch nicht ungetauft sterben muss und dann in die Hölle kommt. Im Lichte dieses ganzen Überbaus finde ich es irritierend, wenn man dann sagt, nee, wir nehmen das unschuldige Kind nicht in die Gemeinschaft auf und gewähren ihm den Schutz Gottes nicht, weil die Eltern ausgetreten sind. Und es ging ja um eine richtige Taufe, nicht um "irgendwas mit Wasser und frei nach eigenen Vorstellungen", wie du sagst. Und zudem ist die Frage, ob man Kinder ausgetretener Eltern tauft, innerhalb der evangelischen Kirche umstritten und wird mal so, mal so gehandhabt.

Stay Forever

Spannende Folge und Format. Zu euren offenen Fragen zur Freikirche oder zB konkret der Taufe von Gunnars Kind möchte ich anmerken, dass es eigentlich recht einfache Antworten darauf gibt. Ich denke das grundsätzliche erschließt sich, wenn man nicht von außen darauf schaut, sondern aus der Perspektive der Glaubenden (hier Freikirche). Denn während ihr eher mit Distanz annehmt, dass das alles wohl eine Hilfe im Leben und für die eigene Psyche sein könnte, ist der Inhalt für den Glaubenden eine Frage der Wahrheit (Jesus, Gott, Vergebung, Leben nach dem Tod...). D.h. die erste Priorität der Glaubenden ist nicht ob es sich gut anfühlt oder eine psychische Grundsicherheit gibt, sondern das sie den Aussagen von Gott in der Bibel glauben schenken. Und wenn Jesus dort sagt, Menschen brauchen Hilfe von Gott und seinen stellvertretenden Tod zur Vergebung ... dann ist zB die Taufe keine Frage ob die Eltern die Taufe feierlich schön finden oder dem Baby den Weg in ein religiöses Leben eröffnen wollen. Sonder man fragt, wozu Jesus die Taufe bestimmt hat. Macht man da jetzt irgendwas mit Wasser und frei nach eigenen Vorstellungen, dann ist das halt das was man selber daraus macht, hat aber in der Konsequenz wenig mit dem wahren Auftrag von Jesus zu tun. Ergo: Aus der Sicht eines Atheisten egal, aus der Sicht eines Gläubigen das zentrale verpasst.

Sören Stoneman

Steht auf der Liste, ist aber noch nicht geprüft, glaub ich.

Stay Forever

Das stimmt, es ist schöner, als der sonst übliche Mitdemkopfüberdietastaturrollen-Name. :nick:

Alliser

Schöne Folge über sonstige Themen. Gerade der Bereich mit dem Iran war interessant, denn als Westler übersieht man ja leicht, wie sehr es auch in dieser Region, genau wie in Afrika, Millionen junger Menschen mit Hunger nach Mehr gibt. Dieser Hunger kann "westlich" mit Kultur befriedigt werden, aber halt auch rückwärtsgewandt mit Religionen. Gerade so ein Action-Adventures aus dem persischen Raum würde ich gerne mal spielen, Geschichte hat dieses Land wirklich genug. Religionen sind dagegen wirklich ein schwieriges Thema. Als Atheist und Gegner von gerade monotheistischen Religionen würde ich von Feiern von solchen Anhängern ja weit weg bleiben ;).

Maestro84

Ah, noch was: "Franzosen haben nicht zwangsläufig gute Chancen, sich den englischsprachigen Markt zu erschließen, auch wenn England in Spuckweite ist. Natürlich liegt der arabische Markt trotzdem vor der Haustür, und insofern vielleicht besser zu erschließen, als die USA, wenn das ausschließlich geographisch gemünzt war. Wobei man genauso gut sagen könnte, dass Indien und China auch nicht so viel weiter weg liegen." Das, mit Verlaub, ist falsch. Nachbarländer sind sich immer näher, auch wenn die Kulturen unterschiedlich sind. Es gibt Austausch an den Grenzen, Handel, Besuche etc. Um in deinem Beispiel zu bleiben: Selbstverständlich habe ich als deutsche Firma bessere Chancen, mir den französischen Markt zu erschließen, als, hm, eine Firma aus Neuseeland. Wir haben die räumliche Nähe, können uns mit Leuten treffen, es gibt mehr Menschen, die beide Sprachen sprechen, Grenzgänger und so etc.

Stay Forever

Schön, dass ihr es geschafft habt, neutral zu bleiben. Ich mag euch. :-)

Benjamin

Ist doch ein schöner Name.

Stay Forever

Ich werde meine Lieblings-Bibelstelle auch für mich behalten, aber nur soviel: Wer sich ein bisschen geeignetes Konversationswissen für streng christliche Hochzeiten aneignen möchte, der hat zB die Möglichkeit, eine Online-Volltextsuche für die Bibel zu nutzen (wichtig: alle Übersetzungen...) und dort nach "Weib" zu suchen ;)

philipp

Plus: Wenn das hier die Folge 0 war <a href="https://www.patreon.com/posts/format-ohne-13467181">https://www.patreon.com/posts/format-ohne-13467181</a> und das hier die Folge 2 <a href="https://www.patreon.com/posts/format-ohne-2-19758944">https://www.patreon.com/posts/format-ohne-2-19758944</a> und das hier :nach.oben.zeig: die Folge 3... ...wo ist eigentlich die Folge 1? <a href="https://www.youtube.com/watch?v=b9r-DJ3p-PM" rel="nofollow noopener" target="_blank">https://www.youtube.com/watch?v=b9r-DJ3p-PM</a>

Alliser

Die (Patreon-maßig gewohnt nicht in der mp3 eingebundene bzw. getagte, hier aber dargestellte) Bilddatei (zum Podcast) trägt die Bezeichnung: for_garnering_1st_Honors_in_Academic_Excellence_for_the_school_year_2016-2017._Presented_on_the_28th_of_September_year_two_thousand_and_seventeen._1.png JICYDNK.

Alliser

Danke für den tollen Post, David. Ich kann Gunnars Standpunkt auch sehr gut nachvollziehen, obwohl ich mich für dein Beispiel entschieden habe bei meinen eigenen Kindern: Sie dürfen selbst entscheiden, ob sie getauft werden möchten und somit einer Kirche beitreten. Overall ein tolles Format und mir gefällt die recht pragmatische Betrachtung von Christian und Gunnar sehr gut, da sie für mich leichter nachvollziehbar ist, als es eine eher subjektive Darstellung wäre. Bitte mehr davon, vor allen Dingen, wenn die Diskussion hier im Nachgang ähnlich divers und konstruktiv argumentiert wird. Eine volle Bereicherung aus meiner Sicht! 👍🏻

Rocco Meyer

Kurzer Einwurf zur Taufe: Ich finde die Idee von Gunnar prinzipiell spannend und gut (und ärgere mich, als jemand der selbst in einer evangelischen Gemeinde aktiv ist, sehr über die offenbar verknöcherte Pastorin, an die er da geraten ist), aber ich würde gar nicht mal sagen, dass dazu eine Taufe notwendig ist. Die Taufe selbst bewirkt ja erst einmal gar nichts. Man kann in der Grundschule in den Religionsunterricht gehen, ohne getauft zu sein. Ich selbst wurde erst mit 10 Jahren getauft, aber was für mich der Eintritt in eine "positive Form" von Religion war, war der Kindergottesdienst. Sprich, ich bin, obwohl ungetauft, als Kind jeden Sonntag in den Kindergottesdienst gegangen, hab da auch meine Portion an Kulturwissen mitbekommen (schadet ja nichts, die ganzen Nasen aus der Bibel zu kennen), aber vor allem gebastelt, gespielt, gesunden, etc. Und wie gesagt: Offenbar das Glück gehabt, eine Form von Kirche und Glauben zu erleben, die weder dogmatisch war noch aufdringlich oder missionarisch. Ich glaube, leider, davon hängt sehr viel ab, und "Christentum" ist, wie ihr ja selbst auch in dem kurzen Abriss dargestellt habt, extrem, extrem verschieden in seinen Ausprägungen, und hat so ziemlich alles, von Fanatikern über Konservative über Reformer... Mir gefällt alles am Christentum, was positiv-selbstbestätigend ist, gegen eine einschüchternde, dogmatische Form hätte ich bestimmt schnell rebelliert und wäre heute vermutlich erbitterter Kirchengegner. Wie auch immer: Ich glaube, es hilft, wenn man Kindern einen unverkrampften Umgang mit Kirche nahelegt, aber dann eben auch akzeptiert, wenn sie keinen Bock drauf haben. Übrigens, da wir uns hier im Podcast-Universum befinden: Ich kann in Bezug auf Christentum den Podcast "Gretchenfrage" empfehlen, das sind zwei Katholiken, die aber einen sehr, sehr positive bejahenden, durchaus auch religionskritischen und unverkrampften Blick auf ihren Glauben haben.

David

Immer wieder eine Freude zu hören, wie ihr zu vielen Themen interessante und differenzierte Meinungen habt - auch zu solchen, bei denen es sehr leicht wäre, im Absoluten zu denken (was ja sehr viele Menschen leider tun).

Dominik Kohn

André hatte damals ja vermutet, dass Christian die entsprechende Bibelstelle nur im hebräischen Original gut finde - man würde sie also eh nicht verstehen. :D

Arne Voigtmann

Gefällt mir, dieses Format. Für mich interessante Themen und Meinungen dabei. Bringt mich beim eigene Meinung bilden/hinterfragen durchaus weiter (jetzt auch nicht alles, aber manches).

Wie immer eine Freude zu hören, aber eine Folge über Religion, ohne dass Christian auflöst, was seine - vor langer Zeit in einer 10-Jahre-klüger-Folge angeteaserte - Lieblingsbibelstelle ist?!

Anym

Schöne Folge, tolle Atmosphäre. Ich mag das Format auch und gerade in dieser langen Form.

Thomas Enderling

Wurde bei 26:40-26:50 gekürzt, weil die Details zu persöhnlich waren, oder hat hier Christian nur mit sehr vielen ähms gearbeitet?

ntg

Aus eigener Erfahrung sowie der von Kollegen kann ich berichten, dass eine USA-Reise durchaus kein Problem ist (zumindest mit europäischem Pass - mag sein, dass andere Nationalitäten da vermehrt Probleme haben). Das Touristenvisum kriegt man problemlos, danach kann man sich dann auch 10 Jahre lang ESTA sparen.

Dephira

Die Debatte hatten wir schon in den 90ern, als ich in der Flüchtlingsberatung gearbeitet habe. Ich finde aber durchaus nicht, dass Dritte Welt ein schlechterer Begriff ist als die Alternativen (Trikont etc.), vor allem, wenn man die Geschichte bedenkt, mit der Anlehnung an "tiers état" - das war ja nie im Sinne einer Rangfolge gemeint. Mir scheint die Diskussion um den korrekten Begriff hier weder eindeutig entschieden noch übermäßig sinnvoll zu sein. Ehrlicherweise finde ich "Entwicklungsland" hier problematischer, weil das ja sehr viel deutlicher eine Perspektive auf das Endziel "Westliche Industrienation" nahelegt. Dritte Welt funktioniert als Abgrenzungs- und Kampfbegriff eigentlich besser. Aber mei, du hast schon recht, dass das ein überholter Begriff ist, der aus welchem Grund auch immer, aus der Diskussion ausfadet, also kann man den auch lassen.

Stay Forever

Ah, sehr schön. Das werde ich mir nachher mit Freude anhören. Was in Sachen Name fehlt, macht hier viel Format wieder wett.

Martin L00ter

Habt ihr in eurem "kurzen Überlegen" meinen Vorschlag aus Amnesia #7 (Lords of Doom, von Attic) mal gestreift?

Claus-Michael

Dass der Begriff auch das Problem hat, ein zu grobes Raster zu sein, stimmt natürlich. Dass er ursprünglich mal (zum Teil) eine Selbstbezeichnung war, stimmt ebenfalls, ändert aber nichts, finde ich, dass er trotzdem eine abwertende Konnotation hat. Wir sind ja generell mit Sprache heute sensibler als vor 50 Jahren, auch, weil viele Menschen gemerkt haben, wie sehr Sprache auch Vorurteile verfestigen kann. Ich räume allerdings auch ein, dass es nach wie vor keinen idealen Begriff gibt, denn selbstverständlich hat auch "Entwicklungsländer" seine Schwächen (wer sagt, dass die sich entwickeln sollen und wohin eigentlich?), genauso wie Begriffe wie "Süd-Süd-Kooperation" und ähnliches. Mich persönlich stört aber an der Verwendung von Dritter Welt vor allem die abwertende Komponente, die mit drin steckt und anklingt. Ich habe ein paar Jahre im Umfeld von Entwicklungszusammenarbeit gearbeitet, und da war das eigentlich auch Konsens. Und wie gesagt, in einer Zeit, in der wir eigentlich gemeinsam globale Probleme lösen müssen, halte ich es auch für nicht unbedingt klug, zu suggerieren, dass hier "verschiedene Welten" existieren. Ich bin da aber, zugegeben, auch nicht immer konsequent, und rede, glaube ich, auch mal von "First-World-Problems".

David

"Arabischer Markt": Ist eine sehr vage Vereinfachung der "MENA"-Region, wie wir das in der Spielebranche nennen. Die umfasst das arabische Nordafrika, den arabischen Nahen Osten und eben den Iran. Schon klar, dass der Iran nicht Arabien ist. "Dritte Welt": Ja und nein. Man benutzt den nicht mehr so in manchen Kreisen, aber nicht weil er abwertend wäre, sondern weil er zu unterschiedliche Länder ziemlich grob zusammenfasst. Ist ja ursprünglich eine Selbstbezeichnung der Blockfreien und... ah, ich glaube, wir nehmen das mal als Thema in das nächste FON mit auf.

Stay Forever

Ausserdem gehört Farsi zu den indogermanischen Sprachen, das heißt, es ist näher am Deutschen, als am arabischen. ("Dochtar" heißt zum Beispiel Tochter, "Nam" bedeutet Name) Gerade meine Generation 1978-1979 (Vielleicht auch nur in Österreich?) hat eigentlich häufig Kontakt mit Iranern gehabt, die auswandern mussten, als der Shah vom Thron gestürzt wurde. Viele Kinder dieser Leute leben in Wien, lustigerweise sprechen die Kinder dieser Einwanderer kaum Farsi, haben aber iranische Namen und meiner Erfahrung nach auch kaum Interesse an der Kultur ihrer Eltern...

Stefan Wacht

Es gibt auch die Möglichkeit eines Zweitpasses. Ich wollte nämlich in den Libanon, geht aber nicht so leicht, weil ich ein israelisches Siegel am Pass habe. Dafür müsste man im Libanon ins Gefängnis.

Stefan Wacht

Fahre ich nie wieder hin. Oder verliere meinen Pass vorher.

Stay Forever

Hab gerade erst angefangen, aber kleiner Hinweis an dieser Stelle, und zwar nur, weil ich weiß, dass ihr durchaus aufgeschlossene Menschen mit einer politischen Haltung seid, die nicht bewusst politisch inkorrekte Worte durch die Gegend schleudern: Die "Zweite und Dritte Welt", die Christian erwähnt, ist ein stark veralteter Begriff, der den Nachteil hat, zu suggerieren, dass wir buchstäblich in verschiedenen Welten leben (wir leben aber alle auf einer Welt), und dass es da auch noch eine Art Rangfolge gibt, was jetzt die "bessere" oder die "wichtigere Welt" ist ("Erster!"). Der sinnvollere Ausdruck in diesem Zusammenhang wären Entwicklungs- und Schwellenländer. Genauso weiß ich nicht ganz genau, wie der zweimalige Verweis auf "den arabischen Markt" gemeint war, insofern sei da auch nochmal der kurze Hinweis erlaubt, dass Iran und die arabische Welt sowohl kulturell als auch sprachlich durchaus starke Unterschiede haben und die Perser keine Araber sind. (Gunnar erwähnt ja auch an einer Stelle die Schilder auf Farsi). Franzosen haben nicht zwangsläufig gute Chancen, sich den englischsprachigen Markt zu erschließen, auch wenn England in Spuckweite ist. Natürlich liegt der arabische Markt trotzdem vor der Haustür, und insofern vielleicht besser zu erschließen, als die USA, wenn das ausschließlich geographisch gemünzt war. Wobei man genauso gut sagen könnte, dass Indien und China auch nicht so viel weiter weg liegen.

David

Spannend wird die nächste Reise in die USA, nachdem Gunnar im Iran war... 🤔

Stefan Wacht

Ist schon ein paar Wochen alt, die Folge.

Stay Forever

Ich hoffe, ihr habt das nicht direkt vor dem Hochladen aufgenommen - sonst mache ich mir über eure Arbeitszeiten Sorgen ^^

Niklas Kühl

GUTEN MORGEN!

Stay Forever

Ihr habt mich geweckt :-P

Niklas Kühl


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