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Format ohne Namen #14

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir abonnieren Zeitschriften, kaufen Superföhns (Föhne?) und weinen in der Öffentlichkeit.

Dies ist unser Format ohne Spielebezug, nichts als pure, äh, Lebensweisheit.

Viel Spaß

Chris + Gunnar

Format ohne Namen #14

Comments

Hallo Christian und Gunnar, wieder einmal zeigt sich warum FoN mein Lieblingsformat bei euch ist. Vielen Dank Christian, dass du diese Erfahrung mit uns geteilt hast. Das hat mich zu der Trauerfeier zurück gebracht als 2017 meine Schwägerin gestorben ist. Mit 38 Hirntumor ... 6 Wochen nach der Diagnose. Mein Bruder hat da nicht geweint und war für alle anderen die Stütze. Ich selbst bin eher wie Gunnar. Trauer trifft mich nicht so hart, aber Rührung kann ganz schnell den Wasserfall anschalten. Auf jeden Fall vielen Dank euch und mein Beileid für Christians Verlust!

Ferdinand von Schenk

Vielen Dank für diese bewegende Folge. Auch ich kenne das leider mit dem Verlust eines lieben Menschen. Meine Frau ist überraschend und viel zu jung mit 44 Jahren letztes Jahr verstorben. Das hat mein Leben total auf den Kopf gestellt. Wir waren 20 Jahre zusammen, lange verheiratet und dachten, wir hätten noch so 25 oder 30 Jahre zusammen. Obwohl ich nicht so der emotionale Mensch bin (Informatiker...), heule ich bis heute los wenn ich über sie rede oder mich an sie erinnere - auch jetzt wieder. Für mich habe ich beschlossen: Das ist ok, das ist gut. Wer das komisch findet oder diese Denke "Männer dürfen nicht weinen" hat - das ist dann dessen Problem, nicht meins. Vor allem das, was Gunnar gesagt hat, wer in so einem Fall wichtig ist und wer sich um wen kümmern muss, fand ich richtig gut.

Boris Klug

Lieber Christian, mein herzliches Beileid. Einen Elternteil zu verlieren ist mit nichts anderem vergleichbar und reißt eine so unendlich große Lücke in sein bisheriges Leben. Ich kann es sehr gut nachfühlen. Mein Vater ist im Juni gestorben, auch relativ plötzlich mit 66 Jahren und nur 5 Wochen nach der Diagnose. Ich kenne diese Situation der plötzlichen Gelassenheit während des Sterbeprozesses am Bett, nach Stunden der Anspannung und Furcht vor dem Unbekannten, von mir und meiner Familie in den Momenten kurz vor dem Ende auch. Wir hatten auch das Gefühl das es ihm sehr geholfen hat als wir loslassen konnten und angefangen haben untereinander zu reden. Er wurde sofort ruhiger und hat irgendwann am Morgen einfach aufgehört zu atmen. So war der Moment würdevoll, ruhig und auf surreale Weise erlösend, nach der vorangegangenen Krankheitsgeschichte. Bei uns kam der Hammer dann auch erst am folgenden Tag, wo man das Geschehene erst richtig realisiert hat. Nur von geplantem Weinen, sowohl innerhalb oder außerhalb von Wäldern, kann ich nicht berichten. Bei mir war und ist es dann doch eher spontan und unkontrollierbar. Immer dann wenn man Berührungspunkte mit der Lücke hat, die aufgerissen wurde. Ich wünsche Dir und Deiner Familie, gerade jetzt in der Weihnachtszeit, viel Kraft, Zusammenhalt und nur die besten Erinnerungen an Deine Mama. Benni aus Bochum

Benjamin Böhm

Umarmung an beide für diese wunderbar offenen Folgen jedes Mal. Es ist nicht einfach sich so ins Leben schauen zu lassen, man gibt da viel Preis was einen vielleicht unangenehm ist - schön das ihr Vertrauen in uns habt um sowas zu teilen :) Christians offensichtlicher Autopilot der beim Tod seiner Mutter ansprang, war mir wohlbekannt - ich hab mich, als mein Exfreund mit suizid drohte (nach dem Schluss machen) in ein anderes Büro gesetzt um den letzen verbliebenen Kollegen nicht mit meinen geheule zu verstören. Ich kenn dieses 'für andere stark sein' zu gut. Was mir geholfen hat, mich mehr fallen zu lassen, war die Situation anders zu betrachten: Wie würde sich mein Freund fühlen, wenn ich ihn brauche aber es ihm nicht vermittle? Sicherlich (habs mir von ihm bestätigen lassen) wäre er verletzt, vertraue ich ihm denn so wenig, dass ich glaube, er verkraftet es nicht, wenn ich mal nicht die Starke sein kann? Dieses 'Vertrauen ist es auch, Schwächen zu zeigen' hat mir geholfen. Ich war auch misstrauisch, weil er hat es nie machen müssen bisher. Wunder was, er hat es ganz wunderbar gemacht und wenn man sich mal einen Schritt in das Netz traut merkt man wie schön es ist sich fallen lassen zu können. Ich hoffe ich trete mit meiner Nachricht niemanden zu Nahe. Abschließende Umarmungen an die Leute, die eine brauchen!

Mehdrescher

Vielen Dank für das offene Gespräch, ich finde es immer wieder faszinierend euch zu lauschen. Krass, wie ähnlich ich mir in dieser Folge zu Gunnar vorkam, ich benutze praktisch nie einen Fön und weine in komischen Situationen (Theodens Tod in HdR) aber bei den Beerdigungen meiner Großeltern hab ich nur Leere empfunden und konnte keine Träne verdrücken. Vielleicht liegt es an der medizinischen Ausbildung. Aber ich stelle dafür mit erschrecken fest, wie schnell meine Kinder wegen jeder Kleinigkeit heulen 😅.

jachsgy

Ich wollte meinen Dyson V8 Sauger damals wirklich lieben, aber mit einer gewissen Anzahl an Kindern im Haushalt, habe ich eher das Gefühl, Gerätschaften für den Professionellen Bedarf zu benötigen.... 😒

Erik

Zu 1) Nein, sie ist zu niedrig! Du siehst doch, unsere Ausgaben steigen! Zu 2) Naja, es wäre sicher nicht zuviel verlangt, selbst in ein Formschreiben unter Wahrung des Datenschutzes reinzuschreiben, dass die Anzeige sich als gegenstandslos herausgestellt hat.

Stay Forever

Vielen Dank für, überwiegend, lockere Runde. Bei mir bleiben ja zwei Fragen zurück: 1. Christian kauft sich teure Föns, Gunnar extra Bücher, um das leere Büro zu füllen. Ist mein Pledge vielleicht doch zu hoch? 2. Gunnar kann, vom Hören her, wohl ab und an, ähnlich wie ein Kumpel von mir von der selben Art, anstrengend sein. Gunnar, du musst viel lockerer werden und nicht überall 100% verlangen. Einfach mal locker durch die Hose atmen erleichtert das Leben, gerade auch mit Anfang 50. ;) @Und Ämter am Schluss - für über 60 Riesen jährlich gehe ich gerne in die Hölle, Gunnar :p : Das sind halt Formschreiben. Es ist doch klar, dass eine Behörde nicht schreibt, dass ein Vorgang beendet ist, weil die anonyme Anzeige des Schwagers nach Ermittlung haltlos war. Da geht es auch, mal wieder, um den Datenschutz des Anzeigenden, übrigens gerne eine Person im Umfeld (Bekannte, Familienangehörige, Kollegen). Da wird halt mitgeteilt, dass der Vorgang abgeschlossen ist und fertig ist der Lack.

Maestro84

Wer bei seinen Eltern am Grab nicht weinen kann, ist sicher nicht hart, sondern nicht ganz sauber. Als mein Großvater unerwartet starb, bekam mein Vater einen Blinddarmdurchbruch. DAS nenne ich mal eine Reaktion. Hätten fast die zwei Beerdigung planen können.

Maestro84

Mein Beileid auch an dieser Stelle für Christian. Und großen Dank für euren offenen Dialog dazu. Was Anschaffungen angeht kann ich nur sagen der Dyson V12 war ein von euch beschriebener Moment. Da wir mit Haustieren immer viele Haare und Dreck saugen müssen haben wir die hohe Summe investiert und das in einem Jahr an Lebenszeit zurück gewonnen. So viel Zeit und vor allem ärger erspart. Es klingt wie eine leere Werbehülse, aber als ich zu diesem Sauger wechselte hab ich das Gefühl gehabt 30 Jahre mit einem Spielzeug nur so getan zu haben als hätte ich gesaugt. So. Werbeblock-Ende. Leider kriege ich keine Prämien für die Kaufempfehlung die seit 2 Jahren überall betreibe.

McSpain

Das waren sehr persönliche Gedanken. Vielen Dank, dass Sie uns ein Stück mitgenommen haben.

André Raulfs

Mein aufrichtiges Beileid an Herrn Schmidt.

Oh je, das tut uns sehr leid. Wir wünschen dir und deinen Angehörigen viel Kraft!

Stay Forever

Vielen Dank für das offene Gespräch. "Passend" für mich zu einem traurigem Anlass, meine Mutter starb vor drei Tagen.

Demetos

Danke für diese Folge und vielen Dank vor allem für die letzten zehn Minuten. Ihr seid großartig.

Deutsche Pizzen waren bis in die späten 90er vor allem schlechter. Habe auch immer weniger Papier zum Lesen, aber gelesene Bücher im Schrank fühlen sich für mich wie eine Art Trophäe an. Christian, mein Beileid an deine Familie. Ich kannte deine Mutter vom Young In The 80s Podcast und fand sie sehr sympatisch und humorvoll. Als die Mutter meines Vaters starb, sah ich ihn vielleicht zum ersten Mal weinen, bei der Beerdigung. Ich spürte schon da, dass das ein wichtiger Moment für meine Beziehung zu ihm ist. Meine Erfahrung mit Trauer hat mir eher gezeigt, dass ich sie nicht zurückhalten sollte. Ich habe die Tendenz, mich in Arbeit zu stürzen, oder auf andere Dinge, was auf Dauer sehr ungesund sein kann.

Vitor Zimmerer

Haha. Voll die wahre Geschichte mit der Pizza. Früher gab es nach meiner Erfahrung zu Pizza auch immer einen Salat dazu. Das macht heute auch keiner mehr.

sfxon (Steve Krämer)

vielen dank, dass ich diesem gespräch lauschen durfte.

Matthias Reißner

Vielen Dank für das offene Gespräch. Der Abstand war bei mir, zugegebenermaßen, doch etwas größer. Ich habe es auf jeden Fall als enorm wichtig und befreiend empfunden auf der Beerdigung weinen zu können. Auch für den Trauerprozess fand ich es sehr hilfreich. Auch die Botschaft, die nach außen gesendet wird finde ich schöner, wenn ich meine Trauer zeige, als wenn ich versuche hart zu sein.

Alexander Brink

Das war eine Folge mit einem etwas anderem Vibe und ich fand es sehr interessant!

Rahmolus

juhuuuu *clap*

Torsten


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