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Stay Forever Spielt: Outer Wilds #8

Liebe Freundinnen und Freunde,

dies ist die letzte Folge unserer Staffel zu Outer Wilds.

Wir fliegen zum Auge des Universums und unterhalten uns danach noch eine Weile über unseren Gesamteindruck vom Spiel.  Hier ist das Dokument zum Spiel mit aktuellen Screenshots der im Cast besprochenen Szenen.  

Viel Spaß

Gunnar

Stay Forever Spielt: Outer Wilds #8

Comments

Hm, also wenn ich nichts sehr falsch verstanden habe: die Nomai nutzten die Energie der Supernova, um die Zeit um 22 Minuten zurückzudrehen, um wiederum eine neue Sonde abschießen zu können. Die Supernova vernichtet aber auch das Sonnensystem nach 22 Minuten. Was bringt ihnen dann die 22-minütige Kenntnis vom Auge, nachdem sie es finden? Klar. im Spiel nutzt man die Zeit, um die Neuentstehung zu begleiten, aber das konnten sie nicht wissen. Oder doch und es gehörte zum Plan? Und warum hat die Geistermaterie nur die Nomai getötet und nicht auch die Kaminer, die ja in einer Urform schon da waren. Sie sind nicht immun, wie das Spiel zeigt. Oder ihre Ahnen waren es, sie aber nicht? Oder denke ich zu viel. Eine Speicherfunktion hätte dem Spiel gut getan. Ich bin auch eher genervt, wenn ich Teile von Spielen wiederholen muss, weil eine Speicherung zu lange her ist vor einem Fehler (meinerseits), Absturz oder Bug. Interessante Ideen und Atmosphäre hat das Spiel aber.

Stefan

Ich hab' das Spiel nicht gespielt aber nach allem, was ich hier gehört bzw. "miterlebt" habe, find' ich's eigentlich total verständlich, was das Spiel sein möchte: ein Roguelike-artiges Dark Souls für Adventure- und Rätselfans mit Hang zum Videospielmasochismus. :D Für mich wäre das auch nix aber euch hier zuzuhören - gefangen zwischen Euphorie & Wahnsinn - war ausgesprochen unterhaltsam. Vielen Dank und höchsten Respekt dafür, dass ihr das bis zum Ende durchgehalten habt! <3

synapsenkirmes

@ap ich glaube Michael meint christians installierte Mod und genau darauf hätte ich auch getippt.

Dominik Bartsch

mir hats auch viel Spaß gemacht. Ich höre nicht oft SFS Staffeln durch aber diese hat für mich gut funktioniert. :) die alten Textadventures tatsächlich eher nicht so. so ist doch für jeden mal was dabei. ich finds total cool, wie sich nach und nach die ganzen Rätsel aufdecken, ohne dass ich selber frustriert dauernd sterben müsste, ich glaub das wär nichts für mich :D

Anna Glin

Also mir hat das SFS mit Outer Wilds gut gefallen. Es war definitiv spannend, bei dem Prozess dabei zu sein, wie langsam die Geheimnisse aufgedeckt werden. Natürlich konnte man auch selbst miträtseln. Interessant übrigens: Ich hab die Serie komplett durchgehört, ohne auch nur eine Sekunde von dem Spiel zu sehen (vom Cover in der Übersicht mal abgesehen). Dass die Folgen auch Screenshots haben, ist mir tatsächlich erst danach aufgefallen... Das erste, was ich dann nach der letzten Folge gemacht habe, war mir ein Longplay-Video anzusehen, also ohne Kommentar. Das war echt interessant, durch die ausführlichen Beschreibungen hab ich sofort alle Schauplätze und Szenen erkannt, aber das meiste sah natürlich anders aus, als ich es mir vorgestellt habe - andere Sachen waren dagegen nah dran. Das war ein bisschen so, als hätte ich ein Buch gelesen und sehe dann den Film dazu.

Alexander Wm

Muss zugeben, mich holt das alles nicht ab…diese ganzen zu langen zu grafischen Games von SFS. Ich mag Eure Art sehr, aber irgendwie komm ich bei den folgen nie über die ersten 10 Minuten. Wohingegen mit Eure SFS Folgen mit klassischen Adventures einfach nur fantastisch gefallen. King of Shreds and Patches, die Kathetrale, Sherlock Holmes, sogar das Elvira adventure und Mapiti Island. Alles was etwas Mysterie und Spannung hat ist einfach klasse. Naja, vielleicht kommt ja mal wieder was klassisches von Infocom … ❤️

Maria Huehn

Vielleicht etwas spät, aber motiviert von SFS habe ich noch dieses Video geschaut - ein Speedrun der von den Developern kommentiert wird: https://www.youtube.com/watch?v=ZIK2uceHow8

Gilbert Hangel

Meine Story ist sehr ähnlich. Ich habe mir das Spiel im letzten Sale gekauft und hatte mit anhören der Folgen gewartet, weil ich wusste, dass ich OW spielen möchte. Ich habe immer etwas vorgespielt und dann in die Folge reingehört. Ich habe noch nie vorher "mitgespielt", sondern nur fleißig zugehört. Ich fand den Spieleinstieg etwas holprig, gerade der Anfang war grässlich. Ich habe mich dann eingegrooved und je mehr man entdeckt und versteht, desto größer wurde der Sog. Ich hatte eine ganz tolle Spielerfahrung und extra Motivation mit dem Podcast dabei. In der Mitte des Spiels -ich dachte es sei bald durchgespielt- habe ich tolle Fortschritte in Dark Bramble und auf dem Mond gemacht, die mich so begeistert haben, dass ich allen meinen Freunden von "dem besten Spiel, was ich je gespielt habe". Es gibt wirklich viele "first-times", die mich weggeflashed haben. Das Ende, bzw. die eigentliche Lösung des Spiels fand ich dann wieder grässlich, ich bin aber immer noch eher positiv gestimmt und in ein paar Jahren, werden die positiven Gedanken ja eh dominieren. Was ich meinen Freunden ans Herz lege, ist, den Podcast auch nebenher zu hören. Das war super!

vetteritt

Das können wir gut nachvollziehen. Danke, dass du deinen Eindruck mit uns geteilt hast! Ich hoffe sehr, dass es uns beim nächsten Spiel gelingt, dich wieder besser mitzunehmen.

Stay Forever

Die Zeitachse ist hier ganz entscheidend. Ich höre gerne zwei meinungstarkte Spielejournalisten und die können sich gerne ein, zwei Stunden lang schonungslos kritisch über mein liebstes altes Spiel äußern. Aber sieben Stunden Kritik über mein liebstes modernes Spiel, das war dann irgendwie zu viel.

zuiop

Ob kurz oder lang auf jeden Fall zeigt mir der Kommentar, dass Feedback bei euch ankommt und bedacht wird, was ich ehrlich gesagt so gar nicht erwartet hätte. Das ändert durchaus auch noch einmal meine Perspektive auf das Format; wobei ich wie angedeutet vermutlich dann eher nicht zur Zielgruppe gehöre, da ich gewissen Content lieber nur konsumieren möchte. Mit dieser Haltung gerate ich dann vermutlich zwangsläufig in ein Spannungsverhälltnis mit einem Format, das eben nicht ein Let’s Play ist mit dem man sich berieseln lassen kann, sondern quasi eine auf 7 Stunden ausgedehnte Spielekritik, die zu Widerspruch reizt.

zuiop

Vielleicht. Zumindest ein bedenkenswerter Punkt. (längerer Kommentar gelöscht)

Stay Forever

Auf jeden Fall ein netter Versuch, alles offen zu lassen, aber im Endeffekt habt ihr euch so die ganze Zeit gegenseitig Spoiler zugespielt, was für den Hörer wenig gewinnbringend ist und vielleicht auch ein Grund, warum das Spiel bei euch selbst nicht wirklich gezündet hat.

zuiop

Jetzt wo ich noch länger darüber nachgedacht habe, würde ich sogar sagen, dass dies das Hauptproblem der ganzen Serie war, das sich immer wieder gezeigt hat: Einer erzählt etwas, was der andere noch nicht aus eigener Erfahrung kennt, aber die Erzählung ist in den Details zu wenig präzise, als dass sich daraus ein produktiver Dialog hätte entspinnen können. Interessant wurde es immer dann, wenn beide sich auf selbst Gesehenes beziehen konnten. Ich könnte mir vorstellen, dass es bei einem solchen offenen Spiel sinnvoll sein könnte, sich für jede Folge auf einen Planeten zu einigen, den dann beide erkunden, und so im Gespräch den Anhaltspunkt des selbst Erlebten haben.

zuiop

Da ich das Spiel bereits mit sehr viel Freude durchgespielt hatte war der Podcast gewissermaßen ein Weg das Spiel in der Kombination eurer Erzählung und meiner Erinnerung noch einmal nachzuerleben. Das war bis zu einem gewissen Punkt auch unterhaltsam. Spätestens in Folge 7 nahmen aber die Kritikpunkte - die ich nicht wirklich nachvollziehen konnte - derart überhand das ich die ganze Zeit Erwiderungen in den Podcast reinrufen wollte, was natürlich nicht geht und ich bin normalerweise auch nicht der Typ der dann hingeht und Kommentare schreibt sondern von Podcasts einfach nur unterhalten werden will. Das war dann letztlich ein frustrierendes Hörerlebnis. Besonders schwierig fand ich (neben der Sache mit der Tastatursteuerung, die einfach nicht stimmt) die Stelle wo Gunnar das Prinzip des Ash Twin Projects sehr unpräzise nacherzählt hat und dann diskutiert wurde, warum das unlogisch sei. Das erinnerte mehr an ein Telefonspiel als an ein Gespräch über eine Storyline in Outer Wilds.

zuiop

Oh - was hat dich zum Abbruch bewegt?

Stay Forever

Die Doku ist übrigens super - Sehempfehlung auch von mir. Da kommt auch nochmal schön raus, wie die Planeten, die Physiksimulation, das Uhrwerk zentral am Anfang der Entwicklung standen - und alles andere danach kam. Dafür funktioniert für mich das „aufgesetzte“ Nomai-Mysterium fast überraschend gut. Aber da versteht man auch nochmal, warum das Spiel so ist, wie es ist - und ich mag es sehr dafür.

Daniel I.

Ich war ehrlich überrascht auf wie wenig Toleranz das Spielprinzip bei Stay Forever gestossen ist. Die Folge zu Roguelikes ist noch gar nicht so lange her und von dort kennt man das doch - man stirbt und muss wieder von vorne beginnen. Nur weil es in Outer Wilds keine Kämpfe gibt ist es meines Erachtens nicht weniger legitim, Spannung aufzubauen in dem das Spiel den Tod zu etwas macht, was ein klein wenig weh tut. Outer Wilds habe ich in 20 Stunden durchgespielt und es war manchmal frustrierend aber dafür als Gesammterfahrung umso wundervoller. Nicht zu Ende hören konnte ich allerdings - zum ersten Mal überhaupt bei Stay Forever - ein Folge und eine Serie des Podcasts. In der Folge 7 musste ich abbrechen.

zuiop

Ich stimme dir grundsätzlich zu, ich weiß aber nicht ob's am Spiel selbst lag oder das Spiel einfach nicht für das Format SFS geeignet ist. Für die nächste Staffel würde ich mir wieder etwas wünschen das meiner Meinung nach besser zu Stay Forever passt: Irgendein ein obskures und/oder unbekanntes altes (!) Text- oder Point-and-Click Adventure, das ich selbst nie gespielt habe und vermutlich auch nie selbst spielen würde 🙈 Die Staffel war nicht schlecht und es war wie immer eine Freude den Jungs beim Scheitern ... ähm ... Meistern der Herausforderungen zuzuhören - beim nächsten Mal aber bitte wieder "Back to the roots" 😁

Stefan Gebhard

Ich habe das Spiel nicht mitgespielt, aber mir wäre es wohl eher wie Christian ergangen. Abgesehen vom leidlichen Thema besitzt dieses Spiel wohl zu viele Nervereien, die es mich hätten abbrechen lassen. Von der Runde her eine der schwächsten in meinen Augen, was aber am Spiel lag.

Maestro84

Schade dass es euch nicht besser gefallen hat, aber ich finde die meisten eurer Kritikpunkte nachvollziehbar. Das Anhören der Staffel war ein echtes Wechselbad der Gefühle. Ein Beispiel: Erst ärgere ich mich über Christians Sturheit bezüglich der Maus/Tastatursteuerung. Schließlich sagt das Spiel beim Start laut und deutlich, dass es mit Controller gespielt werden möchte. Dann erinnere ich mich später an die "Diese Seite ist für eine Auflösung von 1024x768 und Internet Explorer 4 optimiert"-Zeit und denke mir "Macht es entweder anständig oder lasst es halt weg". Dann wieder erinnere mich daran, wie klein das Entwicklerteam war und mache meinen Frieden damit. Den Wünschen der Mithörer nach einem kleinen Feedback zu Gunnars Abenteuern im DLC schließe ich mich an. Ein lockeres Statement beim Kaminfeuer würde mir reichen... die Horror-Elemente haben mich echt fertig gemacht. Und die Informationsaufnahme fand ich auch schwerer als im Hauptspiel. Ohne Guide hätte ich es nicht hingekriegt.

Dominik Röser

Stimme in allen Punkten zu. Vor allem im letzen. Danke für dein Feedback. :)

sfxon (Steve Krämer)

SPOILER Eins der Aktivierungskriterien fuer die Statuen ist wie beschrieben ein Fehler im System. Es gibt aber noch ein zweites: der Erfolg der Sonde bei ihrer Suche. Letzteres is in unserem Fall eingetreten.

Michel Meyers

Ich bin mit 34 auch kein Jungspund mehr und ich persönlich werde das "ich habe keine Zeit" auch nie so richtig verstehen. Ich schätze mal, wir haben einfach ganz andere Einstellungen zu Spielen (vielleicht auch zum Leben), aber ich bin so unglaublich froh, dass es nicht nur ein generisches Konsumprodukt wie das zwanzigste Assassin's Creed ist.

Ap

>"Ich nehme mal an, dass das auch ein Resultat des Heraus-Patchens der Fische ist." Nein, ich habe vor kurzem den DLC durchgespielt und das leicht abgewandelte Ende gemacht und der Anglerfisch kam auch da noch.

Ap

>"Man kann die Zeit in Dialogen und beim Lesen von Texten anhalten. Dann hat man alle Zeit der Welt zum Lesen (Optionen-Menü)." Das ist auch etwas, das ich innerhalb kürzester Zeit aktiviert habe. Sollte eigentlich sogar standardmäßig aktiv sein. Was André beim nächsten 10JK am Ende sagt, darauf bin ich schon gespannt. :D

Ap

@Gunnar; Hast Du vor deine Meinung zum DLC irgendwann auch irgendwo niederzuschreiben oder in einem Podcast zu erzählen, wie deine Erfahrung dann ist? Mich hat der DLC absolut weggeblasen und er ist mein GOTY, vor Nioh 2 und Psychonauts 2. ---------------- Für mich ist Outer Wilds ein fast perfektes Meisterwerk. Es ist so unglaublich einzigartig, erfrischend und geradezu kunstvoll in vielerlei Hinsicht. Gebraucht hab ich auch ungefähr 30 Std., dann nochmal ca. 20 für den DLC. Gestört hat mich ausschließlich, dass ich nicht "zu Ende meditieren" konnte. Ich habe das in meinem Durchspielen irgendwie komplett übersehen und musste mich deshalb ein paar Mal notgedrungen selber umbringen. Das sollte es ab dem 2. Loop einfach fix in dem Pausenmenü als Möglichkeit geben. Die Anglerfische haben mich auch einige Male erwischt, obwohl ich mit Gamepad gespielt habe, aber das war für mich schlussendlich ertragbar, da es sonst Gameplay-technisch absolut keine Schwächen gibt. Es gibt nahezu immer einen Ausweg. Aber Christian hat das eh auch erkannt, dass es eine Einstellungssache ist, ob man irgendwann nur frustriert ist. Und in gewisser Weise hat man dann einfach Pech gehabt. Vieles, was ihr gerne hättet (dynamisches Speichern, Vor/Zurückspulfunktion etc.) ist technisch für das kleine Entwicklerteam nicht möglich gewesen so einfach umzusetzen. Das ganze System wird simuliert und zwar während man spielt. In Brittle Hollow ist es sogar Zufall, welche Teile zuerst zerstört werden. All dies hat auch zur Folge, dass das Warten am Lagerfeuer auf den Konsolen langsamer ist, weil die Konsolen langsamer sind im Berechnen der Simulation. Ich hatte hier eigentlich noch mehr geschrieben, aber dann hat Patreon mich veräppelt... wenn man auf das Patreon Logo mit der mittleren Maustaste clickt, dann öffnet sich kein neues Tab, sondern man wird sofort weitergeleitet WTF. Was ich jedenfalls noch empfehlen will, ist die Doku über Outer Wild von NoClip: https://www.youtube.com/watch?v=LbY0mBXKKT0

Ap

Angesichts der Kritik von Christian, die emotionale Bindung zu den Charakteren würde fehlen, weil sie starr sind und Interaktionen fehlen, möchte ich kurz darstellen, warum sich das für mich umgedreht dargestellt hat (ab 1:13:40). Ich habe mich gefreut habe, dass die anderen Charaktere mit mir zusammen der nächsten Welt unsere persönliche Note verleihen konnten. Dazu sei anfangs gesagt, dass der ganze Spielverlauf eigentlich der Gipfel einer umfassenden Zusammenarbeit zwischen Arten und auch Einzelpersonen ist: Wir lernen einzelne Nomai von Geburt an kennen, lernen über ihre Motivation, ihre Beziehungen und wir teilen die Motivationen mit ihnen: die Entdeckung des Auges. Dabei bauen wir ständig auf ihre Arbeit, vollenden sie sogar. Durch die ständige Abfolge von Lernen von den Nomai bzw. Ausnutzen von deren Artefakten und dem Bewältigen unserer eigenen Herausforderungen, stellt sich ein Gefühl von konstruktiver Zusammenarbeit ein. Unterstützend lerne ich dabei die Wesenszüge meiner Nomaifreunde durch weitere Textschnipsel kennen. Im Gegensatz zu diesen verspielten, neugierigen Nomai mit ihren „akademischen“ Problemen langweilen mich die üblichen banalen Klischee-Motivationen rund um Liebe, Mord, Rache, Reichtum usw. Das sind sich ständig wiederholende Muster in Gegenwartsmedien und entsprechend vorhersagbar. Dass die gewünschte Gefühlsnähe nur durch räumliche Nähe (und die direkte Interaktion) aufgebaut werden kann, ist wohl ein tief in uns Menschen verankerter Wesenszug. Einer den wir aber überwinden sollten. So kümmern wir uns lieber um die Menschen in unserer Umwelt und die Probleme von Leuten in anderen Regionen ist uns egal und folglich wir auch ihnen. Das ist ineffizient angesichts globaler Herausforderungen wie Klimakrise, Corona und überregionale Ungerechtigkeiten bleiben so bestehen. Aber das hier ist ja nur ein Spiel und ich möchte niemanden auf die Füße treten. Ich stimme sogar gerne der Deutung der Podcaster über die polarisierende Wirkung des Spieles zu: Sofern man einige Aspekte des Spiels sehr mag, ist es leicht über andere Schwierigkeiten hinwegzusehen. Ich mochte die komplexe und sehr gut durchdachte Motivation der Zeitschleifen und das Gefühl, dass innerhalb der 22 Minuten überall etwas passiert; die Welt also für 22 Minuten lebendig ist. PS: Die Fische waren aber wirklich nervig ;)

FZ

Hi Ap, naja, es ist halt ein Spiel. Ein Ding mit dem ich Spaß haben möchte. Wenn es mich frustriert, lege ich es zur Seite. Das ist aber eine sehr subjektive Sichtweise: ich habe ein stark ausgefülltes Privat- und Arbeitsleben. Das hier soll ein Ausgleich sein. Wenn der dann frustrierend ist, weil er sich wie Arbeit anfühlt (Repetitives Spiel-Erlebnis, harte Lernphase, Ungerechtigkeiten wie komplette Resets), und dann das Ende auch noch unerfüllten ist, dann passt es für mich halt einfach nicht. Für einen großen Teil scheint es ja auch zu passen. Ich habe großen Respekt vorm künstlerischen Mut der Schöpfer. Wenn ich in einer Lebensphase wäre, in der ich Zeit, Muse und den Willen gehabt hätte, mich mit Dingen wie dem Sinn des Lebens ausgiebig zu beschäftigen, hätte das bestimmt auch gut gepasst. C’est last vie.

sfxon (Steve Krämer)

Das was du hier sagst, lese ich leider auch bei anderen, sie hätten sich gerne etwas konventionelleres und simpleres gewünscht. Das finde ich äußerst traurig.

Ap

Das will ich in Ruhe spielen, für mich. Darauf freue ich seit Jahren, hatte aber noch keine rechte Muße für das Spiel.

Stay Forever

Nee, ich empfand die Tode nicht notwendig als Versagen, aber halt als Zurücksetzen auf dem Weg zu einem Ziel. Und egal, wie Zen-mäßig man da ran geht, das ist es ja auch. Wenn ich gerade was vorhatte, zu erforschen und ich sterbe auf dem Weg, dann muss ich es halt nochmal machen. Und vielleicht nochmal und nochmal. Ich empfand das als störend, wir sind ja nicht bei Super Mario, wo der Weg das Ziel ist, hier wollte ich was Beobachten, was Erforschen, das ist ja ein anderes Mindset. Was das Generationsproblem angeht, klar, es kann sein, dass wir das irgendwie einen unpassenden Blick auf das Spiel hatten. Oder es kann sein, dass man einfach gnädiger ist, wenn man noch nie vorher ein Timeloop-Spiel gespielt hat, weil das beim ersten Mal ja in der Tat was ganz Besonderes ist.

Stay Forever

Am Anfang war ich echt vom Spiel gefangen. Die offene Welt, das freie Erkunden- da ging es mir wie euch. Spannend. Die ersten Tode waren auch lustig. Das größte Manko war für mich, das fehlende Gefühl eines „echten“ Spielfortschritts. Ja, die Story schreibt sich irgendwie so langsam voran. Aber sie ist als Spielerfahrung eben nicht-linear. Als Adventure Spieler eine eher ungewöhnliche Erfahrung. Manches habe ich erst wirklich verstanden, nachdem ich gestorben war, und es nachgelesen habe. Das fühlte sich sowas von falsch an. Es war keine richtig sichtbare Progression. Das Empfinden des Fortschritts soll wohl aus dem eigenen Inneren kommen beim Spielen. Wäre toll gewesen, man hätte neue Items oder Features erhalten. Aber alles ist von Anfang an gegeben. Merkwürdige Erfahrung. Die fortlaufend schlechter werdende Spielerfahrung deckt sich für mich auch mit dem Ende des Spieles. Ein Ding voller Mutmaßungen. Ich möchte gern ein schlüssiges, erklärendes Ende. Ich bin kein Zen-Buddhist, deshalb fühlt sich der Tod für mich auch nicht wirklich befriedigend an. Für mich ist das Ende des Spieles gleichbedeutend mit dem Tod des Protagonisten inkl. aller anderer in diesem Universum. So what? Toll, dass danach was anderes passiert und es irgendwie weitergeht. Für mich als fühlendes Lebewesen mit Existenzängsten und Überlebenswillen irgendwie nicht besonders erfüllend. :D Immerhin hat es mich zu dieser Erkenntnis geführt. Und das ist ja auch schonmal was. Das war die erste Staffel, die ich „mitgespielt“ habe. Und ich werd das jetzt, wenn möglich, immer so machen. Ist ne tolle Sache! :)

sfxon (Steve Krämer)

Vielen Dank für die Worte, das ging wohl auch uns, die wir parallel zu Euch gespielt haben, so. Das ist einfach ein Kunstwerk, über das man sich austauschen will. Und Ihr gebt uns die Gelegenheit, das mit zwei erfahrenen und meinungsstarken Experten zu tun.

Felix Ewinger

(Christian) Ich möchte an dieser Stelle eine Sache loswerden: Für mich war diese Staffel SFS eine augenöffnende Erfahrung, weil sie begleitet war von der Kommunikation von euch und mit euch hier und vor allem im Discord. Einen so unmittelbaren, detaillierten Meinungsaustausch zu haben, während man sich das Spiel selbst erschließt, hat mir als erfahrenem Spielejournalist einen neuen Zugang zu einem Spiel ermöglicht. Ich habe das Gefühl, Outer Wilds durch den Austausch mit Gunnar und mit euch aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und deshalb ein runderes Bild bekommen zu haben, als wenn ich es alleine im stillen Kämmerlein gespielt hätte. Es zeigt vor allem, wie subjektiv am Ende Spielerfahrungen sind, und an welchen Kleinigkeiten es liegen kann, ob man in die eine oder andere Richtung gestoßen wird. Diese Erfahrung hat meinen Blick auf Spielekritik erweitert. Dafür möchte ich euch herzlich danken!

Stay Forever

Mal gucken, ich (Gunnar) spiele das grad. Bin aber noch nicht bei der Action, bislang wird nur viel geredet.

Stay Forever

Vielleicht kommt ja in vielen Jahren das Remake und bringt nicht nur hübschere Grafik, sondern auch etwas mehr zu tun auf Holzkamin und mehr Bezug zu den Figuren. Dass die Figuren so hölzern bleiben und selbst am Ende nicht einmal die Helme abnehmen ist sicher auch im Zusammenhang mit dem Produktionsaufwand zu sehen. Die meiste Energie wurde in die Welt gesteckt.

Felix Ewinger

Eine Sache müssen wir noch erzählen, die ihr verpasst habt und noch eine Erkenntnis oben drauf setzt. SPOILER Wie beschrieben kann man im Projekt auch verweilen und den Warpkern bestaunen. Endet die Zeit platzt dieser und gibt eine schwarzes Loch frei. Man springt durch und ist wieder am Anfang. Wenn man jetzt wieder in das Projekt reist, steht da plötzlich ein Kaminer und schaut uns an. Dieser stellt sich vor mit den Worten: "Ich bin du. Wie? Als ich durch das schwarze Loch gesprungen bin, hat sich hier im Projekt ein weißes geöffnet, wo ich herausgesprungen bin." Man stellt sich die Frage was würde passieren, wenn man nicht noch mal durch das schwarze Loch springen würde. Es bietet sich hier ein alternatives Ende. Im Grunde genommen ist es immer so, dass nur unsere Gedanken zurückreisen wir aber selber sterben. Nur dieses Mal sind wir nicht gestorben und somit trifft unser Vergangenheitsich auf unsere Zukunftsvision. P.S. Übrigens man kann im Hochenergielabor das Universum kaputt machen, wenn man mit dem Scout und den Kernen bestimmte Dinge ausprobiert. Das Spiel endet dann.

Matthias M.

Volle Zustimmung!

Chicken McNougat

Es wird übrigens auch erklärt warum die zusätzlichen Masken gerade jetzt aktiviert werden. Die zusätzlichen Masken sollen sich dann aktivieren falls die am Ash Twin Project beteiligten Systeme Störungen des normalen Betriebsablaufes entdecken. Erst wenn irgend etwas kaputt zu gehen droht oder ein System nicht korrekt funktioniert sollen auch die Erinnerungen bestimmter Nomai gespeichert und über den Loop gerettet werden damit diese dann rechtzeitig eingreifen können. Die Nomai kommentieren das auch. Einer der Nomai lässt sich versichern, dass das nur im Notfall passieren wird. Ein anderer antwortet ihm das es wirklich nur im Notfall passieren würde weil es vermutlich für den betroffenen sehr unangenehm und verwirrend wäre und das wollten sie keinem ohne Grund zumuten. So ergibt übrigens die Aussage der Nomai das sie „nur eine einzige Sonde abschließen müssten“ um das Auge zu finden deutlich mehr Sinn. Die Nomai hätten sich absichtlich in die Zeitschleife eingesperrt ohne es bewusst merken zu können und für sie hätte es in der Tat so ausgesehen als hätte die Kanone nur ein einziges Mal gefeuert, weil sie Ash Twin ja erst aus der Schleife hätte holen sollen wenn das Auge gefunden wurde. Das bedeutet auch das wir diese Zeitschleife wohl tatsächlich 9,3 Million mal durchlaufen hatten und erst über die Masken aus der Loop geholt wurden (bzw. Unsere Erinnerungen) als das Projekt gemerkt hat, dass da wohl was schief gelaufen sein muss (alles ziemlich zerfallen, Nomai nicht mehr da etc)

Christian Flügel

Danke für diese schöne Staffel! Nachdem ich erst angefangen hatte, mit euch mitzuspielen, hat auch mich das Spiel - trotz seiner Anflüge von Genialität - mehr und mehr frustriert. Darum habe ich es mir lieber von euch erzählen lassen und mit euch mitgelitten und -gefiebert. Ich stimme mit eurem Fazit überein: Ein Spiel der Widersprüche und der "Dissonanz"! Einerseits macht es auf heimelig und hat einen naiv-liebevollen Ton, andererseits ist es mangels Interaktionen mit den anderen Figuren geradezu unsozial. Einerseits bietet es eine Welt zum Entdecken und Staunen, andererseits straft es den Spieler gnadenlos ab. Und auch ich würde die dahinterstehende Philosophie als nihilistisch bezeichnen. Es ist trotzdem immer wieder faszinierend zu hören, wie ihr bei SFS immer mit vollem Eifer und heiligem Ernst auf jede Spielwelt eintaucht, sie verinnerlicht und über eure Erfahrungen darin berichtet - mir macht es meist mehr Spaß, euch dabei zuzuhören als das Spiel selbst zu spielen!

Stefan Winterstein

ACHTUNG SPOILER!!! vvvvvvvvvvvvvvvvvv P.S. Was mir beim Wiederhoeren noch aufgefallen ist: Christian kommentiert den Schreckmoment mit dem Anglerfisch im Auge mit "Das hab ich gar nicht gesehen". Ich nehme mal an, dass das auch ein Resultat des Heraus-Patchens der Fische ist. ^^^^^^^^^^^^^^^^ ACHTUNG SPOILER!!!

Michel Meyers

Das mit dem Autopiloten ist mir exakt so auch passiert. Da schaut man ganz schön blöd seinem Raumschiff hinterher, was sich ins Weltall verabschiedet xD

Christian Passlack

Sehr froh, dass ich es gehört und nicht selbst gespielt habe :D aber eine wirklich schöne SFS Staffel 🤗

Simon Herzog

Interessanterweise ist Heaven's Vault ein Spiel an das ich auch gedacht habe. Ich habe es letztes Jahr durchgespielt. Man muss aber bedenken, dass dieses Spiel in seiner Spielweise sehr entschleunigt ist und es versucht den Spieler intrinsisch in seinen atmosphärischen Bann zu ziehen. Sollte man vorher testen, ob es einem gefällt.

Matthias M.

Dass das Spiel von den Beiden nicht das selbe Mindset ausloest, wie bei den alten Adventures war fuer mich persoenlich auch der einzige Punkt der mich manchmal gestoert hat. Nichtsdestotrotz war es unglaublich unterhaltsam den Denkprozess anderer Spieler nachzuverfolgen und das emergent storytelling von Gunnars Toden ist Gold.

Sunny Bär

Zu euren Fragen: - Im Schmelzwasserbezirk der Hängenden Stadt diskutierten die Nomai, ob sie für das Ash Twin Project den Warpkern aus dem Vessel bergen sollen, verwerfen es aber, weil dort schon viele gute Nomai gestorben sind und es zu gefährlich sei (vor 200.000 Jahren vielleicht noch gefähtlicher, wer weiß). - Da die Sonde das Auge gefunden hat, muss es wohl auch im Normalraum anfliegbar sein. - Allzu lang dürften die Nomai nicht in unserem Sonnensystem gewesen sein, denn zwischen ihrer Ankunft und Auslöschung liegt im Wesentlichen eine Generation (auch wenn wir natürlich nicht wissen, wie lang das für die Nomai ist). Poke, die nach dem Tod ihres Lehrmeisters Annona den Advanced Warp Core des Ash Twin Projects geschaffen hat, war einerseits Lehrling von Annona, der zur Besatzung des Vessels gehörte und andererseits selbst Teil der Shuttlebesatzung, die zum Interloper aufbrach. Zum Spiel selbst: Mir geht's änhlich wie euch. Ich bin froh, dass ich es gespielt habe und froh, dass ihr mir mit dieser Staffel einen Anlass gegeben habt es zu spielen, denn sonst hätte es bestimmt noch 5-10 Jahre auf meiner Wishlist oder in meinem Backlog gelegen, aber es hat mich auch an sehr vielen Stellen frustriert und es ist weit davon entfernt Teil meiner persönlichen Top-10 zu sein. Eine Uhr oder ein Log aller gefundene Texte hab ich auch schmerzlich vermisst und bin auch kein Fan des Bordcomputers. Als Thema für SFS war es wegen seiner allzu großen Offenheit leider weniger geeignet. Gunnar ist früh zu vielen Orten geflogen, die ich erst sehr spät gemacht habe, so dass ich die längste Zeit nur die erste und den Anfang der zweiten Folge hören konnte und erst viel später, als ich schon fast durch war, den Rest. Am spannendsten fand ich dann auch Folge 7, wo die Teile sich zusammenfügen und es Klick macht und die Abschlussbesprechung in Folge 8. Die Folgen davor waren OK, aber die Entdeckungen hatte ich ja kurz davor alle selbst schon gemacht und ihr hattet noch kein klar genuges Bild um groß Spekulationen anzustellen. Wenn ihr aber Lust auf ein Spiel hättet, das "Erforsche benachbarte Welten um Inschriften einer alten Zivilisation zu entschlüsseln um ein kommendes Unglück abzuwenden" als narrative Game, ganz ohne Geschicklichkeitspassagen umsetzt, kann ich euch (und allen Mitlesenden) Heaven's Vault von inkle wärmstens empfehlen.

Anym

Lieber Christian, lieber Gunnar, danke, dass Ihr diese Staffel gespielt habt, ich habe es auch erst mit Euch zusammen begonnen. Nachdem auch ich ein paar Tage gebraucht habe, um reinzukommen, war es dann doch ein einmaliges Erlebnis. Das Spiel ist, vor allem wenn man das Ende gesehen hat, eine große Verbeugung vor dem Wunder des Universums und eine Ode an den Entdeckergeist. Kitschig? – Vielleicht, aber wie schön, mal ein Kunstwerk vor sich zu haben, bei dem man nicht beschossen wird. Wie gesagt, es gab auch bei mir Tage, an denen ich mich nicht zu einem dritten Anlauf durchringen konnte, aber das lag v.a. daran, dass ich die Tode intensiver fand als in anderen Spielen (die Höhlen, wenn der Sand steigt … brrrr!). Aber auch ich finde schaden, dass Ihr – neben aller berechtigten Kritik – dem Spiel nicht die gleichen Chancen wie anderen SFS-Spielen gegeben habt, es mögen zu können. Versteht mich nicht falsch, Eure Abschlusswürdigung ist in vielen Punkten glänzend auf den Punkt gebracht. Aber einige, leider auch fundamentale Kritikpunkte beruhen darauf, dass Ihr vieles, was das Spiel an Komfortfunktionen hat, nicht einmal genutzt habt. Und hier liegt vielleicht auch der Eindruck begründet, den einige hier im Forum haben, nämlich dass Ihr dem Spiel weniger Chancen gegeben habt als Ihr es bei anderen, deutlich sperrigeren Spielen, sonst tut (Maupiti Island, come on!). Ganz ehrlich, habt Ihr überhaupt mal ins Optionen-Menü geguckt? Man kann die Zeit in Dialogen und beim Lesen von Texten anhalten. Dann hat man alle Zeit der Welt zum Lesen (Optionen-Menü). Das nennt Christian den grundlegenden Makel des Spiels, aber er wäre so leicht zu beheben gewesen. Und die Geschichten sind ja wirklich interessant. Man entdeckt Aufzeichnungen von Solanum, als sie noch ein Kind war. Irgendwann kann man wirklich die Geschichten einzelner Nomai nachverfolgen. Dann bekommt man auch mehr Bezug zur Nomai-Kultur. Diese wunderbare Art, Hypothesen zu formulieren, als ob man Stanisław-Lem-Figuren beim Kolloquium vor sich hat … Man kann Orte, die man schon einmal entdeckt hat, direkt aufs HUD legen (vom Schiffscomputer aus, wenn man die Einträge liest). Wenn man nur ein einziges Mal schon beim Gefährt auf Schwarzdorn war, ist es ein Kinderspiel, da ein weiteres Mal hinzugelangen: Einfach der Markierung auf dem HUD folgen … Auch bei so riesigen Orten wie dem bröckeligen Krater hilft das ungemein, wenn man sich nicht jedes Mal verlaufen will. Das Spiel bietet an zig Stellen Möglichkeiten, etwas abzukürzen, was man einmal erarbeitet hat. Und das aber nicht als irgendein Achivement, sondern einfach als Wissen, das man sich erwirbt, ohne dass das irgendwo aufgeschrieben wird. Der Weg in die sonnenlose Stadt ist mühsam? Ja, aber nur das erste Mal. Man entdeckt da einen Ausgang neben der Schwerkraftkanone. Wenn man die Stelle einmal kennt, kommt man da auch leicht wieder zurück in die Stadt. Und wie Michel Meyers will ich Euch meinen dummsten Tod nicht vorenthalten: Ich will mit dem Warpkern in der Hand vom Aschezwilling Richtung Schwarzdorn losfliegen. Ab ins Raumschiff, starten, Autopilot an. Der kann einen aber wie ihr schon bemerkt hat, mitten in ein Objekt im Weg steuern. Das war bei mir Glutzwilling. Zusammeprall, Raumschiff defekt. Ich steige hektisch aus, um das Schiff zu reparieren – vergesse aber, den Autopiloten auszumachen. Draußen wundere ich mich noch, weshalb die Triebwerke meines Schiffes feuern, schweiße an der Außenhülle herum, als das Schiff plötzlich abhebt und im Himmel über mir immer kleiner wird, während ich mit dem Warpkern in der Hand schreiend hinterherrenne … ACHTUNG SPOILER!!! vvvvvvvvvvvvvvvvvv Das Spiel lebt halt vom immer wieder Neues entdecken. Daher war Eure Quantum-Mond-Episode auch nicht umsonst. Wenn Ihr Figuren im Spiel nicht trefft, dann tauchen sie am Ende nicht auf. Ich hatte es geschafft, das Spiel durchzuspielen, bevor ich Solanum getroffen hatte. Dann ist sie am Ende auch nicht dabei und am Ende der Credits, nach den 14 Milliarden Jahren, ist das Endbild auch anders. Das neu geschaffene Universum hängt also doch von den Entdeckungen eines bewussten Beobachters ab. Kitschig? – Vielleicht. Kunst? – Ich will eine Tasse im Eurem Shop mit „Herr Peschke hat Recht!“-Aufdruck. ^^^^^^^^^^^^^^^^ ACHTUNG SPOILER!!!

Felix Ewinger

Wenn sie die geschicklichkeitspassagen in OW so kritisieren, werden sie die Action Sequenzen aus Forgotten City hassen ;-)

Mathias Rockel

Hmm, hier könnte eventuell ein Generationenproblem vorliegen: Ihr scheint ein Ableben als einen Klatscher vor die Stirn zu empfinden der schreit "DU HAST VERSAGT, LOSER!" Mir ging das überhaupt nicht so, der Tod ist in dem Spiel ja auch eher ein slap on the wrist, da man für Stellen, für die man beim ersten Mal 18 Minuten braucht, bei folgenden Runs meistens eher in kurzer Zeit durchrauschen kann. Jedenfalls ein bisschen amüsant, dass ihr euch durch den grössten Driss der Achziger oft ohne zu murren durchbeisst und hier so schnell und so oft frustriert wart. ;) Super Staffel jedenfalls, war toll anzusehen, wie ihr ganz viele komplizierte Sachverhalte korrekt vorhergesagt habt. Macht gerne auch in Zukunft ab und zu mal was aktuelleres!

Dios

Für mich persönlich geht ihr mit dem Spiel am Schluss zu hart ins Gericht. Ich habe das Spiel nach der eurer 1. Folge gekauft und von da an parallel zu euch gespielt. Es hat ganz klar seine Ecken und Kanten wie ihr in eurer Analyse schön herausgearbeitet habt, aber für mich überwiegen einfach die Dinge die es fantastisch und irgendwie einzigartig macht. Ich persönlich finde es eine große Bereicherung für das Medium "Computerspiel" und würde mir viel mehr solcher kleiner Perlen wünschen, die sich trauen die ausgetretenen Pfade zu verlassen. Outer Wilds zieht diese Time Loop Mechanik einfach konsequent durch, ist super durchdacht und in bestimmten Momenten visuell eine Wucht. Spiel des Jahres ist daher für mich persönlich eher eine Untertreibung...

flo1234

Danke für die Ergänzungen! :-)

Stay Forever

Als nächstes machen wir erstmal wieder ein altes Spiel.

Stay Forever

Ich fände es so nice, wenn ihr als nächste Forgotten City spielen würdet, ich fand diese Staffel zwar unterhaltsam, aber das Spiel hat mich doch ziemlich kaltgelassen und ich denke nicht, dass ich mir das mal ansehen werde.

Desperado

Der Schiffscomputer war für mich ein Grund am Spiel dranzubleiben. Es hat mich immer gefreut, wenn ich gestorben bin aber mein Computer aufleuchtet um neue Quervebindungen in der Geschichte zu ziehen. Im Fazit hätte man die Tode oder Abstürze am Bröckligen Krater etwas entschärfen können. Und es erfordert eine gewisse Lernkurve was man riskieren kann oder lieber lassen sollte.

Matthias M.

ACHTUNG SPOILER!!! vvvvvvvvvvvvvvvvvv Hier noch ein paar Ergaenzungen und/oder Dinge die ihr uebersehen habt: (Alles meine Interpretation und ohne jeglichen Anspruch auf Vollstaendigkeit.) - Ist euch aufgefallen, dass die von Christian beschriebenen "Roten Blutkoerperchen" im roten Knoten von Dark Bramble aussehen wie Fischeier? Deswegen sind da auch gleich 3 von den Viechern am Eingang! (Mamma bewacht das Nest und so.) - Den Zeitloop habt ihr korrekt erfasst: Die Sonne wird zur Supernova, das Ash Twin Project faehrt hoch und schickt das Signal zum Feuern der Sonde 22 Minuten in die Vergangenheit... das wiederholt sich 9 Millionen mal bis die Sonde tatsaechlich auf das Auge stoesst. Dann aktiviert das ATP die Masken/Statuen und der Protagonist ist dann gerade zufaellig neben der Statue im Museum, wird deshalb mit ihr gepaart und erfaehrt fortan den Loop anhand der immer zurueck-gestreamten Erinnerungen mit. - Die Nomai haben durchaus die Hearthians gekannt (als amphibische Unterwasserwesen). Warum sind denn dann die Hearthians nicht an der Geistermaterie gestorben? Nun, diese ist unter Wasser voellig harmlos. Dies kann man sogar selbst testen indem man auf Giant's Deep auf Gabros Insel wartet bis diese hochgeschleudert wird. Beim Runterfallen wird der Tunnel mit Geistermaterie, so wie die ganze Insel, kurz unter Wasser gesetzt, und dann kann man ihn problemlos durchqueren. - Es gibt einige Artikel in denen die Entwickler ueber die Technik des Spiels reden. (Wie Broken Hollow funktioniert, oder auch was mit der Simulation schiefgeht wenn man den Scout auf einem Planeten plaziert, das Raumschiff auf einem anderen und selber noch zu einem dritten reist.) Durchaus interessant wenn man sich fuer sowas begeistern kann. - Als Belohnung fuers Duchlesen zum Schluss noch mein duemmster Tod im Spiel (Ich hab so sehr ueber eure gelacht, da habt ihrs euch verdient dass ich mich hier entbloesse): Da fliege ich also in den roten Knoten in Dark Bramble rein, lasse sofort alle Tasten und Hebel an meinem Xbox 360 Controller los und schaue zu wie ich den 3 Anglerfischen entgegen gleite. "Gut, kannst Du den Controller kurz hinlegen" denk ich mir und knalle ihn dann genau so auf den Buerotisch, dass einer der Trigger eingedrueckt wird. Lautes Aufschreien, die 3 Fische drehen sich zu mir hin, und TOT! ^^^^^^^^^^^^^^^^ ACHTUNG SPOILER!!!

Michel Meyers

Lustig, dass ihr euch darueber aufregt, dass man die Nomai Texte so schnell lesen muss, wo es doch extra eine Option gibt (die glaube ich sogar standardmaessig an ist) die die Zeit anhaellt waehrend man liest (spezifisch z.B. wenn man den Uebersetzer auspackt). Fuer mich war "Texte Lesen" immer eine willkommene Verschnaufpause weil ich ja wusste, dass mir waehrenddessen ausnahmsweise mal nichts passieren kann. (Man verschreie mich gerne als Cheater fuer das Anlassen dieser Option.) Davon aber mal ab: Grossartige Staffel! Ich habe viel gelacht, hauptsaechlich ueber Gunnars Ungluecke, und es war auch faszinierend euren Gedankengaengen zu folgen wie ihr euch die Welt von Outer Wilds zusammengepuzzelt habt. Auch zu hoeren wie die Spielmechanik und das Design den schmalen Grad zwischen genial und unertraeglich beeinflussen fand ich ganz spannend. Bei mir verlief das Spiel fast wie an einer Perlenkette: Die Reisenden finden und alles aufsaugen, was die einem so beibringen, dann Broken Hollow und Giant's Deep erkunden, und als es da kein Vorankommen mehr gab die Streifzuege auf den Rest des Sonnensystems ausweiten bis irgendwann alles abegrast war und der Bordcomputer kein "There is more to explore here" mehr anzeigen konnte. Ich habe auch nie wirklich Zeitdruck verspuert. Klar, manchmal hat "End Times" schon zu einem unangenehmen Moment eingesetzt aber selbst da wusste ich irgendwann "jetzt laeufts noch grob eine Minute, also sammel das was jetzt noch in Reichweite ist, und passiere im Kopf schonmal die Schritte Revue die es braucht um gleich wieder hier zu sein". Falls Gunnar wirklich den DLC durchspielt wuerde ich mich auch sehr ueber eine Zusatzfolge mit seinen Eindruecken davon freuen. (Der DLC ist durchaus anders als das Hauptspiel und setzt, zumindest wenn ich mich jetzt nicht komplett falsch erinnere, nicht ganz so viel auf Geschicklichkeit und Steuerung.)

Michel Meyers

Christian beschreibt diese Selbsterkenntnis ja ganz gut und ich kann die sogar voll nachvollziehen. Ich habe OW das erste mal gespielt ohne überhaupt etwas darüber zu wissen und fand den Tutorial Teil am Anfang schon so „anti AAA“ das ich’s nach dem ersten Start in den Weltraum wieder beiseite gelegt habe. Nachdem aber alle so fasziniert davon waren habe ich es Monate später nochmal mit frischem Kopf neu angefangen und dann hat es mich drei Tage nicht mehr los gelassen.

Mathias Rockel

Ich gehöre zu 95% (Den Weg ins Projekt Zwillingsasche hab ich nachschlagen müssen) zur Fraktion "Ich liebe Outer Wilds" und das liegt daran, dass ich offensichtlich ein anderes Spiel gespielt habe. Während der gesamten Staffel hatte ich immer den Eindruck ihr spielt so eine Art Dark Souls-Myst und das entsprach so überhaupt nicht meiner Spielerfahrung. Ich hatte beim Spielen zu jedem Zeitpunkt das Gefühl, dass meine Neugier belohnt wird. Solange ich gut beobachte und mich sorgsam in der Welt bewege habe ich keine Probleme mit der Umwelt und den Gefahren, sondern erlebe im Gegenteil ständig Wunder. Ich hab dann auch extra nochmal bei Steam nachgeschaut und bei mir stehen da 22 Stunden. Ich bin garantiert auch maximal 10-15 Mal gestorben (vor Ende eines Loops). Und das ist meine Erklärung: Unterschiedliche Mindsets. Ja, ich hasse das Wort auch, aber ich erkläre was ich meine. Ich habt von Folge 1 an den eindruck gemacht, dass ihr das Spiel unterschätzt. Ihr hattet das Mindset "Das sieht putzig aus, ist ein modernes Spiel, das kann also nicht viel von mir verlangen". Bei euren anderen Staffeln "SF spielt..." habt ihr teilweise seitenweise Excel-Tabellen befüllt und eigene Karten gezeichnet etc. Ihr wusstet dann "Das ist ein altes Textadventure, die sind gnadenlos, da müssen wir uns anstrengen!". Hier seid ihr gefühlt oft unkoordiniert durchs All gestolpert. Zumindest klang es in den Podcasts so. Ich hab damals den "Mini-Spoiler" bekommen, dass das Spiel brillant sei und man aber gut aufpassen und konzentriert spielen müsse, um alles zu checken. Das hatten mir Bekannte so gesagt und mit dem Mindset hatte ich eine fantastische Erfahrung. Es ist unheimlich schade, dass ihr die nicht hattet, obwohl Outer Wilds sicherlich spielerisch, erzählerisch und künstlerisch zum Besten gehört, was ihr bei "Stay Forever Spielt" je behandelt habt. Die Staffel war trotzdem toll und sehr unterhaltsam. Ich habe fasziniert und ungläubig gelauscht wie extrem unterschiedlich man so ein kleines Spiel erleben kann.

Dennis Weller

Ich bin völlig bei euch, fand das Spiel in seinen Weltgestaltung faszinierend, aber das viel sterben macht mich fertig und ich habe es letztendlich abgebrochen bevor ich es abgeschlossen habe. Hab trotzdem diese SFS Serie sehr genossen, danke für die viele unterhaltsame Gespräche

Philippa

Das es euch nicht so gefallen hat. Ich bin klar in der anderen Gruppe, mich hat das Erkunden, Erkenntnisgewinn und das Uhrwerk super fasziniert und habe das so noch nie bei einem Spiel erlebt, dass ich einfach mehr wissen wollte über die Welt und das was da passiert und passiert ist. Mich haben die Spielmechaniken und auch das Sterben da auch nicht besonders von abgehalten. Vielleicht habe ich diesen Zen-Zustand erreicht, dass ich es auch voll OK fand in einer Sackgasse zu stecken in der ich aber etwas neues Herausgefunden habe, und mit diesem Wissen dann sofort einen neuen Run zu starten. Man hat in diesem Universum genau diese 22 Minuten, aber da es ja keinen (naja einen) finalen Failstate gibt, ist der einzelne Run an sich insgesamt auch bedeutungslos und daher habe ich mich selten über einem mißglückten Anlauf geärgert. Ich glaube, innerhalb eines Loops speichern zu können hätte die Erfahrung für mich eher kaputt gemacht. Aber ich kann voll verstehen, so wie Christian es beschreibt, wenn man mal auf dem falschen Gleis ist, hat man wahrscheinlich kaum eine Chance da wieder runter zu kommen. Die Spielmechanik an sich ist eher Indie-Niveau, und wenn man damit nicht klar kommt verstehe ich, dass es die Faszination am Rest leicht überdecken kann.

Mathias Rockel

"Bewegliches Myst mit Sterbenkönnen" trifft es perfekt. Genau diesen Eindruck hatte ich immer wieder beim Zuhören. Und weil Gunnar gesagt hat, 3D ist eine Dimension zu viel: So ging es mir auch. Ich hab nach eurer vorletzten Folge ein Let's Play von Outer Wilds zu schauen begonnen, bekam aber schon nach kurzer Zeit Motion Sickness und musste aufhören. Liegt vermutlich am Alter, als Jugendlicher konnte ich 3D-Spiele aus der Egoperspektive problemlos spielen, jetzt geht nicht mal mehr zuschauen. In diesem Sinne danke für die euren Podcast. 🙂

Pandapapst

Was ist schade?

Stay Forever

Schade, aber verständlich begründet.

Mathias Rockel


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