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Das Format ohne Namen #19

Liebe Leute,

hier ist die jüngste Ausgabe des Formats ohne Namen.

Wir sprechen über alles mögliche, aber halt nicht über Retrogames. Das Gespräch streift die Wildes Maus, das Requiem von Mozart, eine Katze, die Streits verhindert und einiges mehr.

Wir wünschen viel Spaß beim Hören

Chris + Gunnar

Das Format ohne Namen #19

Comments

Es ist m.E. auch möglich, sich der klassischen Musik über Filmmusik zu nähern. Ich glaube, dass bspw. Bedrich Smetana und seine synfonische Dichtung "Mein Vaterland", die Bilder im Kopf erzeugt, ist ein guter Einstieg in die klassische Musik sein kann. Ups, da hätte ich die Folge wohl erst einmal zu Ende hören sollen. :) Da kam der Tipp ja schon. Schöne Folge! Danke Euch!

Makari

Ich weiß nicht, ob ihr das wollt und ich würde euch verstehen, wenn ihr das nicht machen wollt, aber könnt ihr die Bilder von euch vielleicht noch getrennt hochladen und hier im Post direkt verlinken? Danke! Habs mit foobar2000, VLC, MPC-HC und Windows Media Player versucht, aber keiner davon hat bei Minute 55-57 irgendwas spezielles angezeigt, nur das normale FON Folge 19 Cover... obwohl im MPC-HC z.B. der Abschnitt als "Kinderfotos!" betitel wurde.

Ap

Ich glaube, wenn man musikalisch veranlagt ist, dann interessiert man sich auch für Musik. Sobald ich selber mal angefangen hatte, Musik zu machen, habe ich auch proaktiv immer wieder neue Stilrichtungen ausprobiert und wusste natürlich auch irgendwann Klassische Musik allein wegen der Komplexität und des Anspruchs zu schätzen. Das Requiem ist definitiv mein Lieblingsstück von Mozart. Und das, obwohl ich selber eher im Rock- und Metalbereich unterwegs bin.

André Grabner

Höre selber ganz gerne Klassik, kam über ein Instrument (Klavier) rein, ohne es selbst wirklich spielen zu können. Auch das Buch aus der "...für Dummies"-Reihe war ganz okay, Joachim Kaiser (Musikkritiker) hatte zudem mal eine CD-Sammlung bei der Süddeutschen rausgebracht, war auch ganz gut. Und für die Sonatenhauptsatzform gibt es kein besseres Video als "Sportreporter erklärt Sonatenhauptsatzform usw." auf Youtube - für Fußballfans und Klassikanfänger sehr unterhaltsam (wenn auch nicht extrem lehrreich, aber immerhin)

Konstantin Jediss

Stark ich bin beeindruckt das Gunnar die Musik erkannt hat. In der Schule war er bestimmt einer von denen die sagen „ich hab bestimmt ne 5“ und dann ne 2 haben.

Jens Hesse

Die Leute wollten mal einen richtigen Splatterfilmabend machen und ich wurde dazu auserkoren Filme mitzubringen, mein Einwand "Ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist..." wurde beiseite gewischt... Es liefen jeweils 20 Minuten "Day of the Dead", "Story of Ricky", "Brain Dead" und bei "Street Trash" war es dann endgültig aus und das Verbot wurde ausgesprochen...

Lutz Ohl

Jetzt sind wir neugierig: Was war der zweite Film, der dir ein Verbot eingebracht hat?

Stay Forever

Ich möchte zu Christians Tipp noch Dvořáks "Amerikanisches" 12. Streichquartett in F-Dur Op. 96 empfehlen. Das Quartett ist, wohl auch wegen der Einflüsse aus der Folk-Musik, musikalisch einfacher gehalten. Es verwendet "nur" eine pentatonische Tonleiter und ist dadurch sehr eingängig und stimmig. Ich finde, es lädt, wie die Sinfonie "Aus der neuen Welt", zu einer Gedankenreise ein.

HenryVK

Musikbanausen - lasst das mit der Klassik, da sind Hopfen & Malz verloren

Florian Reinhardt

Bzgl. des Einstiegs in die Klassik hätte ich auch noch einen Tipp, der ggf. auch eure Kinder anspricht. Es gibt eine Hörspiel-Serie der Deutschen Grammophon namens "Wir entdecken Komponisten", die eigentlich auf Kinder und Jugendliche zielt. Es stehen zwar eher die Komponisten im Vordergrund, aber man bekommt auch fachliche Themen zumindest oberflächlich vermittelt. Außerdem ist es toll, neben dem Fachwissen einen Blick in die Zeitgeschichte und die Komponisten als Menschen zu bekommen. Und das beste: Die Hörspiele gibt es mittlerweile einfach bei Spotify, wie ich gerade gesehen hab.

Ralph

Lieber Christian, als du vom Mächenpark Ruhpolding erzähltest, musste ich doch sehr schmunzeln. Ich selber stamme aus dem Landkreis Traunstein, und der Märchenpark ist mir nur allzu vertraut. Ich vermute das Fahrgeschäft war der Drachenritt. Tolles Ding, würde ich nie einsteigen. Ich hatte erhofft, dass du noch etwas über die kleinen Häuser mit den Kurzen Märchen und den gruselig sich bewegenden Puppen erzählst. Die finde ich seit 35 Jahren leicht verstörend. Und in der Bärenhöhle hab ich immer noch Bammel.

Franz Metz

Und ich (Chris) weiß es leider nicht, aber schätze 9 oder 10.

Stay Forever

Fantasia war eine von zwei Gelegenheiten, wo ich ein Verbot erhielt weiter Filme zu Videoabenden mitzubringen 😅 (Ich liebe Fantasia)

Lutz Ohl

jacques loussier trio macht Jazz Versionen von bekannten klassischen Stücken. Durch den Rhythmus sind viele klassische Stücke besser zugänglich

7ochen

Älter als man denkt, glaube ich - ich (Gunnar) bin sicher 12 oder 13.

Stay Forever

Die Kinderbilder von Gunnar und Chris sind sooo toll. Man erkennt beide sofort :) wie alt seid ihr denn jeweils?

Ulrich Schlecht

Wenn man so gar nichts mit klassischer Musik anfangen kann, empfehle ich zum Einstieg die Norton Lectures von Leonard Bernstein (harvard 1973, einfach auf youtube danach suchen). Sind zwar recht lang aber gefühlt noch zu kurz. Ein echter augen- bzw. ohrenöffner. Und ein paar stunden einem genie zuhören zu dürfen ist auch nicht verkehrt. Aber das geht ja bei stay forever auch ;)

Harald Mahr

Ich hoere ein klein wenig Klassik (Erik Satie FTW), und versuche mir gerade zwecks Horizonterweiterung mit der Gitarre ein bisschen Jazz reinzuzimmern. Am liebsten hoere ich allerdings immer noch Alternative Rock, Indie, Psychedelic, Folk, etc. Ich finde nicht, dass man sich rechtfertigen muss, weil man mit Klassik wenig anfangen kann. Am Ende liegt es zwar an Erfahrung mit Musik, aber halt auch am Geschmack, und wenn Gunnar ohne Texte kirre wird spricht das nicht gegen ihn. Musik kann auf verschiedene Art und Weise stimulieren. Was ich nicht mag, ist klassische Musik als buergerliches Statussymbol, zum Markieren eines gewissen Bildungsstands. Den ganzen Tag WDR2 hoeren aber dann ueber Tschaikovsky schwadronieren, das habe ich gern!

Vitor Zimmerer

Das mit der Klassik ist so ein Ding, wie Herr Klimkait ja auch schon so passend meinte. Ich selbst kannte zwar alle Stücke, oft auch vom Namen, bei den Komponisten hapert es dann öfter. Und dass, trotz Chorleitermama, mein Papa war Requisiteur an der Berliner Staatsoper damals im Osten und noch gaaanz leicht in die Bundesrepublik hinein und ich selbst bin als aktiver Musiker, auch hin und wieder klassisch unterwegs. Trotz also viel der Spielart ausgesetzt seins, kann ich die nicht gut hören. Wie die Herren Lott und Schmidt fange ich mich zu langweilen, wenn es nicht sehr ab geht (wie z.B. beim ersten Satz "Mars, Bringer of War" aus der Suite "The Planets" von Holst). Meist ist das dann wie den Soundtrack zu einem Film, den man nicht gesehen oder einem Spiel, das man nicht gespielt hat zu hören und keine Gefühle/Erinnerungen daran knüpfen kann. Wahrscheinlich ist der beste Umgang mit Klassik, wenn man derselben nicht per se etwas abgewinnen kann, dass man sich vorher oder währenddessen (z.B. über das oft mit Hintergrundwissen gespickte "Handbuch" a.k.a. Programmheft) informiert, worum es geht und dann die Fantasie anspringen lässt und versucht herauszufinden, wo der Komponist was sagen wollte. Denn Klassik ist in der Regel etwas, wo man mitdenken muss, um es genießen zu können. Wie bei einem Polit-Thriller. Wenn man da nicht mitdenkt, ist es halt total langweilig.

Till Blumenthal

Ein Einstieg in die Klassik, Jazz etc. gelingt gut über Menschen, die einem diesen erleichtern. Erstmal gilt es Hörgewohnheiten zu schulen, analog zum Lesen, Sport etc. Die gefühlte Beliebigkeit entsteht, insb. in der klassischen Musik, auf dem fehlenden Vermögen des dechiffrierens (ja, Hr. Lott hat Recht). Klassik ist nicht Klassik, sondern Musik aus mehreren jahrzehnten gar Jahrhunderten. Diese entstand in einem Kontext, der heute sich nicht mehr unbedingt durchs einfache zuhören erschließt. Ist bei Pop-Musik aber auch nicht anders. Texte, Instrumentierung und Darstellung sind immer Teil ihrer Zeit. Wie also einsteigen. Wenn einem Mahler gefällt, dann von da aus Werke aus den Jahrzehnten davor mitnehmen, denn auch Mahler hatte Vorbilder.

Jakob Rufus Klimkait


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