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Zehn Jahre Klüger: April 2010

Liebe Freunde,

da haben wir uns dieses Mal drei Brocken auf den Teller geladen! Entsprechend lang fällt diese Folge von 10 Jahre klüger aus. Aber es sind erklärungsbedürftige Dinge geschehen, die noch dazu zu Diskussionen einladen. Darum geht’s:


[00:03:01] „CDV – Deutscher Publisher ist pleite“

Uns beide hat CDV seit unserer Kindheit begleitet, vom Shareware-Vertrieb stieg die Karlsruher Firma über einen Börsengang zeitweilig zum größten deutschen Publisher auf. Das war 2001; in den Jahren danach ging es stetig bergab. 2010 ist CDV am Ende – aber diesem Ende geht eine dramatische Wendung voraus. 


[00:59:57] „StarCraft-Wettskandal erschüttert Korea“

Wo es um Geld geht, da ist auch der Betrug nicht weit – das muss die E-Sport-Szene in Korea 2010 feststellen. Wettbetrüger hatten Starcraft-Profis bestochen, damit sie Partien verlieren; das flog auf, unter den Verknackten waren prominente Namen. Es bleibt nicht der letzte Skandal dieser Art. Hat sich in den zehn Jahren etwas geändert?


[01:31:33] Roger Ebert: „Video games can never be art”

Schon 2005 hat der führende Filmkritiker der USA, Roger Ebert, Videospielen kategorisch den Kunst-Status abgesprochen. 2010 bekräftigt er diese Meinung, und wieder echauffieren sich Spieler und Spieldesigner. Was hat Ebert gegen Spiele? Warum kümmert uns überhaupt, was ein Filmkritiker über unser Medium sagt? Und … hat er am Ende Recht?


[02:11:19] … und im Spiel des Monats kehrt ein alter Bekannter zurück, neu erfunden. Ein gutes Spiel, soviel ist klar, aber nachhaltiger Erfolg bleibt aus. Wir spekulieren über die Gründe.


Viel Spaß beim Hören!


Christian & Andre

Zehn Jahre Klüger: April 2010

Comments

Late to the party aber ich frage mich, ob diese Frage (Sind Videospiele Kunst?) überhaupt relevant ist? Kann man das Spielen generell nicht auch einfach als gleichwertigen Teil menschlicher Erfahrungen betrachten, der mit Kunst auf Augenhöhe ist? Ich könnte mir vorstellen, dass in Zukunft sogar eher die Kunst sich mehr am Spiel orientieren wird als andersherum. Man sieht es ja schon in manchen Filmen. Hin und wieder werden Actionszenen ja schon aus Egoshooter-Perspektive gezeigt und Produktionen wie "Bandersnatch" orientieren sich ja ganz offen an Videospielen. Museen bauen Gamification-Elemente in ihre Ausstellungen ein und ich könnte mir vorstellen, dass irgendwann auch Künstler anfangen, mehr interaktive Elemente in ihre Werke zu integrieren (tun wahrscheinlich viele schon). Vielleicht fragen wir in ein paar Jahren nicht mehr: "wieviel Kunst steckt in Spielen?", sondern: "Wieviel Spiel steckt in der Kunst?"

Space_Heinz

Ich hatte gehofft hier in den Kommentaren einen Anwalt zu finden, der in verständlicher Sprache die Finanztricks erklärt. Leider nicht. Ich fand die Folge aber gut!

Dominik Bartsch

Haha, so schlimm fand ich es nicht, aber ich respektere deine Reaktion :)

Vitor Zimmerer

Leute, ganz im Ernst: Das war die langweiligste, zäheste, längste und bei weitem überflüssigste Folge, die ihr je gemacht habt. Um es kurz zusammenzufassen: 1. Ihr redet lange über Bilanztricks und Scheinfirmen - ohne Ahnung davon zu haben. 2. Ihr redet über e-sports - ohne Ahnung davon zu haben. 3. Ihr redet stundenlang(!) über Kunst - ohne den blassesten Schimmer davon zu haben. Das war wirklich gruselig. Bitte so nicht mehr.

Udo Quadt

Apropos Kunst. Der großartige Hanns Dieter Hüsch hat es einmal sehr schön auf den Punkt gebracht: "... die Ausschreitungen unserer Phantasie und Entartungen unserer Herzen - also Kunst ..." Vielen Dank für dieses anregende Format!

kirk

@Maik, auch was in Lexika zu "Kunst" steht hat sich im Laufe der Zeit geändert ;) das ist nicht klarer, nur weil es im Moment in einem Buch steht.

Dephira

Ich schliesse mich Rocco an .. auch wenn Christian und Andre hier wohl einen Wolfgang verschluckt haben, fand ich den Dialog spannend und anregend. Wenn wir bereits Gesagtes oder vermeintlich definiertes nie neu verhandeln oder auch immer wieder neu bestätigen dürften, wäre nicht mehr viel übrig.

Martin Kunz

So unterschiedlich können Meinungen sein. Ich fand diesen Teil am Interessantesten, weil die Diskussion um Kunst und ihr Wirken so schön subjektiv ist und es doch immer wieder spannende Ansätze gibt, es objektiv zu definieren. Da hätte ich - unter Zuhilfenahme eines Moderators - gern Lust auf einen 90-120minütigen Podcast mit noch ein bis zwei weiteren Standpunkten. Sehe deinen Punkt natürlich, empfinde ihn selbst nur gänzlich anders. 👍🏻

Rocco Meyer

Eine erfolgreiche, James Bond-artige Stealthserie? Wie wärs damit: https://youtu.be/Mx76RGHbfms

Thomas

Jetzt kürzen wir die Kunstdiskussion mal ab.Die war mir zu lange und zu Unergiebig. Es müssen klare Kriterien her und dann wird die Prüfliste abgehakt. Fertig aus. Definition Kunst aus einem Lexika: schöpferisches Gestalten aus den verschiedensten Materialien oder mit den Mitteln der Sprache, der Töne in Auseinandersetzung mit Natur und Welt. Spiele haben die Option alles aus der Checkliste zu erfüllen. Also besteht die Möglichkeit das es Kunstwerke sein können. Das hätte man in 5 Minuten abschließend klären können.

Maik Jupe

Nicht erst seit Corona kann 10JK gar nicht lang genug sein. Ist jeden Monat Pflicht und wird anderen Podcasts vorgezogen sobald er raus ist.

Colin Becker


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