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Format ohne Namen: Folge 4

Nun,

der Chris wird krank, der Gunnar will sich besser organisieren und beide kaufen Handys, mit leicht überraschenden Resultaten.

Es ist die vierte Folge unseres "freien" Formats FON, in dem wir über alles reden, aber nicht über Retro-Spiele.

Viel Spaß beim Zuhören,

Gunnar 

Format ohne Namen: Folge 4

Comments

+ 100 Herzen für den Kommentar zur Piercing-Diskussion, wenn ich so viele anklicken dürfte. Ich war ehrlich gesagt auch ziemlich baff.

willonious

Mit reichlichster Verspätung habe ich heute endlich die Folge hören können und muss hier noch einen Kommentar hinterherwerfen. Zum Einen war ich vollkommen verwundert, dass Christian zwar die Atlassian-Suite benutzt, andererseits Outlook zur Organisation seiner Termine und Tasks nutzt. Abseits der JIRA-Tickets ist doch der Confluence-Kalender in Verbindung mit den Tasklisten ein super Werkzeug, um vollständig integriert zu arbeiten - einschließlich Push-Benachrichtigungen? Womit wir bei einem Punkt wären, an dem ich Christian heftig widersprechen muss: Push ist keineswegs per se besser als Pull. Push ist super als Erinnerung an Termine, aber für alles andere äußerst genau zu prüfen. Wer je in einer Organisation gearbeitet hat, in der Informationen ungefiltert per Schrotflinte auf die Mitarbeiter geschossen werden, der kennt die Hölle von innen. Als ob die Konzentration durch die verschiedenen Nachrichteneingänge am Handy nicht schon genug beeinträchtigt würde, greift nun auch noch die Smartwatch nach den letzten Situationen, in denen man das Handy mal in der Tasche stecken lässt und verkürzt die Konzentrationsspanne weiter. Dann lieber ein gelebtes(!) Commitment der Kategorie "Jeder guckt einmal vor- und nachmittags auf den Blog". Nichtsdestotrotz ein echter Hörgenuss, diese Folge. Wieder einmal. FoN würde ich gerne noch viel häufiger hören.

Dominik Röser

Habe grad meine Frau informiert, dass ich am 12.03. im Bremer Presseclub sein werde, um Herrn Schmidt zu lauschen, mit der Bitte um Erinnerung!

Torben Marx

Super coole Folge! Der Business-Talk, so nenne ich das jetzt mal, hat mir echt gefallen. Vielen Dank und bitte weiter so!! (ich hab jetzt auch mal n Bullet Journal angefangen ;)

Björn Eckert

Das Format ohne namen ist ein wirklich gutes Format geworden. Bitte mehr davon. Die Themen dieser Ausgabe waren auch extrem interessant. Mir geht es auch so, dass ich mir gemeinsame Termine nur ganz schlecht merken kann. Habe mir angewöhnt, die sofort bei Erwähnung in meinen (digitalen) Kalender einzutragen. Das Magische Dreieck kann man sicherlich auch als Angestellter nutzen, da gelten dieselben Regeln. Also, weiter so, tolle Folge!

Christian Hemker

Ein sehr schöne Folge mit interessanten Ansätzen. Mir geht es bei dem Krankenbesuch so, dass die Reaktion der Ärztin sicher zu harsch war, aber in Zeiten, in denen jede Nase meint, wegen Kopfschmerzen von Jayden-Jeremey die Notaufnahme mit der Großfamilie zu stürmen, kann ich den Frust verstehen.

Maestro84

Es ist eben Christians persönliche Meinung. Die Spielebranche ist nunmal nicht mehr die von vor 20-30 Jahren, sondern ein normales Geschäft. Interessant fand ich Gunnars Beispiel mit einem Mitarbeiter mit AfD-Shirt. Einen mit einem Shirt der CDU oder Grünen wäre ihm sicher akzeptabel, da wäre schon arbeitsrechtlich die Ungleichbehandlung eine Frage, denn, egal was man von der AfD hält, diese ist eine demokratisch legitimierte Partei. Und nur weil ich z.B. die Grünen nicht mag, kann ich mein politisches Weltbild nicht den Mitarbeitern aufzwingen, sofern dies die Arbeit nicht behindert. Der Arbeitsrechtler freut sich darüber.

Maestro84

Erstmal ein Hinweis für diejenigen dies noch nicht kennen : die Patreon App fürs Handy ist überraschend gut gestaltet und praktisch, die kannte ich bis vor kurzem noch gar nicht. Zu dieser Folge: Ich fand die Sendung prima und habe sie echt gern gehört. Das ihr zwei recht verschiedene Charaktere seid und mir trotzdem sympathisch rüberkommt, macht mir in den "normalen" Folgen schon Spaß, und dass ist hier nicht anders. Ich muss nicht jeden eurer Gedankengänge gut finden, es wäre ja gruselig wenns nur meine Sicht auf die Welt gäbe, und ich finde es immer schön solche zu hören die mir fremd sind. Vor allem wenn dieser in einem Satz mehr erläutert oder gar darüber reflektiert wird (Bsp Piercing). Und wenn nicht jeder Halbsatz im voraus auf politische Korrektheit abgeklopft wird, sondern auch zugespitzt rauskommt (Bsp Krankmeldung). Dazu Geschichten aus dem Leben (Bsp Arztbesuch oder Handys), das Erwähnen von Selbstverständlichkeiten (afd) - passt, ich wurde toll unterhalten und die Sendung war mir wieder zu kurz... Und da ich eher selten kommentiere, lobe ich an dieser Stelle noch die Soundqualität eurer Aufnahmen und sage euch mal, dass ihr echte Radiostimmen habt, ich höre euch beiden einfach gern zu. Grüße und weiter so.

Robert Koch

Uff, grundsätzlich eine tolle Folge, aber durch die eine oder andere Aussage (Piercing und Krankmeldung) gingen euch bei mir leider ordentlich Sympathiepunkte flöten. Gunnars Einstellung als Arbeitgeber kann ich noch einigermaßen nachvollziehen, aber Christians Intoleranz bzgl. der Piercing-tragenden Kollegin grenzt für mich schon an Hochmut. Das wirkt gerade im Rahmen der Gamesbranche, die sich mit Stigmata und Vorurteilen schließlich bestens auskennt, schon unfreiwillig komisch. Wie Christian wohl reagiert hätte, wenn man ihn bei IDG damals wegen seiner langen Haare getadelt hätte – weil irgendein vorgesetzter der Meinung gewesen wäre, sowas sei nichts für Männer. Allerdings scheint sich Christian Gunnars Feedback ja schon durch den Kopf gehen lassen zu haben, wie ich der aktuellen Folge von "10 Jahre klüger" entnehme.

Rucola-Joe

Wirklich sehr interessante Themen und toll, dass ihr so locker darüber sprechen könnt. Für mich habe ich bei dem ersten Thema festgestellt, dass ich mich ganz klar bei Hern Lott wiederfinde. Was für ein Spaß. Vielen Dank.

André Raulfs

Das Format ist wirklich toll. Die Themen die hier so locker erzählt werden, führt bei dem einen oder anderen aufgrund der Konflikte mglw zur Schnappatmung (u.a. Tattoos, der Umgang mit Geld, die Rolle der Frau als Familienmanagerin, Unternehmertum,...), aber ich finde das ein ganz tolles Format, gerade wegen der interessanten Ansichten und Thesen. Ihr könnt dies daher gerne viel regelmässiger machen :-)

Victor-Philipp Busch

Das wichtigste im Leben ist die Anerkennung durch andere. Egal ob durch ein gutes Gehalt, ein Lob vom Chef, den Kuss der Freundin oder den lachenden Augen des eigenen Kindes. Und genau das gleiche sollte man auch anderen entgegenbringen. Ich war am Heiligabend in der Notaufnahme (wie jedes Jahr...) , weil mich 116117 mit einem Familienmitglied dahinschickte. Die Ärzte sind dort immer nett und freundlich, auch als eine Oberärztin und eine weitere Ärztin ihren Heiligabend für einen Noteingriff abbrechen mussten. Das finde ich schon sehr bemerkenswert. Was ich bei dem Fall von Christian erstaunlich finde, ist diese Logik des "Schmerzmittels nehmen". Das sollte man doch gerade nicht so ohne weiteres tun, sondern lieber die Ursache klären: Ich selbst nehme Valeron N als Schmerzmittel und das sollte doch nicht einfach so geschluckt werden; ich bin doch ein intelligenter Mensch und stelle doch selber fest, wann es vielleicht besser ist, ins Krhs zu fahren udn einen Experten zu rate zu ziehen. Seltsame Ärztin, die einem die eigene Narkotisierung empfiehlt...

Victor-Philipp Busch

Endlich ein deutschsprachiges Hello Internet bzw. Cortex. Bitte weitermachen!

Der Anfang ist schon einmal sehr sympathisch. Ich sollte mir auch angewöhnen meine Dienstleister nur noch danach auszusuchen, ob ich Termine auch online machen kann. Zitat von der Page meines Friseurs bzgl. Termine: "Wir freuen uns auf Ihren Anruf – das ist schneller, für alle sicherer und sehr viel persönlicher!". 5 Minuten Terminkalender übers Telefon abgleichen fand ich schon immer nervig. Freue mich auf meine nächste Autofahrt, dann kann ich den Rest hören. Das ist dann auch gut genutzte Wartezeit.

Feroc

Der Aspekt würde mich näher interessieren. Wir sind natürlich in erster Linie auch privilegiert, weil der Ruhm der GameStar-Zeit unsere weiteren Karrieren deutlich befördert hat, vor allem die von mir. "Macher-Mentalität" ist das eine, Opportunitäten sind das andere. Ich bin vor Zeiten mal wie die Jungfrau zum Kinde zu einer Beteiligung an einem Start-up gekommen. Das ist erfolgreich, jetzt krieg ich ständig Gelegenheit zum Investment angeboten, die ich, uh, mangels Spielgeld, nicht wahrnehmen kann. Aber wenn ich ein bisschen mehr freies Geld hätte, könnte ich bei diesem Spiel mitspielen und irgendwann ginge ein Start-up durch die Decke und dann würden mir alle auf die Schulter klopfen und mich für meinen Weitblick loben. Dabei ist das nur eine Frage von Gelegenheiten, weniger Cleverness oder Toughness oder sonstwas – durch Geld und Connections entstehen Chancen, ohne beides braucht es viel mehr Glück. (Gunnar)

Stay Forever

Ich fand die Folge gleichzeitig motivierend und irritierend. Ihr zwei seid offensichtlich "high performer", die es geschafft haben in einer familiären Umgebung zu leben, die Euch viele Möglichkeiten lässt. Das finde ich sehr bewunderns- und nachahmenswert. In der Folge liegt ein Schwung amerikanischer Macher-Mentalität, ohne die wahrscheinlich so ein Podcast (neben beruflicher und familiärer Verpflichtungen) gar nie entstanden wäre. Das motiviert mich, selbst auch wieder etwas mehr Gas zu geben. Aber es ist für mich auch merkwürdig entfremdend, gleichzeitig. Das kann ich gar nicht näher beschreiben und ist sicher nicht verallgemeinerbar.

Alexander Jahn

Das war möglicherweise ein bisschen ungenau gesagt. Ich finde nicht, dass man nichts zu Übergewicht gesagt kriegt – man kriegt nur nicht viel Sinnvolles zu hören. Hier mal ein Spruch, da mal ein Spruch. Und alles eher im Ästhetischen, finde ich - im Guten wie im Bösen, da gibt es neben spitzen Bemerkungen ja auch viel "an dir ist wenigstens was dran" oder "bleib wie du dich wohlfühlst" und dazu die ganze Diskussion um genetische Veranlagung, guter Futterverwerter, was weiß ich. Ich würde mir aber schon wünschen, auch als jemand, der ewig mit 10-25 Kilo Übergewicht rumgelaufen ist, dass man mal ernsthaft daran erinnert wird, dass das aktive Lebenszeitverkürzung ist.

Stay Forever

Super Folge! Super Format! Macht wirklich immer Spaß und ist dabei interessant!

Holger

Hahaha klingt wie mein Arbeitgeber ;) Gute folge und gibt glaube ich nen guten Einblick.

Moritz Overath

Ist für mich sind euer besten Formate. Freue mich jedes mal übee eine neue Folge.

G. Schrader

Jaja, ich tu ja den Leuten nichts, das ist ja eine Zuspitzung gewesen, eher ein Witzchen. Ich dreh da niemandem einen Strick. Ich sehe halt nur, dass die Angestellten im Bekanntenkreis alle ganz normal krank werden, so 5-10 Tage pro Jahr, während die Gründer und die Selbständigen alle nicht krank werden. Dazu gibt es auch Untersuchungen, das hat nichts mit "Hinschleppen" zu tun. Das hat was mit Motivation zu tun. Mir ist aber natürlich klar, dass man von Mitarbeitern nicht verlangen kann, so motiviert zu sein wie ein Gründer. Und wenn die Leute das nicht sind, ist das natürlich letztendlich meine Verantwortung. (Gunnar)

Stay Forever

Schöne Folge, aber bei einem Kommentar von Gunnar kommt mir die Galle hoch. Sinngemäß wird da gesagt. "Ich war seit 2011 nicht mehr krank, daher ist mir völlig unklar warum meine Mitarbeiter mal krank machen" Was für eine schäbige Aussage! Nur weil du das Glück hast nicht krank zu werden kannst du doch nicht auf deinen MA herumhacken die dann doch mal zum Arzt gehen... Ich bin selbst Arbeitnehmer und mache nur krank wenn es halt nicht anders geht, denn normalerweise ist niemandem geholfen wenn man sich wirklich krank auf Arbeit schleppt. Und klar ist es ärgerlich wenn jemand ausfällt und das irgendwie kompensiert werden muss (gerade wenn man personell eh auf Kante gebaut ist wie bspw. bei uns im Unternehmen), aber solche Aussagen sind echt unter aller Kanone.

Stephan

Feines Detail. Man wird aber DAFÜR nicht bezahlt und ist auch nicht der Ort wo das landen sollte. Wenn jemand der Jacken kaufen will zu einem Autohändler geht und sagt „der bekommt ja wohl genug Geld von Autos“ mag das sein - aber man verkauft halt Autos und keine Jacken. So verhält es sich mit der Trennung Nichtigkeiten(Ambulanz) zu ernsthaft gefährlichen Gesundheitsstörungen (Notaufnahme)

Jan E

Bin selber seit vielen Jahren Arbeitgeber und konnte mich bei vielem dem anschließen was Gunnar gesagt hat. Toll!

Dominik Cenia

Schöne Folge. Ich arbeite seit einigen Jahren im öffentlichen Dienst, wo in der Regel wirklich jeder so rumläuft wie er will. Allerdings bin ich da eher Christians Meinung. Je nach Job gibt eine, vielleicht nicht ausgesprochene, Kleiderordnung. Und gerade im Umgang mit externen Kunden kann so was schon zu Problemen führen. Gunnars Toleranz in allen Ehren, aber wenn die Unternehmensberaterin als Gothic-Girl zur Besprechung erscheint, weckt das in der Regel nicht das Vertrauen des Kunden. Christians kleine Krankenhausgeschichte ist ein zweischneidiges Schwert. Meine erste Reaktion war auch zu sagen: „Deswegen in die Notaufnahme?“ Andererseits ist die Frage, ob man den Patienten ermutigen sollte, sowas selbst zu entscheiden. Die Friedhöfe sind voll von Leuten, die gehofft haben, die Schmerzen in der Brust würden schon wieder weggehen. Was ich allerdings überhaupt nicht tolerieren kann ist das freche Auftreten gegenüber Kunden. Und genau darum handelt es sich ja. Die Ärzte im Krankenhaus sind keine ehrenamtliche Helfer, sondern doch recht gut bezahlte Profis die ihrem Job nachgehen. Das ist, was man den Leuten in den Vertriebsschulungen immer wieder predigt. Der Kunde am Telefon kann nichts dafür, dass die letzen fünf Anrufer Arschlöcher waren.

Thomas Enderling

möchte gern noch meinen "Senf" zur Krankenhausgeschichte beitrage, die ich extrem interessant und gut finde. Vorneweg: bin selbst Arzt und arbeite häufiger in unserer zentralen Notaufnahme - und diese Geschichte ist für mich ziemlich aus dem Leben gegriffen: Ich kann beide Seiten nachvollziehen. Man geht eben ins Krankenhaus (insbesondere die Notaufnahme) wenn man denkt etwas Schlimmes zu haben oder eben nicht weiter zu wissen. Deshalb finde ich auch die Reaktion deiner Orthopädin unangemessen und menschlich inakzeptabel. Das Problem ist nunmal, dass Gesundheit und der Umgang damit auf vielen Ebenen in unserer Gesellschaft katastrophal schlecht gehandhabt wird. (ich fange jetzt nicht mit den Details an) was dazu führt, dass Viele nicht auf die Idee kommen zu versuchen sich erstmal selbst zu helfen. Als nächstes besteht die völlige Unkenntnis über die Versorgungsstrukturen in Deutschland auf Seiten der Patienten (was man ihnen allerdings nicht vorwerfen kann, da nicht genug erklärt/aufgeklärt wird und diese aus diversen Gründen nicht selbsterklärend sind). Man kennt es halt aus dem Film/Fernsehen (aber eben aus den Strukturen der USA) → wenn irgendwas ist → Notaufnahme. Aber so ist das in Deutschland nunmal nicht. Man hat strickt getrennte Strukturen. Notaufnahme wenn es bedrohlich ist und ohne einen Krankenhausaufenthalt nicht zu versorgen ist. Alles andere wird ambulant gemacht. Aber dass man über eine zentrale Telefonnummer (116 117) auch nach "Ladenschluss des Hausarztes" die ambulanten Notfallstrukturen wahrnehmen kann, weiß einfach niemand. Die meisten wollen, dass man entscheidet ob es gefährlich ist oder nicht.. oder wollen ein Schmerzmittel. Oder wollen eine Krankschreibung → alles Dinge, die über den ambulanten (d.h. - du kannst danach wieder nach Hause) Bereich abgedeckt werden können und sollen. Die Notaufnahme ist im Krankenhaus ist mit solchen "Lappalien" (für Krankenhausverhältnisse) einfach völlig überlastet. Dazu besteht weder die rechtliche Ausstattung (man kann einfach nicht alles einfach so rezeptieren,...) und schon gar nicht die Kapazität (personell). In der Zeit wo ein 19 Jähriger mit Halsschmerzen in meine Notaufnahme kommt, kann ich mich eben nicht um Oma Edda mit 94 Jahren kümmern, die mit Luftnot im Bett liegt. und WENN ich das vorziehe hagelt es Beschwerden und Genervten, weil man 30-60 Minuten warten muss. Das bindet unwahrscheinlich große Ressourcen, die eigentlich gar nicht da sind. Unterm Strich bekomme ich als angestellter Arzt im Krankenhaus in einer 12h Nachtschicht sonntags etwa 50-70€ netto raus. (ist zwar der ungünstigste Fall, weil man z.B. nur Bereitschaftsdienst bezahlt bekommt, obwohl man 10h durcharbeitet und man am nächsten Tag nicht arbeiten "darf" und das entsprechende Gehalt von diesem Tag "abgezogen wird")... aber Wenn man sich die Nacht um die Ohren schlägt, keine adäquate monetäre Gegenleistung bekommt (ist als angestellter Arzt im Krankenhaus nunmal so in vielen Fällen), man nur von A nach B nach C nach D rennt und nachts um 3 jemand kommt, weil er seit 3 Wochen Schnupfen hat und am Montag nicht zur Arbeit möchte - dann staut sich eine gewisse Wut in einem an. Dafür kann weder der Arzt was, noch der Patient. Aber dass man als "Verantwortlicher" keinerlei Entlastungen erhält, die Patienten aus Unwissenheit einem immer und immer und immer wieder das Leben schwer machen weil sie einfach falsch "gelandet" sind im Krankenhaus - das bringt einen schon zur Verzweiflung → was aber in keinem Fall ein Grund oder eine Entschuldigung ist, den Patienten (der das selten aus Boshaftigkeit macht - was aber auch vorkommt) deshalb dafür anzugehen - das sollte man schon trennen können...

Jan E

Eine tolle Folge, vielen lieben Dank dafür! Ich höre Eure Gespräche sehr gerne, in dieser Episode ist mir an zwei Stellen der Hut hoch gegangen – und beide Stellen betreffen Christian: Bei der Aussage, dass die Frau als externer Kalender verwendet wird war ich baff mit welcher Selbstverständlichkeit das geäußert wird. Für alle Funktionen, die Christian’s Frau übernimmt (Erinnerung an Geburtstage etc.), könnte man sich einen Google Kalender einrichten. Einmal einen „Termin“ mit Geburtstag XY gemacht, jährlich wiederholendes Ereignis, Push Notification, fertig. Das ist natürlich eine wahnsinnig subjektive Sache (und Christian’s Frau scheint diese Funktionen ja gerne zu übernehmen), aber ich würde nie meine eigene Selbstorganisation auf andere Menschen auslagern. Es ist nett, wenn mich jemand an etwas erinnert, aber ich sehe das nicht als deren Aufgabe. Die Hauptverantwortlichkeit organisiert zu sein, liegt bei jedem selbst. Und so extrem schwer ist das jetzt auch nicht. Das Piercing Thema war der nächste Aufreger, denn ich gehöre zu den gepiercten/tätowierten Menschen und muss mich mit dieser Thematik schon sehr lange rumschlagen. Natürlich, in dem Moment wo ich mich habe piercen/tätowieren lassen, war mir 100% klar, dass ich Vorurteile evozieren werde. Aber wie persistent diese Vorurteile bzw. diese Einstellung man müsse „ordentlich ausschauen“ sind, fasziniert mich immer wieder. Ich habe selbst ein Team unter mir und lege extremen Wert auf professionelle Arbeit. Diesen Wert fordere ich auch krass ein. Aber es soll doch bitte jede und jeder so sein (und rumlaufen), wie sie oder er will. Was für eine Energieverschwendung das für mich wäre, wenn ich Kleidungsvorschriften durchsetzen müsste. An und für sich bin ich sogar eher auf der anderen Extremposition und finde, dass Kleidervorschriften generell abgeschafft werden sollten, wo sie nicht absolut nötig sind (z.B. Sicherheitskleidung). Wie toll ich es fände, wenn in einer Bank jemand mit einem Slayer Shirt sitzen würde. Das verrät mir etwas über die Person (und nicht über ihr Können oder ihre Arbeitsmotivation) und schafft Sympathie oder Antipathie. So oder so schafft es eine Bindung. Das ist mir mehr wert, als wenn ein eigentlich austauschbarer Mensch in einem schlechtsitzenden Anzug vor mir ist. Der Punkt „wie wäre es im Falle mangelnder Körperhygiene“ hat mich dann aber kalt erwischt. Zumal bei diesem Beispiel ja auch noch hinzukommen kann, dass eine Krankheit dahintersteckt. Jedenfalls habt Ihr mir in dieser Frage viel Gedankenfutter geliefert und das empfinde ich als sehr gewinnbringend. Vielen Dank dafür!

Florian Goller

Ich frag mich ja, ob die Kollegin mit dem Schmuck hier wohl mithört ..?

Marcus Riemer

Sehr schöne Folge, danke! Musste ganz schön bei Christians Schilderungen grinsen, wie sehr ihm Planänderungen zu schaffen machen und dachte mir, dass wir vom Charaktertyp wohl nicht so unähnlich sind und dann kommt noch die Stelle wo er erzählt, dass er den Zahnarzt danach ausgewählt hatt, dass man online termine machen kann. Da musste ich echt laut loslachen (dabei wollte ich den Podcast doch hören um runterzukommen und danach besser einzuschlafen...); ich habe sämtliche meiner Ärzte nach diesem Kriterium ausgewählt. Auch Respekt fürs Erzählen der Krankenhausgeschichte! Bin in den tiefen 30ern und in den letzten Jahren haben sich langsam die Erkenntnis und die Einstellung gebildet, dass wir alle nur Menschen sind und unsere Fehler und Probleme haben (und machen ;)) und das Leben, zumindest für mich, dann doch unterm Strich am unanstrengensten ist, wenn man auch einfach mal etwas erzählen kann, wo man vielleicht nicht geglänzt hat. Meist verstehen das die anderen dann doch und sind nicht wertend, weil halt jeder sowas kennt. Auch in anderen Bereichen hat sich das zumindest für mein persönliches Wohlbefinden ausgezahlt, etwas offener zu sein ("Du sorry, ich hatte jetzt schon die letzten 3 Tage etwas los und brauch einfach wieder mal einen Abend für mich, aber n andermal gerne!" statt "Ich würd ja gerne noch einen trinken, aber ich hab leider schon ähm... was los."). Trotzdem weiss ich, dass es mich echt Überwindung gekostet hätte, so eine Geschichte auch schon nur privat jemandem zu erzählen. Selbst, wenn ich, wenn's jetzt wer anderes erzählt, überhaupt nicht denke, dass das schlimm oder peinlich war und die Ärztin da auch total übertriben reagiert hat. Wann immer mich jemand für mein Empfinden völlig ungerechtfertigt oder übertrieben anpflaumt, habe ich dann doch dieses kaum wegzubekommende Gefühl, etwas furchtbar falsch gemacht zu haben, auch wenn der Kopf sagt, dass es nicht so ist. Mit Ärzten hab ich auch schon schlechte Erfahrungen gemacht, was die zwischenmenschliche Behandlung angeht, habe aber auch Leute im Bekanntenkreis, die vom Arzt sogar die private Handynummer bekommen haben, damit sie sich auch melden können, wenn mal was ausserhalb der normalen Arbeitszeiten sein sollte. Gibt sicher solche und solche. Beim Thema, wann man als Arbeitnehmer zu Hause bleiben sollte, bin ich gespaltener Meinung. Sicher ist jetzt ein einfacher Schnupfen kein Grund nicht zu arbeiten. Aber in meiner Firma z.B. könnten die meisten auch ohne Probleme von zu Hause aus arbeiten (was auch erlaubt ist) und dann denk ich mir manchaml, wenn wer mit einer Erkältung arbeiten kommt und dann den ganzen Tag neben mir schnieft und niesst "ach, könntest du nicht einfach 2, 3 Tage von zu Hause arbeiten und nicht auch noch alle anderen anstecken?). Und dann gibts da noch das genaue Gegenteil derer, die schon bei nem Schnupfen gar nicht mehr arbeiten; die, die noch mit 39°C+ Fieber zur Arbeit kommen und ne Woche später liegt das halbe Büro krank im Bett... dann ist es mir doch noch lieber, der Kollege bleibt 1x zu viel als zu wenig zu Hause, aber ich muss ihn ja auch nicht bezahlen... Genug gelabert, schönes Wochenende euch allen! Edit: Interessant zu sehen, wie ausführlich die meisten Kommentare zu dieser Folge sind. Ihr scheint da ja mit euren Themen echt den ein oder anderen Nerv getroffen z haben.

Raffael Gottardi

Einmal mehr eine schöne Folge vom Format ohne Namen! Finde es immer wieder nett, auch ab und zu jenseits des Retrospiele-Themas zu hören, was Euch beschäftigt. Zwei Anmerkungen zu den Inhalten: Christians Desillusionierung über das Gesundheitssystem teile ich - ich bin zwar noch nie in ähnlicher Weise ins Krankenhaus gefahren, aber diverse persönliche Erfahrungen und Einblicke über ein Familienmitglied, das im Krankenhaus arbeitet, komme ich zu dem Schluss, dass das System strukturell defekt ist und empfinde das Verhältnis meiner gezahlten Beiträge und der dafür erhaltenen Leistungen als ziemlich in Schieflage geraten. Umfangreichere politische Brandreden spare ich mir hier aber mal ;) Dafür kann ich Gunnars Eindruck, dass niemand etwas zu Übergewicht sagen würde, nicht teilen. Ärzte sprechen das tatsächlich erst spät an, aber ich habe nie so viele unaufgeforderte Kommentare zu meiner Figur (inklusive spitzer Bemerkungen und wenig lustiger Witze) bekommen wie in den Jahren als ich sichtbar zu viel auf den Rippen hatte. Seitdem wundert es mich auch nicht mehr, dass man dicken Menschen oft zuschreibt humorvoll zu sein, denn Humor ist das Einzige, was das Ganze überhaupt noch einigermaßen erträglich macht. Mittlerweile ist ein Großteil des überschüssigen Fetts wieder weg, aber die erwähnten Kommentare haben definitiv nichts dazu beigetragen - eher im Gegenteil.

Sebastian D.

Christian ist für mich immer jemand gewesen, der bei Gamestar auch durch sein Äußeres (lange Haare) aufgefallen ist. Und nun muss ich hören, dass er sich schwer damit tut, einen Nasenring zu akzeptieren. Sehr interessant ;) Die Frau als lebenden Kalender zu nutzen, und in den Hosentaschen Notizen mit sich herumtragen ist leider auch 1:1 bei mir zu finden. Ihr seid großartig, weiter so!

Florian Meyer

Ich bin erst halb durch und bin jetzt schon bald heiser vom vielen "Genau!" rufen, weil ich mich so hervorragend mit allen Äußerungen der beiden identifizieren kann. Besonders Christian tickt sozial so dermaßen identisch zu mir, dass es einfach eine Wohltat ist, das zu hören. Weiterhin ein wirklich tolles Format :)

Patrick Rathmann

Gute Besserung Christian! :)

Kevin Schmiedel

Oh, ich bin schon sehr gespannt, ob sich etwas an Chris Meinung zu Handys geändert hat! Freue mich auf die Folge!

ShabbyShanks


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