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Zehn Jahre Klüger: Juni 2012

Liebe Freunde,

wenn es bei unseren drei Themen aus dem Juni 2012 einen roten Faden gibt, dann vielleicht den, dass erste Einschätzungen manchmal ganz schön daneben liegen können. Kaum jemand hat 2012 den Erfolg von Warframe kommen sehen, hat die Marktchancen von Virtual Reality richtig eingeschätzt oder unmittelbar erkannt, dass es Epic mit der Unreal Engine 4 nicht in erster Linie um bessere Grafik geht. Aber das ist ja das Schöne an unserem Rückblick: Wir sind zehn Jahre klüger und schauen uns das alles nochmal genauer an.


[00:04:56] „John Carmack macht ein Virtual-Reality-Headset”

Auf der E3 im Juni 2012 präsentiert der id-Software-Cheftechniker John Carmack hinter verschlossenen Türen den Prototypen eines Virtual-Reality-Headsets, und alle so: John Carmack macht VR! Das stimmt so nicht ganz, denn das Headset stammt von jemand anderem; eine damals noch unbekannten Kalifornier namens Palmer Luckey. Der wird kurz darauf mit seiner Firma Oculus den VR-Boom auslösen, der durch die zweite Hälfte der 2010er-Jahre brandet. Woher kam Luckey, wo ging er hin, und welche Bedeutung hatte VR damals und heute?


[01:00:36] „Warframe - Darkness-2-Macher arbeiten an Free2Play-Koop-Shooter“

Digital Extremes sind ein traditionsreiches kanadisches Studio, das aus der Shareware-Ära stammt und mit Unreal Tournament zu Ruhm kam. Im Juni 2012 steht es schlecht um die Firma: Die Aufträge sind versiegt, das Geld reicht nur noch für maximal ein Jahr. Digital Extremes setzt alles auf eine Karte, zieht ein altes Konzept aus der Schublade und setzt es als ziemlich eigenwilligen Free-to-Play-Shooter um. Die Presse ist nicht begeistert von Warframe – aber die Spieler. Wir erzählen, warum sich Warframe trotz Startschwierigkeiten über Jahre hinweg zum Hit mausert.


[01:37:52] „Unreal-Engine-4-Demo zeigt, was Next-Gen-Grafik leisten kann“

Moment mal, hat Epic Games nicht erst 2011 mit der beeindruckenden „Samaritan“-Demo gezeigt, was die Unreal Engine 3 alles kann? Und nun direkt die nächste Leistungspräsentation für die kommende Unreal Engine 4? Zwar sieht „Elemental Knight“ sehr gut aus, ein großer grafischer Sprung zur Vorjahres-Demo ist aber nicht zu erkennen. Doch Epic geht es mit der Unreal Engine 4 im Grunde auch um etwas ganz anderes als reine Grafikfähigkeiten.


[02:05:03] … und das Spiel des Monats kommt aus Deutschland, sorgt aber international für Aufsehen. Denn der Shooter möchte etwas Grundlegendes ganz anders machen als seine Genre-Kollegen. Ist ihm das gelungen?


Viel Spaß beim Hören!

Christian & André

Zehn Jahre Klüger: Juni 2012

Comments

Sehr schön, dass ihr mal Warframe zum Thema macht. Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben, dass ihr darüber redet, als ihr dereinst darauf verzichtet habt Dark Sector zum Spiel des Monats zu machen. Ich mittlerweile doch viel Zeit in das Spiel gesteckt und glaube, dass ich da hinter jeden Busch geguckt habe. Zu Warframe bin ich über Dark Sector und die Empfehlung eines Kollegen gekommen. Dark Sector hat mir damals sehr gut gefallen. Ich habe das mehrmals durchgespielt. Eigentlich habe ich mir davon immer eine Fortsetzung gewünscht. Die haben wir dann ja mehr oder in der Form von Warframe erhalten. Sehr vieles aus Dark Sector findet sich ja dann auch in Warframe wieder (z.B. ganze Bossfights). Insofern hätte man das Potential des Games frühzeitig erkennen können. Wobei das heutige Warframe ein anderes Spiel ist, als damals. Eigentlich ist es mittlerweile eine Art Warframe 2.0. Mit der Einführung der Plains of Eidolon (Ende 2017) hat das Spiel die Punkte auf den Planeten mit den zufälligen Tilesets, nicht mehr weiterentwickelt sondern setzt auf feste openworldartige Maps mit Missionen, Bergbau, Tierfang und Angeln. Von diesen Maps gibt es mittlerweile drei (die Plains, Fortuna und Deimos). Auch hat mit dem Focussystem, ein Stück von The Darkness 2 den Weg zu Warframe gefunden. Auch optisch hat sich seitdem einiges am Spiel getan. Ein Hinweis noch zu den Konsolenversionen. Sony hat quasi die Resourcen für den PS4 Port bereitgestellt, weil sie damals das Spiel unbedingt für die PS4 wollten. Pay to Win ist das Spiel nicht, das wichtigste im Spiel sind die unzähligen Mods zur Verbesserung des Loadouts und sind alle erspielbar. Die Beginnerguides halte ich für wenig Zielführend. In das Spiel muss man durch zocken reinwachsen. Wobei man wichtige Teile der Ausrüstung schon sehr früh im Spiel haben kann. Alte Weisheit die von Beginn bis heute gilt: Mit dem Rhino kann man jeden Kontent erfolgreich spielen.

Maik Jupe

Die Oculus Rift wird leider nicht mehr so gut unterstützt. Auf The Climb 2 warte ich bis jetzt vergebens. Angebote gibt es schon einige Jahre nicht mehr.

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