SamSuka
Wohlstand für Alle
Wohlstand für Alle

patreon


Literatur #41: Bertolt Brecht – Mutter Courage und ihre Kinder

Die FDP hat sich für den Europa-Wahlkampf etwas besonders Bemerkenswertes ausgedacht: Ein Plakat zeigt Spitzenkandidatin Marie-Agnes Strack-Zimmermann und trägt die Überschrift „Oma Courage“.
Diese Anspielung auf Bertolt Brechts Stationendrama „Mutter Courage und ihre Kinder“ dürfte ein Schuss in den Ofen sein, da das Stück mit seiner Protagonistin eine Kriegsprofiteurin porträtiert, die im Laufe des Dreißigjährigen Krieges ihre drei Kinder verliert und fortwährend ein Geschäft aus Leid und Elend macht.
1938/39 schrieb Brecht das Stück, das 1941 in Zürich uraufgeführt wurde, aber nur am Rande ein Kommentar zum Zweiten Weltkrieg ist, vielmehr artikuliert es eine dezidierte Staats- und Kapitalismuskritik. Heute, da wir uns auf eine post-westfälische Ordnung zubewegen, spricht das Drama stärker denn je zu uns.
In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“-Literatur analysieren Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt die ökonomischen und staatspolitischen Zusammenhänge.

Literatur:

Johannes Arndt: Der Dreißigjährige Krieg 1618-1648, Reclam.

Bertolt Brecht: Mutter Courage und ihre Kinder. Suhrkamp.

Jürgen Kuczynski: Geschichte des Alltags des deutschen Volkes. Band 1. 1600-1650, Akademie-Verlag Berlin.

Literatur #41: Bertolt Brecht – Mutter Courage und ihre Kinder

More Creators