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Speakeasy #6: Aktienrente, neue Männlichkeit, Aufstieg der AfD

In der 6. Ausgabe der Speakeasy-Bar sprechen wir zunächst über Aktien, ETFs und das Generationenkapital sowie die Aktienrente. Ist es wirklich sinnvoll, wenn vom Staat jetzt Schulden aufgenommen werden, um das Geld an der Börse zu investieren?
Außerdem wird immer wieder behauptet, so viele Menschen seien im Alter arm, weil sie nicht genügend privat investiert haben. Dies, so lautet die Argumentation, liege daran, dass es den Menschen an finanzieller Bildung fehle. Worin besteht der Widerspruch zwischen dem Arbeitnehmerdasein und Investments an der Börse? Und darf man als Linker überhaupt Aktien besitzen?
Des weiteren geht es darum, inwieweit der Aufstieg der AfD daher rührt, dass die eigentlichen ökonomischen Zusammenhänge nicht erkannt werden. Wir diskutieren außerdem über Autofiktion und schlechte Bücher im Regal. Auch durchzieht unser zweistündiges Gespräch die Frage nach dem Verhältnis von Marxismus und individueller Moral.

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Speakeasy #6: Aktienrente, neue Männlichkeit, Aufstieg der AfD
Speakeasy #6: Aktienrente, neue Männlichkeit, Aufstieg der AfD

Comments

Schöne Folge. Ihr seid für mich der beste deutsche Podcast

Aleksandar Dragosavac

Zum Thema Rheinmetall Aktien: Wolfgang du sagst das wäre ein Investment was abzulehnen wäre. Die Frage ist moralisch natürlich einfach geklärt nur ökonomisch sieht es doch etwas anders aus. Wenn ich für 1000€ Rheinmetall Aktien an der Börse kaufe, fließt dieses Geld ja nicht an Rheinmetall, sondern an den Verkäufer, den ehemaligen Halter der Aktie. Nur wenn ich im Zuge einer IPO Aktien kaufe oder einer Neuemission des Unternehmens, fließt wirklich Geld in den Betrieb. Natürlich profitieren die Halter der Aktie von den Gewinnen der Waffengeschäfte, durch Dividende oder Steigerung des Aktienkurses. Aber diese Gewinne fallen unabhängig von meiner und deiner Beteiligung an! Das heißt unerheblich wer die Aktien hält, welche politische Gesinnung diese Person hat, werden die Gewinne verteilt. Ich sehe keinen wirklich Grund warum eine linke Person diese Gewinne, die ja so oder so anfallen, nicht einsammeln sollte. Ich hoffe ihr versteht den Punkt der Argumentation. Selbstverständlich sind Rüstungs- oder Ölkonzerne großer Mist. Aber ganz ehrlich, welche Unternehmen sind das wenn man genau hinsieht nicht? Für mich spricht nichts dagegen die Gewinnen des Kaptals soweit dies möglich ist, mit abzugreifen. Ein normales Gehalt wird uns niemals dazu bringen wirklich relevante Anteilseigner mit tatsächlicher Kontrollgewalt über ökonomische Entscheidungen zu werden. Mit geteilten kollektiven Aktien geht das natürlich, siehe GameStop. Aber in der Regel ist die Rendite durch Aktien nur ein guter Hedge gegen die Inflation der Fiat Währungen. Solidarische Grüße

Versi


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