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Literatur #53: George Orwell – 1984

George Orwells dystopischer Roman „1984“ gehört zu den berühmtesten Büchern des 20. Jahrhunderts und wird immer dann herangezogen, wenn totalitäre Entwicklungen in der Gesellschaft beschrieben werden sollen.
Ob es um Sprachpolitik, militärische Propaganda oder die öffentliche Meinung geht – immer findet man dazu eine passende Stelle in dem Klassiker aus dem Jahre 1949.
Was aber lernen wir über das Wirtschaftssystem in dem fiktiven Staat? Welche Form von Herrschaft zeigt Orwell? Wo liegen die Schwächen und Stärken des Textes, der wie kaum ein anderer auch die Populärkultur prägte? Begriffe wie Neusprech oder Doppeldenk taugen noch immer, um herrschende Ideologien besser zu erkennen.
In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“-Literatur sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt nicht nur über den Roman, sondern auch über ein Vorwort, das der ehemalige Wirtschaftsminister Robert Habeck zu einer deutschen Neuübersetzung beisteuerte.

Literatur:

George Orwell: 1984, Ullstein.

Lutz Büthe: Auf den Spuren George Orwells. Eine soziale Biographie, Campus.

Literatur #53: George Orwell – 1984

Comments

Ich habe mich schon durch viele Welten gelesen. Darunter auch 1984, Brave New World und viele mehr. Auch wenn ich eher das Genre SciFi bevorzuge und den Blick in ferne Zukünfte. Im Bezug auf Utopien/Dystopien bestimmen leider aktuell wohl die Dystopien. Vor allem auch wenn ich mir Filme so ansehe, echte Utopien fallen mir kaum ein. Wobei es einige Universen gäbe bei denen ich der Ansicht bin, da wäre ein Leben zumindest ok. In der Kategorisierung würde ich das Dune Universum zu den Dystopien zählen. Eine Menschheit die besser ausgestorben wäre anstatt derart in feudalistischem Unsinn hängen zu bleiben. Das Universum des Commonwealth Zyklus dagegen hätte durchaus seine Reize da sich hier viele verschiedene Welten mit unterschiedlichen Gesellschaftssystemen anböten. Vor Allem im 2. Zeitabschnitt, das Bubble-Universum ausgenommen. Meiner Ansicht nach ist ein Grund für die Ablehnung vieler nötiger Veränderungen (erneuerbare Energien, öffentliche Mobilität, andere Wohlstandsbewertung als BIP, neue Modelle für Wirtschaft,....) darin zu finden, dass es praktisch keine echten utopischen Filme gibt. Welche die hinterfragen und auch mögliche positive Entwicklungen zeigen. Es geht gefühlt ständig um Krieg oder Geschichten die eingebettet sind in Gesellschaften die besser aufhörten zu existieren anstatt das Leiden nutzlos zu verlängern. Als ob Menschen sich nicht weiter entwickeln würden. Prominent zu nennen wäre da The Expanse. Während der alte Geist von Star Trek [TNG] (Inklusion, Multipolarität,..) gerade mal noch in The Orville weiterlebt. Die Schiene von Expanse scheint mir weit häufiger zu sein, was absolut bedauerlich ist. Es ist in meinen Augen derselbe Fluch wie die gesellschaftszersetzende Wirkung von Social Media.

Thomas Dangl

Während ich euch über die drei Bücher über Utopien sprechen hörte, musste ich an ein Buch denken, das ich vor einigen Jahren gelesen habe. Es heißt „Walden Two“ und ist von Skinner, dem Behaviouristen. Vielleicht wäre das auch interessant für euch. Ich wäre jedenfalls neugierig, was ihr dazu sagt. Liebe Grüße und vielen Dank für diesen tollen Podcast!

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