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Zehn Jahre Klüger: Juli 2013

Liebe Freunde,

vielleicht lest ihr diesen Text gerade auf eurem Handy, während nebenbei ein anderes Gerät läuft, der Fernseher oder der Computer. Dann haben wir euren „Second Screen“ erobert, was den Machern der Inhalte, die gerade auf eurem anderen Bildschirm laufen, gar nicht gefällt. Deshalb wollten die das auch mal ändern – wie, das ist eines unserer Themen aus dem Juli 2013.


[00:02:34] „EA Phenomic geschlossen“

Volker Wertich macht sich in Deutschland als Erfinder von Die Siedler einen Namen, Ende der 90er gründet er dann sein eigenes Entwicklerstudio: Phenomic. Das landet mit Spellforce einen Hit und schließlich im Schoß von Electronic Arts. Der nächste große Wurf soll Battleforge werden, doch das erreicht – trotz sehr guter Qualität – nicht die erwarteten Verkaufszahlen. Statt großer Brötchen backt Phenomic in der Folge kleine Browserspiele, im Juli 2013 macht EA das Studio dann dicht. Wieso zerschellt ein deutscher Hoffnungsträger im globalen Konzern Electronic Arts? Für die Antwort haben wir uns Unterstützung vom Branchenkenner und ehemaligem Spellforce-Producer Ralf Adam geholt.


[00:58:49] „Fez 2 nach Twitter-Wutausbruch des Entwicklers Phil Fish abrupt eingestellt“

Was für ein Theater: Im Juli 2013 explodiert der als volatil bekannte Indie-Entwickler Phil Fish in einem zweistündigen Wutausbruch auf Twitter und stellt im gleichen Zug die Entwicklung am kurz zuvor angekündigten Fez 2 ein. Wow, was ist denn da los? Das Ganze hat natürlich eine Vorgeschichte, und die hängt einerseits mit Phil Fishs Persönlichkeit zusammen, noch viel mehr aber mit sozialen Medien, krawalliger Spiele-Presse und dem toxischen Teil der Spieler-Community – eine Gemengelage, die 2014 in den Gamergate-Eklat münden wird.


[01:44:40] „Xbox Smartglass hat mehr als 17 Millionen Downloads“

Moment, was war nochmal Xbox Smartglass? Ach ja, eine Begleit-App für Mobilgeräte, die sich mit der Xbox 360 verbindet. Erweiterte Inhalte für Spiele verspricht Microsoft, neue Interaktionsmöglichkeiten und Komfortfunktionen. Das liegt damals im Trend, Microsoft ist eher spät dran: Alle wollen den „Second Screen“ erobern, den mobilen Bildschirm, den inzwischen jeder in der Tasche hat. Wie kommt es zu dieser Idee, wie wird sie umgesetzt, und wie steht es heutzutage mit dem Second Screen?


[02:09:46] … und das Spiel des Monats bereitet uns diesmal einige Kopfschmerzen, denn es ist eindeutig das wichtigste Spiel aus dem Juli 2013, aber keiner von uns beiden hat so recht einen Bezug dazu. Also stümpern wir uns durch die Besprechung und ringen uns ein halbgares Urteil ab.


Viel Spaß beim Hören!

Christian & André

Zehn Jahre Klüger: Juli 2013

Comments

Ich bin ja dafür dass Christian und André eine Sonderfolge machen in der sie zwei Stunden lang Hörerfragen zum Thema MOBAs beantworten, und uns dabei weitere Einblicke in die Details der dort vorherrschenden Spielemechaniken liefern

Florian Reinhardt

Das Thema liegt dir offensichtlich am Herzen, aber deine ganze Argumentationskette find ich ziemlich komisch und wirkt zusammenhanglos. Du springst wild von einem zum anderen.

Ap

Junge Junge. Du interpretierst da aber schon eine Menge rein. Über schwierige Personen wird ja nun nicht zum ersten Mal gesprochen. Dass der Typ die Pfanne am brennen hat kann man ruhig mal festhalten.

Andreas de Penz

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wohin du willst, außer, dass du irgendwie der Meinung bist, dass man heute nicht mehr "offensen" (was?) dürfte und am Ende bei einem Nazivergleich landest. Ja nun.

Stefan Weidner

Hi, ich möchte ein paar für mich relevante Denkanstöße zum Phil Fish Teil machen. Ihr sprecht das Thema Mental Health an. Das ist natürlich wieder so ein Modethema. Allerdings ist es auch ein Etikett, welches man Menschen antackert, die nicht sozialadäquat, bzw. nicht gesellschaftskonform agieren. Natürlich gibt es psychische Erkrankungen, aber nur weil man rüpelhaft oder keine Lust auf diplomatisches diskutieren hat, ist man nicht gleich krank. Man sollte dieses Framing sehr kritisch betrachten. Wer die kapitalistische Arbeitsweise nicht mehr leisten kann, hat eben einen Burnout. Dann gibt es eher eine Erkrankung als das System in Frage zu stellen. Phil Fish wird von euch aus der Ferne als jemand mit Mental Health Problemen bezeichnet. Vielleicht war er einfach nur sehr direkt und eindeutig, was heute sehr verpönt ist, weil man nicht offensen darf. Die Mär von der Täter - Opfer Kehr ist auch ein Framing, um das Erforschen von Motiven und Ursachen kleinzuhalten. In einem Gerichtsverfahren geht es genau darum. Bspw. erkundet man in einem Mordprozess ganz genau die Ursachen und Motive. Vielleicht würde der Täter provoziert, oder im bestcase für den Täter handelte es sich um Notwehr. Notwehr ist Täter - Opferumkehr im Extremen. Mich interessieren immer beide Seite und man sollte skeptisch bleiben. Als letzter Punkt... Progressiv zu sein, ist auch nur ein Framing. Ist es progressiv genau die oben genannten Mental Health Probleme in einem Spiel zu zeigen, ohne das Framing "Mental Health" in Frage zu stellen? Wenn ihr euch als Journalisten bezeichnet, solltet ihr bei solchen Begriffen skeptisch bleiben und welchen Sinn dieses Framing für eine Gesellschaft hat. Es gab eine Zeit in der man nicht konformes Verhalten als "entartet" geframt hat und der Großteil der Gesellschaft das mittrug. Das trug mich zwar etwas weg vom Thema, aber vielleicht liest es jemand und versteht wohin ich wollte.

Ralf Tanne


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