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SF Lektüre: The Making of Prince of Persia

Liebe Freundinnen und Freunde,

der Christian hat ein Buch gelesen und erzählt es dem Gunnar, damit der es nicht lesen muss. Und weil zufällig ein Tonbandgerät mitlief, könnt ihr es auch anhören.

Viel Spaß

Chris + Gunnar

SF Lektüre: The Making of Prince of Persia

Comments

Dann tut es mir Leid. Das habe ich dann wohl falsch herausgehört - passiert ja manchmal das man nicht das hört was das gegenüber gesagt (gemeint) hat 😉😅 Ich kenne leider die Version mit Annotationen nicht und es klingt wirklich so, als ob sie überflüssig wären. Was ich meine ist, dass Williams und Meier beide Framing betreiben (und ich erinnere mich an die Bullshit Floskeln von Williams als Rechtfertigung). Ich kann verstehen, dass es spannend gewesen wäre Mechners aktuelle Gedanken, seine Reflexionen zu erfahren und dass das dem Werk geholfen hätte ein besseres Buch zu sein. Auf der anderen Seite ist Mechner aber sehr ehrlich indem er den Text so lässt wie er ist und es dem Leser überlässt zu urteilen. Damit ist es vlt. als Buch nicht so gut, aber eben eine sehr authentische Quelle. Die Stripe Press Seite finde ich übrigens auch überragend; da möchte ich jedes Buch kaufen…

Alexander Brink

Ich habe Mechner doch nicht vorgehalten, dass er nicht mehr Spiele geschaffen hat, sondern mein Bedauern darüber ausgedrückt. Der Vergleich mit den Werken von Ken Williams und Sid Meier hinkt, weil beide in ihren Büchern unter anderem auch Selbstkritik üben. Eine Auseinandersetzung mit dem jüngeren Ich - egal in welche Richtung - findet im Mechner-Buch schlicht nicht statt, es hat keine reflexive Ebene.

Stay Forever

Freue mich sehr, dass die Reihe fortgesetzt wurde, wenn ich die Folge auch für die bisher schwächste halte; liegt vlt daran, das Christian nicht so begeistert ist, vlt auch an der Struktur des Buches. Zwei Dinge wollte ich aber noch Kommentieren: Zum einen den Quellenwert: klar wurde hier eine Auswahl getroffen was behalten uns was weggelassen wurde - dieser Auswahlprozess findet beim Tagebuchschreiben selber aber natürlich auch schon statt. Verglichen mit anderen Primärquellen ist das hier eher ein Luxusproblem (vgl. Cäsars Gallischer Krieg) und gerade für die Frühzeit der Computerindustrie ist das ja eher rar. Würde dem Buch mehr Quellenwert beimessen als Interviews die 30 Jahre später geführt werden. Um eine gute Quellenkritik kommt man natürlich dennoch nicht drum herum. Zum anderen finde ich Christians Urteil teils etwas harsch. Mechner Vorzuhalten, dass er nicht mehr Spiele geschaffen hat, halte ich schlicht für unangebracht. Zudem finde ich es ganz Vorbildlich, wie sehr sich Mechner mit dem Text öffnet - dass sein Sexismus drin bleibt undfür den Leser erkennbar wird, ist doch eher eine Stärke, als das am Ende alles Retrospektiv glatt gebügelt wird wie bei Ken Williams oder Sid Meier. Und auch wenn mit den Passagen zum Jetset Lifestyle logischerweise der Leser den Connect und infolgedessen auch die Sympathie verliert, halte ich es eher für lobenswert, dass hier nicht alles zusammengestrichen wird, um ein schöneres Selbstbildnis zu schaffen. Das mit den Schwarzweissfotos ist natürlich wieder super ärgerlich…

Alexander Brink

Und genug Tonband zur Verfügung steht.

Staub Sauger

Ich muss sagen, glücklicherweise haben wir bei Euch oft Glück das Tonbandgeräte mitlaufen :D

Khatgar


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