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Neuzugänge #3


Liebe Freunde,  

Christian hat wieder in den großen Stapel gegriffen und fünf Neuzugänge für seine Sammlung herausgezogen: Es sind Red Crystal, Chessmaster 2100, Wilderness, Auf dem Weg nach Europa und, huh, das Financial Cookbook.

Wir sprechen die Titel durch und beleuchten die Storys dahinter.

Schöne Grüße

Gunnar

P.S. Hier ist die erwähnte Doku über die Modelleisenbahnen: Klick 

Und hier sind die Cover der fünf Spiele nochmal hochauflösend:


Neuzugänge #3

Comments

Auf dem Weg nach Europa und Außenpolitik zum Anfassen hatten wir auch. Die Spiele müssen bei irgendeiner Spielesammlung dabei gewesen sein, absichtlich gekauft haben wir die nicht. Die waren auch eine der ersten Spiele, die wir überhaupt für den PC hatten. Ich wollte die immer mit meiner älteren Brüder spielen, aber die fanden das (verständlich) zu doof. Ich habe ewig nicht mehr daran gedacht.

Ruth Hauser

Ich habe jetzt die Folge auch endlich gehört. "Neuzgänge" sind als Format seltsame Biester, weil man (= ich) spontan gar nicht so getriggert wird: Man weiß ja nicht, was man bekommt. Fünf Mal eine sehr kurze Einführung zu bekommen zu Spielen, die möglicherweise auch noch schlecht sind, da ist die Motivationskurve erstmal sehr gering. Tatsächlich war es dann eine höchst unterhaltsame Folge, das liegt natürlich auch an euch, eurem Enthusiasmus, eurem Gespür für kleine Geschichten, und eurer Fähigkeit, auch mal konstruktiv abdriften zu können (ich bin froh, nicht in einem Beruf zu arbeiten, wo ich jemals als Angestellter einen erbosten Gunnar am Telefon haben muss). Könnte also auch sein, dass ich in Zukunft die "Neuzugänge" nicht direkt höre - dafür aber dann verspätet mit umso mehr Vergnügen. Davon abgesehen: Nachdem ich euch zugehört habe, wollte ich unbedingt, unbedingt dass ihr "Wilderness" als Stay Forever Spielt angeht. Das klingt so, als wären da potenziell ganz wunderbare Geschichten drin versteckt. Allein diese fünf Minuten, und wie allein sich Gunnar gefühlt hat und wie fasziniert Christian vom Handbuch war, haben mich nach mehr! lechzen lassen. Vielleicht für irgendso eine Art Sonder-Zwischen-Folge? Ihr könnt dann auch aufhören, bevor es zu grindig wird...

David

Ich erinnere mich daran, dass solche Werbespiele häufig in sehr schlichten "Packungen" steckten, teilweise gerade mal in schmalen Papp-Hüllen. So konnte man sie vermutlich an Ständen und sonstigen Gelegenheiten auch gut verteilen.

David

Tolle Folge. Da sind wirklich schräge Spiele dabei.

Mark TG

Wieder mal eine sehr interessante Episode mit ebenso interessanten beziehungsweise skurrilen Spielen. Das letzte vorgestellte Spiel "Auf dem Weg nach Europa" kenne ich sogar und habe es damals auch relativ lange gespielt. Allerdings hatte ich es völlig vergessen und verdrängt - wohl aus Selbstschutz. Um die Erinnerung aufzufrischen, habe ich noch mal in ein Let's Play reingeschaut, und tatsächlich kamen die Erinnerungen zurück - insbesondere an das grausam aussehende Mit-dem-Boot-Geld-sammeln-Spiel. Mit ein, zwei Kumpels im Wettbewerb machte es damals sogar eine Weile Spaß. Und ohne das Spiel hätte ich vermutlich nie etwas vom ECU gehört. Der damit verbundene Bildungsauftrag wurde also offenbar erfüllt. Eine Frage habe ich noch dazu, da es im Podcast nicht thematisiert wurde: Das Spiel war ja als Werbespiel frei kopierbar, trotzdem scheint es ja auch in einer Packung oder zumindest einem Pappschuber vertrieben worden zu sein. Ich nehme mal an, dass das auch die Version ist, die Christian jetzt in seine Sammlung aufgenommen hat. Gab es die damals tatsächlich im Handel zu kaufen oder gelangte die kostenlos samt Packung in Umlauf, wie es zum Beispiel auch bei den Broschüren der Bundeszentrale für politische Bildung der Fall ist? Werbespiele wären auf jeden Fall mal ein interessantes Thema für eine reguläre Folge (nachdem ihr es in der "Kuriose Spiele"-Episode damals aus zeitlichen Gründen ausklammern musstet). Ich erinnere mich insbesondere noch an das Adventure "Das Erbe" vom Umweltbundesamt, das ich sogar relativ gerne gespielt habe und bei dem man ein geerbtes Haus umweltfreundlich sanieren musste. Auch "Tony & Friends in Kellogg's Land" ist mir in sehr guter Erinnerung. Das war ein Jump'n'Run mit den ganzen Tieren aus der Kellogg's-Werbung und konnte es qualitativ mit kommerziellen Spielen durchaus aufnehmen. Ganz im Gegensatz zum Werbespiel "Die Punica-Oase" aus der gleichen Zeit, das auf dem PC Grafik auf C64-Niveau bot und nach etwa fünfzehn Minuten wieder von meiner Festplatte verschwand.

Arne Voigtmann

Die Game-Boy-Version begrüßte einen ebenfalls mit "Welcome ... to Chessmaster!" Oder vielmehr "Weffmmm ... to Schssmsste!" Ich fand das damals trotzdem verdammt beeindruckend.

Paul Kautz

Extremes "Ja, bitte" zu einer Folge über Werbespiele: Bin sicher da gibt's extrem viel Nostalgie abzugrasen. Mein Favorit: "Rette den Wald", ein Point&click-adventure (mit wirklich nett gemachter input-Methode - der Protagonist "ist" der Mauscursor, Klick "tut" etwas), das es garantiert nirgendwo mehr gibt, das wir als 13-Jährige im Computerlabor rauf-und-runtergespielt haben.

Andreas Fuchs

Ah, danke!

Stay Forever

Beim Test des Chessmaster 2100 in der Zeitschrift Computerschach&Spiele 1/1990 wurde vermutet, daß die Engine (PC-Version) nach wie vor von Kittinger stammt und auch ziemlich identisch zum CM2000 ist, da die meisten Stellungsanalysen gleiche Werte brachten. Beim Spiel gegen aktuelle Schachcomputer zeigte sich dann der Chessmaster "hoffnungslos überfordert" :-) Werbeaussagen wie eine Elo von 2000, sind auch völlig ohne Wert, für die Spielstärke einer Engine ist die Prozessorgeschwindigkeit extrem wichtig, die wird bloß nie angegeben und außerdem gibt es verschiedene Wertungssysteme, die amerikanische Elo ist deutlich höher als z.B. die Europäische. In meiner eigenen Wertungsliste hat Sargon III (Spielstärke ähnlich des CM2000) auf dem Atari ST eine Elo von 1750, auf dem Amiga mit 68030/50 Beschleunigerkarte = 2000.

Ralf Andersen

Die PC-Version spielte beim Starten eines neuen Spiels "Take Five" auf dem PC-Lautsprecher oder (je nach Einstellung) begrüßte den Spieler mit quäkiger Stimme: "I'm the Chessmaster. Wanna play?" Die meisten Menüfunktionen habe ich als Kind nicht verstanden und musste viel rumprobieren.

Das Europa Spiel hatte ich damals in Bonn auf einem Europafest in der Rheinaue Geschenkt bekommen. Gab es das nicht in so einer DIN A4 Kladde aus Pappe?

Matthias

Für 28,50 Euro Bearbeitungsgebühr kann man seit ein paar Jahren die Verzollung durch die Deutsche Post durchführen lassen. Das ging zwar schon immer, war ursprünglich aber noch kostenfrei. Dann muss man nicht extra zum Zollamt fahren. Es reicht aus, Zahlungs- und Auktionsbeleg sowie das ausgefüllte Formular einer Importanweisung per Email an die im Benachrichtigungsschreiben vom Zoll genannten Emailadresse vom Zoll zu schicken. Neuerdings kommen im Falle einer Nachverzollung zusätzlich 6 Euro Auslagepauschale dazu, also falls Umsatzsteuer nachgezahlt werden muss. Ein Wahnsinn. Aber immerhin muss man dann nicht extra zum Zoll gurken. :-)

Benjamin

Abgefahrene Liste! Fast so abgefahren wie Christians Angewohnheit, das Jet Propulsion Lab mit "Strahlantriebslabor" zu übersetzen. Benutzt du auch Produkte von Apfel oder Winzigweich? :)

Paul Kautz

Oh Christian, da hast du jetzt aber was angestellt. Ich hatte nur noch das "Europa Spiel" im Kopf, aber den genauen Titel lange vergessen. Wenn es auch aus heutiger Sicht ziemlich krude ist, so handelt es sich doch um mein erstes PC Spiel, das ich 1993 (oder doch erst 1994?) auf einem ausrangierten 286er gespielt habe. Den Computer inkl. einem höllisch lauten 8-Nadel-Drucker hatte ich damals von meinem Bruder geschenkt bekommen. Mangels Erfahrung habe ich "Auf dem Weg nach Europa" sogar ziemlich intensiv gespielt. Ungefähr zur gleichen Zeit war ich schon neidisch auf den 486er meiner Nachbarin, auf dem wir dann schon Castle of Dr. Brain und Wolf 3D spielen konnten. Mensch was ist das lange her... Zu Chessmaster fällt mir ein, dass ich damals eine Version auf dem Gameboy gespielt habe. Wenn ich mich nicht irre, dann wurde man zum Spielbeginn mit einer Sprachausgabe "Welcome to Chessmaster" begrüßt.

SirHenry

Das Intro von Red Crystal ist unsagbar hässlich 🥺

xorben1981

Die 80er und 90er waren die großen Zeiten des Schachs. Zum Beispiel Schachcomputer waren groß in Mode. Ich persönlich habe allerdings am liebsten Battle Chess oder Archon gespielt.

Matthias M.

Guter Hinweis - machen wir glatt! Die hochauflösenden Bilder sind jetzt im Post.

Stay Forever

Es wäre super, wenn Ihr ein etwas größeres (höher aufgelöstes) Bild der Cover anhängen würdet. Oft sind es ja die Details, die spannend sind. LG!

Alexander Jahn

Schachprogramme sind heute auf höchster Spielstufe unschlagbar und das ist das interessante daran: Während andere Spiele vor allem auf Grafik setzen, setzen die Schachprogramme auf die Schachengine, also die KI. Mein erstes Schachprogramm war 'Fritz'. Ich habe hier sogar noch einige Ausgaben der "Computerschach" von Ende der 80er/Anfang der 90er...

Victor-Philipp Busch


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