Wenn Donald Trump im November erneut zum US-Präsidenten gewählt werden sollte, wird J. D. Vance der Vize werden. Der Risikoinvestor und enge Vertraute von Peter Thiel inszeniert sich gern als der Vertreter des Anti-Establishments, dabei ist er, der aus bescheidenen Verhältnissen kommt, nach einem Jury-Studium in Yale längst Multimillionär.
Bekannt wurde er jedoch durch seine Autobiographie „Hillbilly-Elegie“, die auf Deutsch zunächst im Ullstein-Verlag erschien, nun aber vom YES-Verlag herausgegeben wird. Offenbar hat Ullstein mittlerweile ein Problem mit der politischen Ausrichtung des Autors, dabei zeigt die Lektüre, dass keineswegs ein großer Sinneswandel stattgefunden hat.
Vance ist ein sehr typischer Vertreter der neuen Rechten und seine Schilderung der Hillbillies und anderer prekär lebender Amerikaner gleicht einer Karikatur, die vor allem dazu dient, eine verquere Ideologie zu verbreiten. An diesem Buch stimmt fast nichts, aber gerade das Falsche macht die Lektüre sehr aufschlussreich.
Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von WfA-Literatur!
Literatur:
J. D. Vance: Hillbilly-Elegie: Die Geschichte meiner Familie und einer Gesellschaft in der Krise. Übersetzt von Gregor Hens, YES.
jolanda bahr
2024-08-25 12:34:12 +0000 UTC