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Zehn Jahre Klüger: März 2009

Liebe Freunde,

im März 2009 dominiert eine tragische Nachricht die Medien: Im schwäbischen Winnenden kommt es zu einem Amoklauf an einer Realschule. In der Folge stehen auch Computerspiele wieder in der Kritik. Diese und zwei andere Nachrichten kommentieren Andre und Christian mit zehn Jahren Abstand in der aktuellen Folge von Zehn Jahre Klüger. 


„Amoklauf in Winnenden“

Am 11. März betritt der 17-jährige Tim Kretschmer seine ehemalige Schule in Winnenden und schießt auf Lehrer und Schüler. So beginnt ein Amoklauf, an dessen Ende 15 Menschen sowie der Täter tot sind. Es ist der dritte tragische Schul-Amoklauf der 2000er-Jahre, und wieder wird danach nach Ursachen gesucht – auch bei Computerspielen. Wie wurde die Debatte geführt, was für Konsequenzen hatte die Tat? 


„GDC 2009: OnLive stellt Spiele-Streaming vor“

Was das Start-up OnLive da auf der Spielemesse GDC enthüllt, erscheint einigen Kommentatoren unglaublich, dass sie rundheraus bezweifeln, dass so etwas überhaupt technisch umsetzbar ist: Spiele nicht mehr auf dem eigenen Rechner laufen zu lassen, sondern irgendwo weit weg auf einem Server, den man über das Internet steuert. Das Bild kommt als Videostream übers Breitband-Kabel. Hat OnLive die Kritiker Lügen gestraft? 


„GIGA Television stellt den Sendebetrieb ein“

1998 ging ein frecher neuer TV-Sender an den Start, der sich an Jugendliche richtete und von Anfang an viel über Spiele berichtete: GIGA. Ein wechselvolles Jahrzehnt später ist dessen Geschichte schon wieder zu Ende, am 31. März 2009 wird der Bildschirm dunkel. Wir erinnern uns an GIGA und beurteilen die Bedeutung und Nachwirkung des Senders. 


… und im Spiel des Monats wird es gruselig und polarisierend – Christian kann mit dem Titel gar nichts anfangen, Andre fand ihn ziemlich gelungen. Ein großer Name ist es aber allemal.

Viel Spaß beim Hören!

Christian & Andre

Zehn Jahre Klüger: März 2009

Comments

"warum haben genau Computerspieler Bedarf den Horizont zu erweitern und toleranter zu sein?" (3 Jahre zu spät, aber egal:) Ich glaube, es ging Chris darum, dass Computerspieler am eigenen Leib erfahren haben, wie es ist, wenn über das eigene Hobby unwissend geurteilt wird - dieses "Ich habe noch nie ein Computerspiel gespielt, ich habe keine Ahnung davon, aber das macht bestimmt gewalttätig!". Daraus stellte sich für ihn die Frage, ob Computerspieler darum jetzt ihrerseits selbst sagen "Das Hobby dieser anderen Person scheint mir problematisch oder albern, aber ich weiß auch nicht viel darüber - ich sollte nicht so vorschnell urteilen, wie es damals meinen Computerspielen gegenüber getan wurde!". Jeder sollte natürlich den Horizont erweitern und toleranter sein, nur haben die von dir erwähnten anderen "Hobbygruppen" diese Art der heftigsten Vorveruteilung nicht (oder sehr lange nicht mehr) erlebt.

Herr Frodo Brömmelkamp

O mein Gott, was habe ich als Teenager Giga Games geliebt! Ich mochte die Jungs dort so. Wegen denen habe ich jahrelang unter Schlafmangel gelitten, weil ich immer zu spät ins Bett ging.

Ruth Hauser

Ist es nicht ironisch, dass genau Christian, dessen Spielesammlung so gross ist, dass sie teilweise bei den Eltern eingelagert ist, sich so gleichgültig ggü. physischem Besitz äussert? Und zur Computerspiel/Amoklauf Debatte: warum haben genau Computerspieler Bedarf den Horizont zu erweitern und toleranter zu sein? Was ist mit Leuten die lesen oder fernsehen?

Samuel Schwager

Mein Problem mit dem Streaming der Spiele ist gar nicht die Virtualisierung der Spiele sondern die der Hardware. Das Basteln, Aufrüsten und Erfreuen am Ergebnis ist ein Teil der Gesamterfahrung für mich. Deswegen interessieren mich auch Konsolen nicht die Bohne und ich spiele zwar am C64 aber nie mit dem Emulator. Fällt dieser Aspekt weg oder wird stark reduziert, kann es gut sein, dass ich aus der ganzen Nummer aussteige.

EgonOlsen


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