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Zehn Jahre Klüger: November 2010

Liebe Freunde,

es geht bei Zehn Jahre Klüger im November 2010 mal wieder um die großen Linien: Eine höchstrichterliche Grundsatzentscheidung über Spiele, das Schicksal einer ganzen Produktkategorie, der letzte große Versuch einer angeschlagenen Spielefirma, sich mit einem originellen Produkt zu retten. Dann mal ran an den Speck!


[00:003:33] „Streitparteien präsentieren dem Supreme Court ihren Fall in Sachen gewalthaltige Videospiele“

Darf der Staat Kalifornien Händlern verbieten, gewalthaltige Spiele an Minderjährige zu verkaufen? Diese Frage landet im Jahr 2010 vor dem Supreme Court, dem höchsten Gerichtshof der USA. Nun soll ein für alle Mal entschieden werden, was bei gewalthaltigen Spielen schwerer wiegt: Jugendschutz oder Kunstfreiheit?


[00:47:48] THQ veröffentlicht das uDraw-Tablet 

Wenn ein zweitklassiger Publisher auf einer Kinder-Konsole ein Stück Plastik veröffentlicht, mit dem man digital rumkritzeln kann – wen interessiert’s? Aber ganz so schnell sollte man THQs uDraw-Tablet, das im November 2010 für die Wii erscheint, nicht vom Tisch wischen. Denn einerseits ist die Strategie dahinter durchaus vielversprechend – und andererseits führt eine absurde Fehlentscheidung zu einem Desaster, das letztendlich zum Sargnagel für THQ werden wird.


[01:15:45] „EA-Boss: Das Film-Spiel-Geschäft bricht zusammen“

Spiele zu Filmen haben einen miesen Ruf: Schnell zusammengeschusterter, uninspirierter Kram, der den kurzen Hype rund um das Erscheinen eines großen Films mitnehmen will, um dann auf dem Schrottplatz der Geschichte zu verschwinden. Aber stimmt das im November 2010 noch? Oder anders gesagt: Gibt es solche Spiele überhaupt noch? Laut EA-Games-Chef Frank Gibeau ist diese Sparte längst am Ende, sie rentiert sich einfach nicht mehr. Wir schauen uns an, was da dran ist.


[01:50:27] … und das Spiel des Monats taucht hier nur deshalb auf, weil ein berühmter und auch von uns sehr geschätzter Producer damit nach längerer Pause ein neues Werk vorlegt. Das Ergebnis ist leider ernüchternd.


Viel Spaß beim Hören!

Christian & André

Zehn Jahre Klüger: November 2010

Comments

Um mal kurz Warren Spectors Ehre zu verteidigen: Der Zauberer Yen Sid tritt das erste Mal im Disneyfilm Fantasia von 1940 auf, und wurde studiointern auch damals schon so genannt. Das ist also zumindest eine Designentscheidung, für die Warren Spector nichts kann.

Dephira

Obwohl ich das epische Mickyspiel nie gespielt habe (ich hatte auch nie eine Wii) habe ich doch einen interessanten Berührungspunkt damit gehabt: Ich durfte nämlich den offiziellen Comic zum Spiel (der aus der Feder des bekannten SF- und Comicautors Peter David stammte) übersetzen. Wie das Spiel selbst hat er sich allerdings eher mäßig verkauft - was ganz bestimmt nicht daran lag, dass er erst im April 2011, also fast ein halbes Jahr nach dem Spiel, erschien.

Arne Voigtmann

Micky ist übrigens so ein uncooler Spielecharakter, weil er, im Gegensatz zu Donald, den ihr ja wertschätzen könnt, nur einen Charakterzug hat, nämlich, dass er ein Spießer ist. Ein Spießer vor dem Herrn! Niemand möchte Micky sein, weil Micky langweilig ist. Die definierende Eigenschaft Mickys ist sein Spießertum. Deswegen müssten Spiele seinen Charakter erstmal komplett umkrempeln, um ihn spielbar zu machen. Kingdom Hearts hat da einen guten Zugang. Aber in den westlichen Versoftungen ist Micky einfach der typische Charakter wie aus dem Mickey Mouse Club House (dt.: Micky Maus Wunderhaus) entsprungen. Null Ecken und Kanten. Das ist zumindest meine Erklärung dazu, weshalb Micky einfach uncool ist im Gegensatz z.b. zu Donald.

Christopher Bär

Er benutzt das Wort auch in anderen Folgen vergleichsweise oft.

Christopher Bär

Benutzt Christian das Wort 'vergleichsweise' eigentlich immer so oft wie in diesem Podcast? Ist mir bisher jedenfalls nicht so extrem aufgefallen 😂 Aber, sehr interessante Themen 👍

kultgestalt


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